Ob Webshop oder Kundendatenbank: Wer mehr Käufer erreichen und schneller Angebote abwickeln will, setzt auf digital. Dabei können Händler vom Austausch mit digitalen Pionieren profitieren. Wie die Telekom dabei unterstützt.

Direkt über dem verschlungenen Moseltal ragen sie steil in die Höhe: die Weinberge von Bernkastel. Sie bieten ideale Bedingungen für Rieslingreben und Spätburgunder. Jeden Tag klettert Winzer Markus Fries die Steilhänge hinauf, kontrolliert akribisch seine Weinstöcke und erntet Trauben, um deren Zustand zu prüfen. Während der Weinkenner am Hang unterwegs ist, flattern parallel zahlreiche Bestellungen ein. Über einen Webshop ordern Kunden kistenweise Riesling und Burgunder oder buchen Übernachtungen auf dem 250 Jahre alten Weingut.
Markus Fries
© Markus Fries
Markus Fries
Digitale Services für mehr Kundenbindung im Einzelhandel

Fries war nicht immer digital unterwegs, hat aber erkannt, dass er den Anschluss an die Konkurrenz der rund 7.400 Flaschenwein-Vermarkter in Deutschland verliert, wenn er im Netz keine Präsenz zeigt. Deshalb nutzt Fries eine Webshop-Lösung der Telekom. „Früher habe ich Angebote und Bestellungen umständlich per Post, Fax und Telefon abgewickelt“, sagt Fries. „Durch meinen eigenen Webshop bleibt mir mehr Zeit für die wichtige Arbeit im Weinberg.“

Der gesamte Handel setzt inzwischen digitale Services ein, um für Kunden noch interessanter zu werden. Was nötig ist, denn Kunden haben hohe Ansprüche. Der Einkauf soll schnell sein, am besten mit personalisierter Ansprache und einfachen Bezahlmöglichkeiten über das Smartphone.

Hohe Bandbreiten für optimale Kundenberatung

Ohne digitale Tools, wie Warenwirtschaftssysteme oder Kundendatenbanken, kann kein Einzelhändler mithalten. Deswegen hat etwa der Babyfachmarkt BabyOne die gesamte Kommunikation zwischen den rund 100 Fachmärkten von Wien bis Flensburg auf IP umgestellt. Vorher funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Filialen nicht reibungslos. Niedrige Bandbreiten verursachten lange Wartezeiten, etwa wenn ein Mitarbeiter im Kundengespräch auf das zentrale System zugreifen wollte, um zu prüfen, ob ein Kinderwagen in einer gewünschten Farbe verfügbar ist.
Thomas Quibeldey
© Thomas Quibeldey
Thomas Quibeldey
„Wir wollten die Zusammenarbeit der Zentrale mit den einzelnen Märkten ausbauen, brauchten dafür eine einheitliche IT-Infrastruktur und eine höhere Internetgeschwindigkeit“, sagt Thomas Quibeldey, IT-Leiter von BabyOne. Heute sind die Filialen mit speziellen IP-Anschlüssen der Telekom ausgerüstet - mit Durchwahlrufnummern oder Einzelrufnummern, je nach Bedarf. Für EC-Cashterminals sind keine separaten Anschlüsse mehr nötig, alles läuft über das einheitliche Internetprotokoll.

Mit der Telekom zur Eventreihe DIGITAL X

Winzer Fries und BabyOne sind vielen Unternehmen einen Schritt voraus, denen es oft an Zeit und Geld fehlt, um die digitale Transformation umzusetzen. Die von der Telekom beauftragte Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ des Analystenhauses techconsult etwa zeigt: Erst 37 Prozent der befragten Handelsunternehmen haben die Digitalisierung in die Geschäftsstrategie verankert. Immerhin: Das ist ein Plus von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Und auch Kunden sind dem Einsatz von digitalen Tools gegenüber aufgeschlossen. Die Verbraucherumfrage im Rahmen des aktuellen HDE-Monitors des Handelsverbands Deutschland zeigt: Mehr als die Hälfte der befragten Kunden befürwortet etwa die Möglichkeit, Einkäufe selbst zu scannen oder die Nutzung von „Bestpreis-Apps“, die zeigen, wo der Einkauf am günstigsten ist.

Um noch mehr Mittelständler ins digitale Zeitalter zu manövrieren, hat die Telekom mit der DIGITALX eine regionale Eventreihe ins Leben gerufen, um Unternehmen an einen Tisch zu bringen und über die Digitalisierung zu diskutieren. „Sie stellt Unternehmen vor große Herausforderungen, deswegen müssen wir zusammen arbeiten“, sagt Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communications B2B, Samsung Electronics GmbH. Kooperationen aufbauen und Netzwerken ist auch das Ziel der Eventreihe. Vom Startup bis zum Mittelständler – Teilnehmer tauschen sich in ungezwungener Atmosphäre einen Tag lang aus und profitieren von den gegenseitigen Erfahrungen. Dr. Ralf Ebbinghaus, Geschäftsführer des Unified Communications (UC) Anbieters Swyx, blickt sich nach der Auftaktveranstaltung DIGITALWEST auf die kommenden Termine von DIGITALX: „Die spannende Atmosphäre, der intensive Austausch und die Vielfalt der vorgestellten Erfahrungen und Lösungen aus den verschiedensten Branchen – von Industrie über Handel bis zu Dienstleistern – machen aus der Tour ein tolles Angebot für alle, die sich nun intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen und sie angehen wollen. Wir kommen mit Infos zu Unified Communications im Unternehmenseinsatz, nehmen aber immer auch neue Ideen und Erkenntnisse mit.“

Sascha Lekic von Samsung Electronics

Markus Fries profitiert bereits von der digitalen Transformation. Kosten für Druck und Porto – etwa für die versendeten Preis- und Bestelllisten – sind dank des Webshops um 50 Prozent gesunken. Buchungen für Gästehaus und Weinproben dagegen sind um 20 Prozent gestiegen. Die Digitalisierung hat sich für den Winzer gelohnt, die Umsätze bleiben stabil. „Der Webshop war eine gute Wahl“, sagt Fries. „Ich spare Zeit, Kosten und kann darüber hinaus noch die Zusammenarbeit mit Fachhändlern aus aller Welt aufbauen und neue Geschäftskunden hinzugewinnen, die mich jetzt auch über Google leichter finden können.“
Digital Champions Award
Auszeichnung für digitale Vorreiter: Die Telekom ehrt die Unternehmen, die die digitale Transformation bereits erfolgreich in den Geschäftsalltag integriert haben. In jeder Region ermittelt der Bonner Provider die digitalen Denker. Die Preisträger des „Regionalen Digital Champions Awards“ sind automatisch nominiert für den „Digital Champions Award“, den Telekom und WirtschaftsWoche am 7./8. November in Köln überreichen. Unternehmen, die bereits Digitalisierungsprojekte umgesetzt haben, können sich für den „Regionalen Digital Champions Award“ bewerben.