Verkaufsräume simulieren, Schulungen für geographisch verstreute Mitarbeiter abhalten oder neue virtuelle Kundenberater zum Leben erwecken - Innoactive liefert die entsprechenden, individuellen Virtual Reality Lösungen für unterschiedliche Branchen.

Das Münchner Start-up Innoactive entwickelt Virtual-Reality (VR) und Augmented-Reality (AR) Softwarelösungen für mittelständische bis große Unternehmen in den Bereichen Autoindustrie, Raumfahrt, Pharma und für den Einzelhandel.

Von virtuellen Meetings bis zu Trainingseinheiten für Mitarbeiter – die Einsatzbereiche sind vielfältig. So nutzt beispielsweise der Autobauer VW die Software-Lösung für virtuelle Meetings seiner an unterschiedlichen Standorten angesiedelten Mitarbeiter und kündigte im März an, die VR-Software auch für die Weiterbildung von bis zu 10.000 Mitarbeitern im Bereich Produktion und Logistik einsetzen zu wollen.
Auch der Reifenhersteller Continental greift für seine Mitarbeiterschulungen auf die „Innoactive Hub Plattform” zurück.
Insbesondere in der Produktion und Logistik führt das große Einsparpotential durch Virtual Reality laut Gründer Daniel Seidl zu einer enormen Nachfrage nach VR-Trainingsinhalten.

Virtuelle Verkaufserlebnisse

Im Retail-Bereich konnte Innoactive mit der MediaMarktSaturn Retail Group bereits erfolgreiche Anwendungen konzipieren und umsetzen. Europas größte Elektronik-Fachmarktkette hat bereits Ende 2015 mit der Einführung virtueller Kauferlebnisse im Markt begonnen.

Mit der von Innoactive entwickelten VR-Anwendung können Besucher sich mittels HTC Vive in drei virtuellen Wohnungen bewegen und deren Küchen mit Produkten der Marken Bosch, Siemens und AEG ausstatten. Das medienwirksame, virtuelle Erlebnis kam bei den Testern der Saturn-Märkte in Ingolstadt und Berlin sehr gut an. 97 Prozent der Teilnehmer gaben an, sie würden die Erfahrung weiterempfehlen.

Avatare im Shop

In Saturn-Elektronikmärkten wurden in einem Pilotprojekt außerdem virtuelle Kundenberater getestet. Mit der auf Basis der Microsoft HoloLens entwickelten Lösung des Münchner Startups wurden interessierte Kunden vom virtuellen Avatar „Paula” empfangen und per Sprachsteuerung zu verschiedenen Produkten navigiert. Virtuelle Avatare sollen den Menschen hierbei aber nicht ersetzen, sondern eine spannende Ergänzung zur Optimierung des Kundenservice bieten.

Neuorientierung mit Millionen-Finanzspritze

Nach vier Jahren Bootstrapping erhielt Innoactive im Juni eine 4,4 Millionen Euro Finanzierung von Unternehmertum Venture Capital Partners und Capnamic Ventures. Mit dem neuen Kapital kann nun die Technologie- und Produktentwicklung ausgebaut und das Entwicklerteam aufgestockt werden. Auch den internationalen Vertrieb will das Unternehmen voranbringen.

Mit dem Einstieg der Investoren änderte sich zudem das Geschäftsmodell: Weg vom Agenturgeschäft, hin zur Plattform. Künftig stellt Innoactive deshalb lediglich die Software bereit, die Use Cases entwickeln die Unternehmen dann selbst.
 

Über etailment Start-ups

Unter "etailment Start-ups" gibt es werktäglich Porträts innovativer und spannender junger Unternehmen. Mit dem Auftritt stellen wir in Kooperation mit "Venture Daily" Start-ups entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, die das Potenzial haben, den Handel langfristig zu verändern oder mit ihren Dienstleistungen ein vielversprechender Partner sein könnten. Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.

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