Mobile.de hat einen bunten Weg für die Auslieferung eines verkauften Fahrzeugs eingeschlagen. So wurde ein Gebrauchtwagen für seine Lieferung auf der Ladefläche des Transporters in einen überdimensionalen Schuhkarton gestellt. Das auffällige Lieferfahrzeug transportierte den 4,90 x 2,35 Meter großen orangefarbenen Sneakerkarton dann durch Hamburg zur Kundin nach Hause. Die Plattform für gebrauchte Autos kündigt aber keine Wiederholung der Aktion an, sie soll einmalig bleiben.

///// HANDEL NATIONAL
Einzelhandel am stärksten von Existenzsorgen betroffen
In der deutschen Wirtschaft ist der Anteil der Unternehmen, die um ihre Existenz fürchten, von Oktober bis November von 7,5 auf 7,9 Prozent gestiegen. Den höchsten Anteil weist der Einzelhandel mit 11,8 Prozent auf, hier lag er im Oktober bei 11,6 Prozent, ist das Ergebnis einer Umfrage des Ifo Instituts. Hier blickten zahlreiche Unternehmen mit Sorge auf das Weihnachtsgeschäft, schätzen die Wirtschaftsforscher. Im Großhandel dagegen lege die Quote bei 4,8 Prozent, im Handel insgesamt erreiche sie 7,9 Prozent.

Der HDE sieht eine schwächere Woche vor dem Vierten Advent
Die für den Einzelhandel in den vorherigen Adventswochen angestiegenen Zahlen haben sich in der Woche vor dem Vierten Advent abgeschwächt. Nach einer Umfrage des Einzelhandelsverbands HDE ziehen nur 25 Prozent der Händler für das bisherige Weihnachtsgeschäft ein zufriedenstellendes Zwischenfazit. In der vierten Adventswoche blieben Umsätze und Kundenfrequenzen hinter den Erwartungen zurück, so dass es nur wenig Besserung gegeben habe. Mit der Entwicklung seien nur 29 Prozent zufrieden, rund die Hälfte dagegen unzufrieden. Höhepunkte haben es in den vergangenen Wochen nicht gegeben, die Rahmenbedingungen mit Corona und der Energiekrise seien extrem schwierig. Auch der Online-Handel weise ein Minus auf.

Abmahnungen für drei Lieferdienste
Die Verbraucherzentrale in Berlin hat die Lieferdienste Gorillas, Flink und Getir abgemahnt. Die Abmahnungen bezögen sich auf unterschiedliche Verstöße. Bei einigen gelieferten Produkten hätten die Verbraucherschützer fehlende Lebensmittelkennzeichnungen wie Hinweise auf Allergene oder Zutatenlisten festgestellt, dazu kämen nicht zulässige Vertragsklauseln. Unter anderem handele es sich um Klausen bezüglich Zahlungsmodalitäten. Bei allen drei Anbietern hätten die verpflichtenden Grundpreisangaben gefehlt. Von Gorillas und Flink gebe es Zusicherungen, dass die Verstöße abgestellt würden, im Falle Getir sei eine Klage positiv für die Zentrale entschieden worden. Grundlage für die Überprüfungen sei die Beschwerde einer Verbraucherin gewesen.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Der Einzelhandel in Großbritannien hat Umsatz verloren
Der Einzelhandel auf den Britischen Inseln verzeichnete im November ein Minus von 0,4 Prozent. Nach einer Meldung von Lebensmittelzeitung hatte die Branche mit einem Anstieg in Höhe von 0,3 Prozent gerechnet, der Anstieg der Nachfrage, der im Oktober 0,9 Prozent erreicht hatte, habe sich nicht fortgesetzt. Minuswerte habe es beim Verkauf von Kraftstoffen gegeben, die Verkaufszahlen von Lebensmitteln hätten sich positiv entwickelt. Im Vergleich zum November 2021 habe es einen Rückgang um 5,9 Prozent gegeben.

Amazon bietet den FBA Small and Light Service in weiteren Ländern
Der FBA Small and Light Service von Amazon steht nun auch Händlern in den Niederlanden, Polen und Schweden zur Verfügung. Der Dienst gilt für Lagerung und Versand der Produkte, dazu gehören auch Gebühren für kleine und besonders leichte Waren. Die Grenzwerte bei den Preisen liegen bei zehn Euro, für die Maße bei 33x23x6 cm und dem Gewicht bei 225 Gramm. Für die Verpackung sind kleine und große Briefumschläge sowie kleine Pakete zulässig. Die Preise für den Versand unterscheiden sich in den einzelnen Ländern, wie Channel X berichtet.

Torrid startet ein Wiederverkaufsprogramm mit Thred Up
Torrid hat einen Technikpartner für das neue Wiederverkaufsprogramm gefunden. Die Marke, die sich auf den Direktverkauf von Übergrößen spezialisiert hat, nutzt für das neue Angebot das Clean-Out-Programm von Thred Up, meldet Fashion United. In den USA könnten die Kunden die Produkte auf der Plattform in einem Paket sammeln und dann kostenfrei an Thred up schicken. Sie erhielten dann für die verkaufte Ware einen Shoppingkredit, von den Marken gebe es einen Bonus.

