Rewe und die Deutsche Bahn wollen Menschen, die in kleinen Orten wohnen, die von Lieferdiensten nicht bedient werden, mit einem Einkaufs-Bus einen kurzen Weg zum Einkauf bieten. Der rollende Supermarkt soll Menschen helfen, die die Geschäfte im nächsten größeren Ort nicht erreichen oder bestellte Waren nicht selbst abholen können. Im Norden Hessens startet der Dienst im Frühjahr, das Angebot umfasst rund 700 Produkte von Frischwaren über Tiefkühlprodukte bis hin zu Drogerieartikeln. Dabei haben die Kunden die Wahl aus Produkten aus der Region, dem Bio-Sortiment und Fairtrade. Kurze Lieferwege sollen die CO₂-Emissionen verringern, lautet die Idee der beiden Unternehmen.

///// HANDEL NATIONAL
Die Musikstreamingdienste legen weiter zu
Für die Anbieter der Musikstreamingdienste ging es im vergangenen Jahr weiter nach oben. Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) meldet im Rahmen einer Sonderauswertung mit GfK Entertainment für 2022 ein Plus von acht Prozent gegenüber 2021 auf 178 Milliarden Audiostreams. Rund 47 Prozent davon gingen an Musik, die nach 2020 erschienen ist, 35 Prozent an Musik nach 2010. Das Pop-Segment erreichte einen Anteil von 28 Prozent der Streams, bei den Formaten CD und Vinyl betrugen die Anteile 24 respektive 27 Prozent. 52 Prozent der Musikhörer entschieden sich bei Rockmusik für Vinyl und 30 Prozent für CD.

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Artoui findet neue Investoren
Die Kunst-Plattform Artoui hat eine Kapitalspritze erhalten. Das Start-up mit Sitz in München kann mit einer weiteren Million Euro planen, damit soll laut Handelsblatt in Kürze eine Galerie in München das Firmenkundengeschäft und den Online-Verkauf der Kunst an Privatpersonen ergänzen. Auf der Plattform könnten die Kunden die Kunst aus drei Rubriken auswählen, einmal die Originale, dann die von den Künstlern festgelegte "Limited Edition" und schließlich die "Tailored Art" mit Kunstwerken auf Bestellung. Derzeit gehörten Werke von rund 60 Künstlern zum Angebot.

Auswirkungen der Streiks bei der Deutschen Post dauern an
Der von Verdi gestartete Streik der Mitarbeiter der Deutschen Post von vergangenen Donnerstag bis Samstag wird sich voraussichtlich noch einige Tage auf den Postbetrieb auswirken. Nach Unternehmensangaben könne es bei den Brief- und Paketsendungen zu Verzögerungen von mehreren Tagen kommen, meldet die Tagesschau. Am Samstag sei rund eine Million Pakete liegen geblieben. Bei den Briefen handele es sich um rund drei Millionen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich im Rahmen des Tarifkonflikts rund 30.000 Mitarbeiter in den Brief- und Paketzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung am Ausstand.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Uber muss Fahrern in Lyon 17 Millionen Euro zahlen
Nach dem Urteil eines französischen Arbeitsgerichts muss Uber insgesamt 139 Fahrern in Lyon 17 Millionen Euro zahlen. Nach der Aussage des Anwalts der Fahrer muss Uber deren Arbeitsverträge neu einschätzen, schreibt die Handelszeitung. Als Grundlage gelte ein Urteil von 2020, nach dem die Fahrer als Angestellte des Unternehmens eingestuft würden. Uber wolle gegen das neue Urteil vorgehen.

Amazons Drohnenprojekt von Entlassungen betroffen
Von der angekündigten Entlassung bei Amazon wird auch der Unternehmensteil für den Bau der Lieferdrohnen betroffen sein. CNBC bezieht sich bei dem Bericht auf interne Quellen. Das Management von Amazon habe den Mitarbeitern des 2013 gestarteten Projekts Prime Air per E-Mail mitgeteilt, dass die betroffenen Angestellten in Kürze informiert würden. Amazon habe keine Angaben zur Zahl der Mitarbeiter gemacht und auf den Blog von CEO Andy Jassy hingewiesen, der konzernweite Entlassungen angekündigt hätte. Neben Alexa, den Ladengeschäften und den Abteilungen für die Roboterentwicklung gehöre wohl auch Prime Air zu den betroffenen Unternehmensbereichen, schätzt CNBC.

Tui weitet schwedische Hotelplattform aus
Tui plant die Ausweitung eines im Dezember in Schweden gestarteten Portals für die Buchung von Hotels und Unterkünften auf zusätzliche Länder. Der Touristikkonzern will im Feld der Angebote für Reisebausteine wachsen, berichtet die Wirtschaftswoche. Im Bereich der reinen Unterkunftsbuchung gehe es um eine Positionierung gegenüber Booking.com, Expedia oder Trivago. Als nächste Länder seien für Februar Norwegen, Dänemark und Finnland geplant, weitere Länder kündigte das Unternehmen für dieses Jahr an. Zum Start hätten die Kunden die Wahl aus rund 15.000 Hotels, aufgeteilt auf 50 Destinationen. Vorgesehen sei auch ein Programmausbau um Veranstaltungen oder Aktivitäten wie Sport- und Kulturangebote.

