Die Diskussion über die Rückgabe einiger Rechte an Geimpfte nimmt an Fahrt auf, die ersten Bundesländer sind aktiv geworden. Der Handel hofft inständig auf eine schnelle Umsetzung, so dass diese potenziellen Kunden dann wieder in die Innenstädte kommen. Denn einen Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone wünschen sich immer noch viele Menschen, wie eine neue Studie von MyDealz zeigt. Aber viele wollen auch nach dem Ende der Pandemie online einkaufen. Nun ist der stationäre Handel gefordert, denn ein eingleisiger Vertrieb hat praktisch keine Zukunft mehr, aber die Möglichkeiten für den Umbau sind gut. Wieder startet eine neue Bezahllösung für den Online-Verkauf und auf der anderen Seite verspricht ein neuer Anbieter schnelle Verfahren für Echtzeit-Kredite.

///// HANDEL NATIONAL

Bezahllösung Easy startet in Deutschland
Mit der Plattform Easy kommt nach einem Bericht von Internetworld eine neue Online-Bezahllösung nach Deutschland und Österreich. Das von Concardis entwickelte Programm sei besonders auf kleine und mittelständische Händler ausgerichtet. In die Anwendung sei eine "Remember-Me"-Funktion integriert, die es den Kunden bei einem zweiten Einkauf ermöglicht, mit einem Klick zu bestellen und zu bezahlen. Eine zweite Eingabe der persönlichen Daten entfalle dadurch. Zum Leistungsportfolio gehörten die Zahlungsmöglichkeiten mit den Kreditkarten Visa und Mastercard, dazu kämen Maestro, Paypal, Kauf auf Rechnung und Lastschrift. Geplant seien auch die Integration von American Express und Sofortüberweisung. Somit lägen die Zahlungsverfahren und Abrechnungssysteme für die Händler alle bei Concardis. Der eigentlich für den Herbst geplante Start sei wegen des Trends zum Online-Handel vorgezogen worden.

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Durch datengestütztes Marketing Kundenzufriedenheit und Umsatz steigern
Der Einsatz von Daten zur erfolgreichen Steuerung von Marketingstrategien ist kein neues Konzept. Allerdings wurden Kundendaten noch bis vor kurzem in ihrem Wert unterschätzt und folglich zu selten von Markenunternehmen weltweit genutzt. Lesen Sie hier, wie man durch datengestütztes Marketing die Kundenzufriedenheit und den Umsatz steigern kann.

Kaufland tanzt per Livestream in den Mai
Für den 1. Mai hat Kaufland für den neuen Online-Marktplatz einen Livestream geplant, die Übertragung erfolgt auf dem Videoportal Twitch. Wie Onlinemarktplatz berichtet, sei Trymacs mit den 2,4 Millionen Followern dabei, außerdem gehöre Co-Moderator Chefstrobel, der bei knapp 500.000 Followern auf der Liste steht, zum Team. Ziel des Events sei es, den Kunden aus dem stationären Vertrieb den Mitte April gestarteten Online-Marktplatz schmackhaft zu machen. Im Gegenzug sollten die Online-Kunden erfahren, wo der nächste Supermarkt stehe. Zum Programm der Veranstaltung gehörten neben Live-Spielen auch Verlosungen per Zufallsgenerator, die Bekanntgabe erfolge direkt während des Livestreams.

Oxid stellt sich als Cloud-Plattform-Anbieter neu auf
Oxid E-Sales vollzieht eine Neuausrichtung und wird nun als vertikaler Cloud-Plattform-Anbieter auftreten, meldet Onlinehaendler-News. Grund für die Veränderung seien die Wünsche der Unternehmen nach Branchenlösungen, die schnell einsetzbar sein sollten. Als erste Branchen seien Medizintechnik- und Maschinenbau-Ersatzteile geplant. Zum neuen Modell gehöre auch der bereits existente Marktplatz "Oxid Store", auf dem Händlern Shop- und Plattform-Erweiterungen für ihre Webseiten angeboten werden. Hier werde das Angebotsmodell so neu strukturiert, dass die Händler mit dem kleinen Cloud-Paket "Easy Entry" Zugriff auf unbegrenzte Multishops und die volle B2B-Funktionalität erhalten sollen.

