Der Katalogumfang von Amazon Music für Prime-Mitglieder erhält einen mächtigen Schub. Die Nutzer haben nun Zugriff auf 100 Millionen Musikstücke, bislang konnten sie nur aus zwei Millionen auswählen. Dazu kommt ein neuer Schwung von Podcasts, die die Kunden wie die Musik ohne Werbung hören können. Doch die digitale Schallplatte hat einen Kratzer, denn die Musik kann nur im Zufallsmodus gehört werden. Um diesen Kratzer zu umgehen, bleibt die Option des kostenpflichtigen Upgrades auf Amazon Music Unlimited.

///// HANDEL NATIONAL
Ottos Weihnachtskampagne gestartet
Otto hat die in zwei Phasen aufgeteilte Weihnachtskampagne gestartet. Der Einzelhandelskonzern hat dabei in diesem Jahr sowohl eigene Produkte als auch Waren von Handelspartnern auf dem Online-Marktplatz im Angebot. Alles steht unter dem Motto "Freude schenken kostet nicht viel". Da die Bedeutung der Preise in diesem Jahr wichtiger sei, würden die Preise der Produkte explizit angezeigt. Die Kampagne sei so angelegt, dass es keine Unterscheidung zwischen den Verkäufern gebe. Zur ersten Phase der Kampagne gehörten Präsenz in den sozialen Medien, Fernsehwerbung und Auftritte von Influencern. Für die zweite Phase kündigt Otto einen TV-Spot von 45 Sekunden Länge an.


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Stronger eröffnet Shop-in-Shop in Hamburg
Die schwedische Marke für Sport- und Freizeitbekleidung für Damen, Stronger, verabschiedet sich vom exklusiven Online-Vertrieb. In Deutschland erfolgt der erste Schritt in den stationären Einzelhandel in Zusammenarbeit mit der Kadewe Group, meldet Fashion United. Im Alsterhaus in Hamburg werde im Januar der erste Shop-in-Shop eingerichtet, es sollen weitere in den anderen Häusern der Kette folgen, für März 2023 sei der Start im Kadewe in Berlin geplant.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Fat Face startet einen Livestream-Verkaufskanal
Der britische Modehändler Fat Face steigt am 3. November in Großbritannien in den Verkauf über digitale Live-Kanäle ein. Vorgestellt werden die Videos von der Design-Chefin für Damenkleidung, Jo Collins, neben ihr sind noch Influencer präsent, berichtet Fashion United. Innerhalb der Vorweihnachtszeit sei eine Serie von Videos geplant. Der Kauf der vorgestellten Produkte sei dann direkt über den Online-Shop möglich.

Made.com meldet Insolvenz an
Die Leitung des britischen Online-Möbelhändlers Made.com übernimmt ein Verwalter. Der Konzern kann die finanziellen Defizite nicht mehr ausgleichen, die Gespräche mit möglichen Investoren sind gescheitert, meldet Reuters. Die Annahme von Neubestellungen sei vergangene Woche eingestellt worden. Gründe für die Probleme seien die Schwierigkeiten in den Lieferketten und die geringeren Ausgaben der Kunden in Folge der Inflation. Die Verwaltung komme von Pricewaterhouse Coopers, es gehe um den Verkauf von Marke und Vermögensanteilen. Made.com sei wegen der Pandemie stark gewachsen, stehe nun aber vor einer massiven Verschlechterung. Die Aktienwerte seien seit Januar um 99,6 Prozent gefallen.

Shein eröffnet „Shein Tokyo“
Der chinesische digitale Modehändler Shein hat in Tokio einen Laden eröffnet. Er liegt im Modeviertel Harajuku, die Eröffnung ist für den 13. November geplant, berichtet Reuters – und spricht von "permanent 'event space'", was Shein Etailment.de gegenüber zurückweist: Es handle sich um flexible Räume, die „zunächst“ als Showroom dienten und später für Events genutzt werden könnten. Die Ware stehe dort für die Kunden zur Ansicht bereit, nach dem Scannen eines QR-Codes erfolge der Einkauf dann digital. In den Räumlichkeiten könnten auch Modeschauen oder andere Events stattfinden. Im Laufe des Jahres hatte Shein in Japan bereits einige Pop-up-Stores in Betrieb genommen. Hinweis: Unter Bezug auf Reuters hatten wir zunächst "Shein eröffnet in Tokio die ersten ständigen Verkaufsräume" geschrieben, wir haben das nach Hinweis von Shein geändert.