Shein wird zum Online-Kaufhaus
Shein setzt seine Expansion fort, doch es sind nicht mehr nur neue nationale Märkte, jetzt kommen auch andere Produkte dazu. Der chinesische Mode-Spezialist hat die Konzentraion auf Kleidung aufgehoben und bietet nun auch Wohnaccessoires, Dekoartikel, Heimwerker-, Haustier- und Bürobedarf an. Die entsprechenden Produkte sind unter "Wohnen" zu finden, die Preise liegen überwiegend unter zehn Euro, meldet Konsider. Es handele sich meist um kleine Accessoires. Shein habe die Produktausweitung fast ohne Marketingaufwand durchgeführt, setze primär auf den Preis und könne die bereits eingesetzte Logistik nutzen.



///// TRENDS & TECH

EU-Kommission will Tiktok mit Sanktionen belegen
Tiktok drohen Sanktionen der Europäischen Kommission. Die Vorwürfe beziehen sich auf mögliche Verstöße gegen das in der EU geltende Recht wie den vom 1. September an geltenden Digital Services Act. Dazu gehören der Zugriff auf lebensbedrohliche Inhalte durch die App und ein mögliches Ausspähen von Journalisten, schreibt Internetworld. So könnten Nutzerdaten in außereuropäische Länder gelangen. Das Unternehmen müsse aber auch die Einhaltung von Urheberrechten und den Regularien für Online-Plattformen beachten. In Brüssel werde auch über ein Verbot des chinesischen sozialen Mediums nachgedacht, habe EU-Kommissar Thierry Breton mitgeteilt.

Die Generation Z ist der Motor für den Luxusmarkt
Im vergangenen Jahr wurde das Wachstum des Verkaufs von Luxusprodukten in den USA von der Generation Y und der Generation Z getragen. Nach einer Studie von Bain & Co., über die CNBC berichtet, werden die Käufer von Luxusgütern jünger und wohlhabender. In den nächsten zehn Jahren könnte das Einkaufsvolumen bei einigen Verbrauchern dieser Altersgruppen bis zu dreimal so schnell wachsen wie bei den älteren Generationen. Verbraucher der Generation Z begännen im Vergleich zur Generation Y bis zu drei Jahre früher mit dem Kauf von Luxusprodukten. Zu den am stärksten nachgefragten Produkten gehörten Handtaschen. Ein Grund dafür sei deren bessere Verfügbarkeit auf Online-Portalen.

Der Fall Louboutin gegen Amazon: Was das EuGH-Urteil für Plattformbetreiber bedeutet
Der Europäische Gerichtshof hat in einem Rechtsstreit zwischen dem französischen Schuhdesigner Christian Louboutin und Amazon die Haftung von Online-Plattformen verschärft. Welche Auswirkungen das Louboutin-Urteil für Betreiber von hybriden Plattformen hat, erläutern Dr. Fabian Klein und Franziska Mauritz von der Kanzlei Pinsent Masons einem Gastbeitrag für Etailment.

DHL Supply Chain startet Roboterkommissionierung
DHL Supply Chain geht die ersten Schritte auf dem Weg der Roboterkommissionierung. Der auf Kontraktlogistik spezialisierte Geschäftsbereich der Deutsche Post DHL Group nimmt im Logistikzentrum Staufenberg eine vollautomatisierte Roboterkommissionierung in Betrieb. Der neue Service ist für Peek & Cloppenburg Düsseldorf eingerichtet. Zum Einsatz kommen nach der Mitteilung des Unternehmens 160 Roboter, die Modebestellungen automatisch sortieren. Der Warenbestand könne durchgängig kontrolliert werden, für die Bestellungen sei eine schnellere und zuverlässigere Abwicklung möglich.


///// NACHHALTIGKEIT

Ein europaweites Gesetz gegen Greenwashing ist geplant
Die EU-Kommission will stärker gegen so genanntes Greenwashing, die Kategorisierung nicht korrekter ökologischer und nachhaltiger Werbeversprechen, vorgehen. Von den Unternehmen wird nach einem Entwurf für ein entsprechendes Gesetz, der der dpa vorliegt und über den Fashion United berichtet, verlangt, dass die Produkte die angegebenen Kriterien und Siegel erfüllen. 2020 seien rund die Hälfte der entsprechenden Angaben vage, irreführend oder unbegründet gewesen. Die Staaten der Union müssten sicherstellen, dass die Angaben nach internationalen Standards korrekt sind, die Bürger erhielten ein Beschwerderecht. Der gesamte Lebenszyklus der Produkte müsse erkennbar sein.