Carrefour startet Lieferung mit Roboterfahrzeugen
Der französische Lebensmittelkonzern Carrefour startet die Auslieferung von Ware mit Roboterfahrzeugen. Die ersten Transporter, die über 18 Fächer verfügen, sind im nahe Paris gelegenen Plateau de Saclay, einem Testgelände für autonome Fahrzeuge unterwegs, schreibt die Lebensmittelzeitung. Zu den Partnern gehörten für die Software das Start-up Goggo Network, die Produktion der Fahrzeuge übernehme das Start-up Milla, einem Spezialisten für Robotertaxis. Die Kunden würden auf ihrem Handy über die Ankunft der Ware informiert, sie könnten dann mit ihrem Smartphone das entsprechende Fach öffnen. Das Fahrzeug lege vom Lager in Massy rund 15 Kilometer zum Zielort, einem Hochschul-Campus, zurück.


///// TRENDS & TECH

Junge Kunden wollen Unterhaltung beim Einkauf
Für junge Kunden spielt eine Unterhaltung bei ihrem Online-Einkauf eine nicht unwesentliche Rolle. Der Technologieanbieter Epoq hat diesen Ansatz in einer Studie untersucht. Danach bewerteten 48,8 Prozent der Käufer zwischen 18 und 29 Jahren dies auf einer Skala von eins (total unwichtig) bis zehn (sehr wichtig) mit einem Wert von sechs. Dieser Anteil nimmt in den älteren Kundengruppen ab, bei den Über-60-Jährigen sind es noch 25,7 Prozent, schreibt One to One. Auf der Wunschliste stünden interaktive Elemente wie der Einsatz von Search-Widgets oder interaktive Produktsets. Der Kauf solle schnell und unkompliziert ablaufen, Informationen über die Verfügbarkeit und Lieferzeiten sollten in Echtzeit weitergegeben werden. Wichtig sei es auch, den Kunden persönlich anzusprechen, dies spiele für 62,5 Prozent der Personen mit einem Einkommen von mindestens 2.500 Euro eine Rolle.

Paypal kooperiert mit Kryptowallet Metamask
In den USA können einige Paypal-Kunden Transaktionen mit der Kryptowährung Etherum über ihr Konto bei dem Zahlungsdienstleister durchführen. Grundlage der Nutzungsmöglichkeit einer weiteren digitalen Währung bei Paypal ist eine Zusammenarbeit mit dem Kryptowallet Metamask. Nach einem Bericht von Onlinehändler News können die Nutzer in Zukunft mit dem Paypalkonto Coins kaufen. Erster Schritt sei der Kauf einer Wallet von Metamask, wofür nun keine Registrierung bei einer Kryptobörse mehr erforderlich sei. Dann könnten die Kontoinhaber Web3-Dienste wie den Kauf von NFTs nutzen.

Walmart startet eine Funktion für "Text to Shop"
Walmart bietet den Online-Shoppern eine neue Funktion für "Text to Shop". Die Nutzer eines Kundenkontos bei der Warenhauskette können einen Begriff für eine Produktgruppe eingeben, das System ergänzt aufgrund des Einkaufsverhaltens des Kunden die Marke und den genauen Produkttyp, heißt es bei Retail Dive. Die Kunden hätten dann die Möglichkeit, die genaue Menge einzugeben, das Produkt auch wieder zu löschen und eine Zeit für Lieferung oder Abholung festzulegen.

Hohe Kosten bestimmen das Einkaufsverhalten
Die Deutschen machen sich Sorgen um die wirtschaftlichen Bedingungen, entsprechend ändert sich nach der "Umfrage zur aktuellen Lage in Deutschland" von Infas Quo das Verkaufsverhalten. Die Menschen schauen stärker auf den Preis als in der Vergangenheit. 54 Prozent wollen auf günstigere Produkte ausweichen, 30 Prozent weniger einkaufen. Den größten Einfluss auf das gedämpfte Einkaufsverhalten haben die gestiegenen Heiz- und Energiekosten, dies geben 78 Prozent an, 75 Prozent nennen die höheren Stromkosten. Ihr Einkaufsverhalten nicht zu verändern, geben 25 Prozent an. 18 Prozent wollen mehr Weihnachtsgeschenke online einkaufen im Vergleich zu den Vorjahren, 31 Prozent kaufen überwiegend online ein.


///// NACHHALTIGKEIT

Testphase für kompostierbare Polybeutel startet
Die globale Nachhaltigkeitsinitiative Fashion for Good startet zusammen mit den Partnern C&A und Levi Strauss & Co ein sechsmonatiges Testverfahren für den Einsatz von kompostierbaren Polybeuteln. Produzenten der Beutel für das "Home-Compostable Polybag Project" sind Tipa Corp. und Greenhop, beides Mitglieder von Fashion for Good, berichtet Fashion United. Die Materialien für die Beutel seien biobasiert, die Kompostierung könne entweder zu Hause oder in kommunalen Kompostieranlagen erfolgen. Die biobasierten Inhaltsstoffe der Beutel würden mit den herkömmlichen Kunststoffen verglichen und gemessen. Es erfolge eine Bewertung der Polybeutel nach Faktoren wie Funktionalität, Auswirkungen, Kosten und Infrastruktur. Ziel sei es, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern und den Nutzern alternative Möglichkeiten für Materialien zu bieten, die sonst auf Mülldeponien landeten.