Abercrombie & Fitch hat in den USA neue Partner für den Abholservice
Abercrombie & Fitch hat die Zahl der Abholstellen für Online-Bestellungen massiv erweitert. Neue Partner in den USA sind Fedex, Office Depot und Walgreens, den Kunden stehen nun rund 12.000 Standorte zur Verfügung, schreibt Retail Dive. Die Kunden würden nach ihrem Online-Kauf informiert, sobald die Ware zur Abholung bereit stünde. Die bisherigen Serviceangebote wie das Abholen der Bestellungen in oder vor den Geschäften, der Versand durch die Läden oder die Lieferung nach Hause liefen weiter. Der Modehändler könne so sein Netzwerk von 730 eigenen Geschäften weltweit deutlich ausweiten.


///// TRENDS & TECH

Google bietet neue Shopping-Funktionen
Google stattet die Suchmaschine in den USA mit neuen Funktionen fürs Einkaufen aus. Bei der Suche werden Sonderangebote auf den Bildern angezeigt, die Nutzer können die Codes der Gutscheine dann kopieren, meldet The Verge. Bislang seien nur Produkte im Schlussverkauf oder bei Preissenkungen gekennzeichnet gewesen. Die Freischaltung der neuen Funktionen solle in den nächsten Wochen erfolgen. Als weitere Neuerung kündigte der Konzern eine Preisvergleichsfunktion an. Produkte mit Sonderpreisen würden in einer eigenen Kategorie zusammengefasst, dazu kämen Informationen über die Preisentwicklung und wann und wo die niedrigsten Preise vorgelegen hätten.

Sook bietet kleinen Anbietern eine neue Plattform
In den USA will sich eine weitere Plattform neben Amazon als Marktplatz für kleine Anbieter positionieren. Bislang war Sook als Extension von Google Chrome angelegt, nun soll daraus laut Geekwire eine eigene Plattform werden. In der Vergangenheit hatte sich Sook auf den Einzelhandel in Seattle konzentriert, die Betreiber planten eine Erweiterung auf die KMU aus den kompletten USA. Es gehe um Anbieter, die nicht bei Amazon zu finden seien. Dies könne daran liegen, dass Amazon eine zu hohe Provision fordere oder es als eigenes Produkt ins Sortiment nehmen könnte. Momentan seien rund 4.000 Marken und Anbieter mit rund drei Millionen Produkten auf Sook vertreten, Ziel seien rund 10.000 Marken mit zehn Millionen Produkten.

Wiederverkauf gewinnt weiter an Bedeutung
Die Nachfrage nach genutzter Ware nimmt ständig zu und die Second-Hand-Produkte werden immer beliebter. In den nächsten fünf Jahren wird in den USA mit einem Wachstum von 80 Prozent gerechnet, berichtet CNBC. 2021 habe die Wachstumsrate bei 15 Prozent gelegen, doppelt so hoch wie im regulären Einzelhandel. Rund 82 Prozent der US-Amerikaner kauften gebrauchte Produkte, an der Spitze stünde Bekleidung, aber auch Elektronik, Möbel und Haushaltswaren seien beliebt. Primär gehe es den Käufern um günstiges Einkaufen, aber auch Nachhaltigkeit spiele eine Rolle. Bei Luxusprodukten gehe es oft um den Kauf schwer erhältlicher Waren.

///// NACHHALTIGKEIT

Amazon baut CO₂-freies Lagerzentrum
Amazon hat für das neue Lagerzentrum im kalifornischen Sacramento das Ziel eines CO₂-freien Betriebs ausgegeben. Nach Angaben des Konzerns soll der Standort 2023 vom International Living Future Institute (ILFI) das entsprechende Zertifikat dafür erhalten. Zu den Maßnahmen gehörten entsprechendes Baumaterial für die Gebäude und ein energiesparend ausgestattetes Lager- und Verteilsystem. Strom und Energie stammten zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen, damit würden die Vorgaben des ILFI für das Zertifikat erfüllt. Der Tagesbetrieb laufe ohne fossile Energieträger, Dach und Wände seien entsprechend gedämmt.