Das Jahr 2020 hat alles auf den Kopf gestellt. Wirklich alles? Händler sind zweigeteilt: Online war ein großer Gewinner, im stationären Handel gab es ein Auf und Ab. Umso wichtiger ist es, sich jetzt mit den Stellschrauben auseinanderzusetzen, um in diesem Jahr vorbereitet zu sein. Echter Omnichannel heißt das Stichwort.

Es ist eigentlich dann doch wie immer: Trends kommen und gehen, und manche halten sich hartnäckiger als andere. Händler – egal ob am PoS oder online – haben ein turbulentes Jahr hinter sich. Die Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen Schub bekommen. Aber drehen wir deswegen im Handel alles auf links? Die Antwort kann vorweggenommen werden: Jein. Aber es gibt definitiv einige Entwicklungen im Bereich Zahlungsabwicklung, die Händler aufhorchen lassen sollten.

Kunden wollen noch mehr Flexibilität

In einer Studie vom HDE wurden ganz grundsätzliche Prognosen für den Handel 2025 gestellt. Im Bereich Zahlungsmethoden und Shopping-Präferenzen kamen die Verantwortlichen zu der Erkenntnis: EC- und Kreditkarte bleiben weiterhin aktuell und werden von Kunden als Standard eingefordert. Bargeld wird demnach weiter an Zuspruch verlieren (dazu hat auch die Pandemie-Situation beigetragen). Und mobile Zahlungsverfahren werden Marktanteile gewinnen. Die ersten beiden sind nicht weiter überraschend, jedoch stellen sich Händler berechtigt die Frage, ob mobile Zahlungsverfahren in Deutschland wirklich eine so hohe Akzeptanz erreichen können.

Denn die Studie gab nämlich ebenfalls zu bedenken, dass Händler für diese Art von Zahlungsabwicklung Anreize setzen müssen, weil es in Deutschland noch immer Fragezeichen zu der Sicherheit dieser Zahlungsverfahren unter Kunden gibt. Hier zeichnet sich bereits ab, dass eine breite Auswahl an Zahlungsarten, perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden, nötig ist. Zahlungsdienstleister wie Unzer bieten genau das: Als kompetenter Partner beim Thema Payment navigiert das Unternehmen Händler durch eine komplexe Welt.

Für Händler geht es daher einmal mehr um Flexibilität und Vielfalt. Einerseits sollten technikaffine Millennials mit Mobile-Payment bedient werden können, andererseits sollte man die 75 Prozent (nach der Studie), die weiterhin mit klassischen Zahlungsmitteln zahlen möchten, nicht vor den Kopf stoßen. Eine weitere Erkenntnis der Studie: Männer zeigen sich weitaus offener und experimentierfreudiger, was neue, innovative Zahlungsverfahren angeht, als es bei den Damen der Fall ist. Die eigene Zielgruppe könnte damit künftig noch stärkeren Einfluss auf die Art und das Angebot der Payment-Abwicklung nehmen. Händler sollten ihre Kunden also noch genauer kennen, um das Beste aus dem eigenen Geschäft herauszuholen.
© Unzer

Keine halben Sachen mehr: Echter Omnichannel hält Einzug

Dass der stationäre Handel sich etwas Neues einfallen lassen muss, ist spätestens seit dem Jahr 2020 klar. Viele Händler setzen sich bereits seit längerem mit der Verbindung von offline und online auseinander – aber eben doch nur halbherzig. Das Jahr 2021 wird diejenigen belohnen, die ihren Kunden eine ganzheitliche Customer-Experience bieten können. Wie aus der Studie hervorgeht, werden Konzepte für Omnichannel insbesondere von der Altersgruppe 16 bis 39 Jahre sowie den Haushalten mit mittlerem oder hohem Einkommen geschätzt.

Klassische Beispiele, die Händler in diesem Jahr umsetzen sollten, sind:
  • Kunden können im Ladengeschäft weitere Produktinformationen über ihr Smartphone abrufen.
  • Kunden können im Geschäft vor Ort einkaufen und sich unhandliche Produkte nach Hause liefern lassen.
  • Kunden können online einkaufen und in das Geschäft vor Ort liefern lassen, beispielsweise um die Ware anzuprobieren.
  • Kunden können online Produkte reservieren, um sie vor Ort abzuholen.
  • Kunden können online einkaufen und im Geschäft ganz einfach die Produkte retournieren.
  • Kunden können online bestellen und kontaktlos vor Ort zahlen.

Die Grenze zwischen online und offline wird mittelfristig ganz verschwinden. Für den Bereich Zahlungsabwicklung gibt es auch diesbezüglich neue Ansätze. Warum beispielsweise kann ein Kunde in einem stationären Geschäft nicht auf Rechnung zahlen? Weil er dafür unzählige Daten ausfüllen müsste. Kunden erwarten jedoch auch hier einen reibungslosen Prozess, der passgenau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das bedeutet, dass Kunden online sowie offline die gleichen Zahlungsarten vorfinden möchten, um ihre präferierte auszuwählen.

Zahlungsarten: Datenanalyse ist besser als unendliche Vielfalt

Händler suchen also maßgeschneiderte Lösungen für den Zahlungsverkehr der Zukunft. Sie wollen sich nicht mit jeder einzelnen Zahlungsart beschäftigen und einzelne Verträge abschließen. Doch auch wenn Händler einen Payment-Service-Provider an Bord holen: Wie finden sie den richtigen und besten Zahlungsmix? Einfach „viel hilft viel”? Mitnichten!
© Unzer


Händler bekommen durch das Backend bei Unzer einen Einblick in die Payment-Daten ihrer Kunden und durch die einfache Analyse einen ganz neuen Blick auf ihr Geschäft. So können präzise Rückschlüsse auf das Kundenverhalten geführt werden. Händler können mit diesen Daten ganz neue Verkaufsansätze erstellen und beispielsweise viel zielgerichteter Kunden ansprechen. Sie stellen einen fantastischen Hebel dar, um beispielsweise die Conversion-Rate zu erhöhen.

Fazit

Generell und unabhängig von einer durchführbaren Datenanalyse gilt übrigens: Eine Umstellung auf digitale und mobile Zahlungsverfahren findet besser zeitnah statt. Bereits aktuell gehen Experten in einer auf Statista veröffentlichten Prognose von einem stetigen Zuwachs sowohl an Verbrauchern, die mit Smartphones zahlen als auch dem generierten Transaktionsvolumen pro Verbraucher aus. Wie sieht es in anderen Branchen, zum Beispiel im Tourismus und in der Digitalbranche aus? Lesen Sie hier mehr in unserem Whitepaper „Payment im Jahr 2021 – Trends und Aussichten fürs Bezahlen“.

Unzer – Euer Payment