Von März an wird Kunden in den USA der bestellte Starbucks-Kaffee bis zur eigenen Haustür oder bis zum Hotelzimmer geliefert. In allen 50 Bundesstaaten transportieren die Fahrer von Doordash die Kaffeebecher, die Kunden müssen bei ihren Bestellungen keine Abstriche machen. Über die App von Doordash können sie die Menge des Sirups oder die Art der gewünschten Milch bestimmen, ihnen steht fast das komplette Angebot des Kaffeeriesen zur Verfügung. Starbucks gibt den Kunden den Tipp, die Getränke "extra heiß" zu bestellen, damit sie auf jeden Fall mit der optimalen Temperatur ankommen.

///// HANDEL NATIONAL
Tegut will den Online-Handel weiter ausbauen
Im vergangenen Jahr stagnierte der Umsatz des Fuldaer Lebensmittelhändlers Tegut bei 1,25 Milliarden Euro, doch die Geschäftsleitung bewertet die Entwicklung positiv und zeigt sich zufrieden. Neben einem Ausbau der Supermärkte und der Kleinstflächenläden Teo soll es 2023 auch mit dem Online-Handel weiter nach oben gehen. Zusätzlich zu den acht Regionen in Hessen sowie in Mainz und im Großraum Nürnberg, für die der digitale Handel in Kooperation mit Amazon bereits besteht, kündigt die Handelskette "in Kürze" den Ausbau um weitere Regionen an. Der neue Markt in Ingolstadt werde den Lieferdienst vom Start an bieten. Weitere Partner bei der Omnichannel-Strategie seien Wolt und Lieferando.

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Verdi fordert ein Verbot von Subunternehmen in der Paketbranche
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geht die Situation der Arbeitnehmer bei Kurier- und Lieferdiensten an. Ihre Rechte sollen gesichert werden, dazu gehört für die Gewerkschaft ein Verbot des Einsatzes von Subunternehmen. Nach Einschätzung von Verdi hätten "Ausbeutung und prekäre Beschäftigung mittlerweile ein unerträgliches Maß angenommen". Bei den Subunternehmen gebe es in der Regel keine Betriebsräte oder eine tarifliche Bindung. Notwendig sei ein Gesetz, das ausgestaltet sein solle wie das seit Anfang 2021 geltende Gesetz in der Fleischwirtschaft.

Fortuneglobe sieht sich auf gutem Weg
Die Fortuneglobe Group vermeldet für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 17,6 Prozent. Der Entwickler und Betreiber von Online-Shops hat sich nach eigenen Angaben durch die Gründung von TheCommerce mit einem D2C-Programm für Marktplätze auch Kunden außerhalb der Modebranche geöffnet. Diese Lösung werde auch international angeboten. Fortuneglobe sei mit TheCommerce für die Programme im D2C nun auf drei Bereiche aufgeteilt. Die Branchen Fashion und Lifestyle gehörten weiterhin zu Gute Marken Online, der Einzelhandel liege beim Tochterunternehmen Connect-Your-Store.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Migros erreicht einen Rekordumsatz
Migros bewegt sich weiter nach oben. 2022 lag der Umsatz des Schweizer Handelskonzerns erstmals über 30 Milliarden Schweizer Franken. Insgesamt erreichte er ein Plus von 3,9 Prozent auf 30,069 Milliarden Schweizer Franken. Dabei ging es beim Supermarkthandel aber um 3,1 Prozent nach unten, der digitale Supermarkt Migros Online konnte seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend im vergangenen Jahr nicht fortsetzen und verzeichnete ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber 2021 auf 328 Millionen Euro, teilt das Unternehmen mit. Für die gesamte Gruppe habe der E-Commerce aber um 15,3 Prozent auf 3,737 Milliarden Schweizer Franken zugelegt, der Motor sei Digitec Galaxus mit einem Plus von 7,4 Prozent.

Uber kooperiert in Europa mit Hertz
Uber erweitert die Partnerschaft mit dem Autovermieter Hertz von den USA aus auf ausgewählte europäische Hauptstädte. Damit können Fahrer in diesen Städten nun E-Fahrzeuge von Tesla und Polestar mieten. Bis 2025 ist in Europa eine Flotte von 25.000 Fahrzeugen geplant, schreibt The Verge. Der Start erfolge in London, als nächste Standorte seien Paris und Amsterdam geplant. Uber wolle bis 2030 in Europa und den USA komplett auf elektronische Pkw umstellen. Das Programm mit Hertz laufe in den USA seit 2016, Angaben über die Höhe der Mieten habe Uber nicht gemacht. In den USA erhielten die Fahrer von E-Fahrzeugen Bonuszahlungen für die jeweiligen Transfers.