Beschwerde beim Kartellamt gegen Apple
Einige deutsche Verbände aus der Werbewirtschaft haben beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Apple eingereicht. Sie wehren sich gegen die neuen Datenschutzregeln des IT-Konzerns. Diese führten zu einem unfairen Wettbewerb, da Apple selbst von einigen der Bestimmungen ausgenommen sei, heißt es bei Tagesschau. Die Nutzer der Apple-Geräte müssten nun der Nutzung ihrer Daten für Werbezwecke zustimmen. Die Werbeverbände fürchteten nun, dass viele von ihnen eine solche Datennutzung ablehnen werden, so dass Apple "faktisch alle Wettbewerber von der Verarbeitung kommerziell relevanter Daten im Apple-Ökosystem ausschließe". Apple sammle die Daten aber selbst.


///// HANDEL INTERNATIONAL


Gamestop erhält Kapitalspritze durch Aktienverkauf
Gamestop hat für den Umbau des E-Commerce-Bereichs eine weitere Finanzspritze erhalten. Business Insider berichtet von einem Sprung der Aktie von sieben Prozent, nachdem durch den Verkauf von Aktien rund eine halbe Milliarde US-Dollar auf die Unternehmenskonten geflossen seien. Nach Angaben des Unternehmens solle die Kapitalspritze dafür eingesetzt werden, um die Neustrukturierung des E-Commerce zu forcieren. Insgesamt seien die Aktien in diesem Jahr um 800 Prozent in die Höhe gegangen. Anteilseigner Ryan Cohen, der rund 13 Prozent des Unternehmens hält, wolle aus Gamestop ein Amazon für Videospiele entwickeln. CEO George Sherman habe seinen Rücktritt spätestens für den 31. Juli angekündigt, die neue COO Jenna Owens war früher bei Amazon und Google beschäftigt.

Amazon liefert in mehr Garagen
Nach dem Start in fünf Städten im vergangenen Jahr wächst das Netzwerk In-Garage Grocery Delivery von Key by Amazon in diesem Jahr in den USA um 5.000 weitere Städte, meldet Amazon-Watch-Blog. Mit dem neuen Service erhielten die Kunden die bestellte Ware direkt in die eigene Garage. Der Lieferant verfüge über einen Pin, um die Garage zu öffnen, es bestehe für den Kunden aber auch die Möglichkeit, den Vorgang per Webcam zu beobachten und die Garage mit dem Handy zu öffnen. Angeboten werde der Dienst aber nur für Amazon-Prime-Kunden, die auch über die entsprechende Technik für das Garagentor verfügen müssten. Weitere Voraussetzung sei, dass Amazon in den Städten die Lebensmittellieferung über Amazon Fresh und Whole Foods Market anbietet.


///// TRENDS & TECH

Das Einkaufserlebnis fehlt im Internet
Die Verbraucher shoppen seit Beginn der Pandemie gerne virtuell auf der eigenen Couch, doch alles kann ihnen das Internet nicht bieten. Nach einer neuen Studie von MyDealz, bei der 2.001 Kunden befragt wurden, fehlt ihnen das klassische Einkaufserlebnis, heißt es bei Channelpartner. Einen größeren Anteil im Online-Handel könnten die Segmente Mode mit einem Zuwachs von 35 Prozent, Elektronik (31 Prozent) und Haushaltsartikel mit einem Plus von 29 Prozent verzeichnen. Nach den Angaben von MyDealz wollten 44 Prozent der Befragten auch in Zukunft vor allem online einkaufen. Doch für rund die Hälfte der Befragten seien Wartezeit und Versandkosten Minuspunkte, aber sie wünschten sich auch, dass sie das Produkt direkt testen oder anschauen könnten. Für 54 Prozent sei die Unterstützung lokaler Anbieter ein wichtiges Argument pro stationärem Handel. Der gemeinsame Einkauf mit Partner oder Partnerin sei für 57 Prozent ein wesentliches Argument für das Shoppen in der Innenstadt.

The Platform Group und Banxware starten Echtzeit-Kredite
The Platform Group will den angeschlossenen Händlern ihre Liquidität ab sofort durch das Angebot von Echtzeit-Krediten sichern, heißt es bei Textilwirtschaft. Partner für den neuen Service sei Banxware mit dem "Merchant Cash Advance Produkt". Damit solle den virtuellen und digitalen Anbietern die Möglichkeit gegeben werden, einen schnellen Zugang zu Liquidität zu erhalten und langwierige Verfahren bei den klassischen Banken zu umgehen. Der digitale Kreditantrag solle innerhalb von 15 Minuten von Banxware bearbeitet werden, Partner sei die Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank. The Platform Group wolle für die angeschlossenen rund 3.500 Händlern gerade in der Coronakrise ein starker Partner sein und so seine Full-Service-Strategie ausbauen, zitiert die Textilwirtschaft den CEO der The Platform Group, Dominik Brenner.