Multichannel ist das Zauberwort für alle Händler. Kunden sollen sowohl stationär wie online erreicht werden. Die Schwaben von Breuninger beherrschen dieses Geschäft offenbar, der Umsatz ist 2015 ordentlich gestiegen.

Die Premiumkaufhauskette Breuninger steckt die Konkurrenz im Internet und die Preisschlacht in der Modebranche weg. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 756 Millionen Euro gewachsen, wie Breuninger-Chef Willy Oergel am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Dem Unternehmen sei es gelungen, die Kunden auf den verschiedenen Kanälen anzusprechen. Der Onlineshop sei eine wichtige Säule des Geschäfts. Angaben zum Gewinn machte Oergel nicht.

Kampf gegen die Konkurrenz in Stuttgart

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem ähnlichen Wachstum wie für 2015. Zuerst hatte das "Handelsblatt" über die Kennzahlen berichtet. Gerüchte, dass der Standort Düsseldorf (Kö-Bogen) schlechte laufe, bezeichnete Oegel als "absoluten Quatsch". Im zurückliegenden Jahr habe man dort ein zweistelliges Umsatzplus erzielt.

Die Nobelkaufhausgruppe betreibt elf Häuser in Deutschland mit rund 5.500 Mitarbeitern. Damit sich hinter dem Stammhaus in der baden-württembergischen Landeshauptstadt keine unliebsame Konkurrenz breit macht, steckt das Unternehmen rund 200 Millionen Euro in Büros, Wohnungen, Geschäfte und Restaurants.


20 Shops im Dorotheen-Quartier

Das Dorotheen-Quartier genannte Objekt soll im Frühjahr 2017 eröffnet werden. Auf einer Gesamtfläche von etwa 65.000 Quadratmetern soll dort Platz sein für 20 Markenshops. Unter anderem will die Buchhandelskette Hugendubel eine Filiale mit 500 Quadratmeter Fläche eröffnen, teilt das Unternehmen mit. Von den Büroflächen will auch die Landesverwaltung einen Großteil anmieten, um über das Stadtgebiet verteilte Standorte zu konzentrieren.

Zusätzlich investieren die Schwaben dem Bericht zufolge mehr als 100 Millionen Euro in ein neues Warendienstleistungszentrum, auch um mit dem Tempo von Onlineriesen wie Amazon mitzuhalten.