Ocado 2022 mit Umsatzminus
Die Umsätze von Ocado sanken 2022 um 3,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Britische Pfund. Dies bedeutet laut The Telegraph den ersten Umsatzrückgang im Lebensmittelhandel für Ocado Retail, ein Joint Venture von Ocado und Marks & Spencer. Der Wert des durchschnittlichen Online-Einkaufskorbs sei auf 117 Britische Pfund gefallen, entgegen der Preisanstiege um 1,3 Prozent in Folge der Inflation. Die Kunden gingen seltener einkaufen und entschieden sich für eine geringere Zahl an Produkten. In den Tagen vor Weihnachten habe es ein deutliches Plus gegeben, Ocado habe aber immer noch hinter Tesco und Sainsbury‘s gelegen. Die Kunden würden auch verstärkt von Ocado zu Aldi und Lidl wechseln.



///// TRENDS & TECH

Syky sichert sich Kapitalspritze
Die Plattform für Bekleidung aus dem Luxussegment Syky erhält eine Kapitalspritze in Höhe von 9,5 Millionen US-Dollar. Hinter der Investorengruppe steht Seven Seven Six, schreibt Fashion United. Das Start-up Syky konzentriere sich auf die Blockchain-Technologie und will jungen Designern einen Marktplatz und eine digitale soziale Community bieten. Die Geschäftsleitung erwarte ein unbegrenztes Potenzial für Web3 und dies gelte auch für die Modebranche. Am 20. Januar wolle Syky das erste NFT starten.

Höhere Versandkosten sind für viele Verbraucher kein Hindernis
Deutsche sind bereit, mehr für den Versand ihrer Online-Bestellungen zu bezahlen. 2021 lag der Betrag für die Versandkosten für Bestellungen von 50 Euro bei 4,10 Euro, im vergangenen Jahr stieg er auf 5,30 Euro. Grundlage der Ergebnisse ist eine Umfrage von Sendcloud unter 1.000 Verbrauchern, über die Ibusiness berichtet. Die Höhe des akzeptierten Betrags sei abhängig vom Wert der Bestellungen. Bis zu einem Wert von 15 Euro liege er bei 4,60 Euro, bei 150 Euro steige die Höhe des Betrags auf 6,90 Euro. Um sich einen kostenfreien Versand zu sichern, seien 61 Prozent der Verbraucher zur Bestellung eines weiteren Produkts bereit. Für 79 Prozent spiele aber der kostenlose Versand eine größere Rolle als eine kurze Lieferzeit. Für 40 Prozent solle ein nicht-nachhaltiger Versand mehr kosten.

Investitionen in den Online-Shop stehen oben im Maßnahmenkatalog
Für einen Großteil des Online-Handels gehören Investitionen zu den entscheidenden Maßnahmen in Zeiten der Krise. An der Spitze stehen nach den Ergebnissen einer Studie des Instituts für Handelsforschung ECC Köln und des Finanzdienstleisters Mollie, für die 100 Online-Händler befragt wurden, Online-Marketing (62 Prozent), Mobile Commerce (59 Prozent), Marktplätze (43 Prozent) und Online-Zahlungen (41 Prozent). Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation mit Inflation, Energie- und Einkaufskosten seien aber 68 Prozent optimistisch und erwarten für sich selbst keine Verschlechterung. Für die eigenen Online-Shops spielten Marketing- und Werbeaktionen eine große Rolle. Für 63 Prozent sei Werbung in sozialen Medien ein genutztes Element, für 65 Prozent auch andere Maßnahmen.

Amazon startet Bieterverfahren für FBA-Lagerplätze
Händler können sich zusätzlichen Lagerplatz im Rahmen des Fulfillment-by-Amazon-Programms in Zukunft in einem Bieterverfahren sichern. Zusätzliche Lagerplätze erhält der Meistbietende. Der Online-Konzern will damit eine effizientere Nutzung der Lagerplätze erreichen. Es wird nach einem Bericht von Internet World in Zukunft ein einheitliches Limit der Kapazitäten geben. Die Messung in Stückzahlen werde durch Kubikmeter ersetzt. Die jeweiligen Limits werden in der dritten Woche eines Monats bekannt gegeben, sie gelten für den Folgemonat. Für Händler, die mehr Kapazität benötigten, bestehe die Möglichkeit im "Kapazitätsmanager" im Seller Central eine Reservierungsabgabe anzufordern. Entscheidend für die Höhe der Abgabe seien Zahl und Höhe der Verkäufe. Der Start des neuen Systems erfolge weltweit am 1. März.


///// NACHHALTIGKEIT

Start-up Kooky: Infrastruktur für die Mehrweg-Revolution
Das Züricher Start-up Kooky hat für sein digitales Becher-Rückgabesystem in der Schweiz und in Österreich bereits namhafte Partner gewonnen. Die plattformbasierte Rückgabe-Infrastruktur soll keine weitere Insellösung sein, sondern auch bestehenden Mehrwegsystemen zur Verfügung stehen. Seit wenigen Wochen können die ersten deutschen Kunden sie in München nutzen. Etailment stellt das Start-up vor.