Im Februar können sich Einzelhändler und ihre Partner auf der Herstellerseite auf der Online-Messe der Liftdays für die Vorbereitung der Frühjahrssaison treffen. Ebenfalls Anfang Februar unternimmt das Start-up Auto1 die ersten Schritte auf dem Börsenparkett. In Großbritannien verschwindet mit Debenhams eine weitere Traditionsmarke aus den Innenstädten und landet beim Online-Händler Boohoo. Luxusgüter werden immer stärker auch online verkauft. Werbetreibende können ihre Produkte nun bei Spotify als Audioformate in den Spotify Podcast Ads präsentieren.

///// HANDEL NATIONAL
Liftdays für den Einzelhandel im Februar
Vom 8. bis 12. Februar steht die europaweite virtuelle Messe für den Einzelhandel im Kalender. Veranstalter der Liftdays ist die Online-Plattform Ankorstore, die sich die Verbindung des stationären Einzelhandels mit Marken und Herstellern zur Aufgabe gemacht hat. Die Verantwortlichen von Ankorstore wollen den Teilnehmern aus den Segmenten Mode, Kosmetik, Lebensmittel und Wohnen einen Ersatz für die Präsenzmessen bieten. Zu den Konditionen gehören, dass Markenhändler für Neukunden keine Provision zahlen müssen, auch Versandkosten und Zahlungsgebühren fallen nicht an. Ankorstore rechnet für die Veranstaltung mit mehr als 2.800 Marken und 31.000 europäischen Einzelhändlern. Nach der Premiere im vergangenen September sollen die Liftdays ab jetzt zweimal pro Jahr, vor der Frühjahrssaison und im Spätsommer, stattfinden.

Börsengang von Auto1 am 4. Februar
Für den 4. Februar hat der Online-Autohändler Auto1 seinen Börsengang angekündigt. Die Preisspanne für die Aktien liegt zwischen 32 und 38 Euro fest. In den Handel kommen knapp 31,3 Millionen neue Papiere aus einer Kapitalerhöhung, 15,6 Millionen Aktien stammen von Alteigentümern. Insgesamt wird mit einem Volumen des Börsengangs von rund1,8 Milliarden Euro für das Berliner Startup gerechnet. 

Verstärkung des digitalen Verbraucherschutzes
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll die Rechte der Verbraucher im digitalen Handel noch besser überwachen und sichern können, meldet iBusiness. Dafür ist in der Zukunft eine engere Kooperation mit dem Bundeskartellamt geplant, wie es in einer Absichtserklärung der beiden Bundesbehörden heißt. Ziel sei es, dass "die Vorteile der Digitalisierung bei den Verbrauchern tatsächlich ankommen und nicht zu Nachteilen werden", sagt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. Der Schwerpunkt liegt für das BSI bei der Cyber-Sicherheit, das Kartellamt hat Wettbewerbsverstöße und Praktiken, die Verbraucher schädigen, im Fokus. Grundlagen sind das geplante IT-Sicherheitsgesetz 2.0 und die verabschiedete Novelle des GWB-Digitalisierungsgesetz.

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Retouren mit innovativen Technologien effizient bewältigen

Retouren sind eine große Herausforderung für den Handel. Ohne gesetzlich vorgeschriebene Retourengebühren werden sich Rücksendungen jedoch nicht vermeiden lassen. Umso wichtiger ist es, den Fokus auf die Optimierung der logistischen Prozesse zu legen. Erfahren Sie, wie Sie Retouren mit innovativen Logistiklösungen wie Sprachtechnologie und Autonome Mobile Roboter effizient bewältigen können. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Boohoo übernimmt Debenhams und die Läden verschwinden
Und wieder verlässt eine Traditionsmarke den britischen stationären Bekleidungsmarkt. 242 Jahre war Debenhams mit ihren zuletzt 118 Geschäften auf der Britischen Insel präsent, nun wechseln die Marke und die Webseite nach einem gescheiterten Rettungsversuch für 55 Millionen Britische Pfund den Besitzer, meldet BBC. Diese Vermögensteile liegen nun bei Boohoo. Der Online-Modehändler bezeichnet den Deal als "großen Schritt", konzentriert sich in der Zukunft auf das Online-Geschäft und wird die rund 12.000 Mitarbeiter nicht übernehmen. Nach eigenen Angaben war Boohoo nur an den Marken, nicht aber an den Verkaufsläden interessiert. Boohoo hatte in der Vergangenheit mit Oasis, Coast und Karen Millen andere Marken aus dem Bekleidungssektor übernommen und will hier die größte Plattform auf dem britischen Markt aufbauen. In der jüngeren Vergangenheit war das Unternehmen aber wegen der Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Mitarbeiter angegriffen worden.

Der Online-Handel für Luxusgüter wächst
Nach Asien werden Luxusgüter nun verstärkt auch in anderen Regionen rund um den Globus verstärkt auf Online-Portalen verkauft. Diese Veränderung, hervorgerufen durch die Corona-Krise, erkennt Fernando Fastoso, Luxus-Professor an der Hochschule Pforzheim, berichtet Internet World. Fastoso erwartet aber keine rückläufige Bedeutung des stationären Handels im Bereich der Luxusprodukte: "Eine erste Luxusuhr bestellt man mit Sicherheit nicht im Internet." Die Bedeutung des Luxus an sich werde sich aber verstärken, denn er habe auch einen sozialen Nutzen.

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Welche Innovationen bringt 2021 für Händler? Welche Auswirkungen hat eine Datenanalyse im Payment auf Ihren Umsatz? Lesen Sie jetzt, was Ihre Kunden sich wirklich wünschen und wie sich das Zahlungsverhalten verändert. Mehr.

///// TRENDS & TECH

Spotify startet das Werbeformat Spotify Podcast Ads
Die Streaming Plattform Spotify bietet Werbepartnern in Deutschland das neue Format Spotify Podcast Ads, berichtet T3N. Damit soll es ihnen ermöglicht werden, ihre Werbung auch im Audioformat rund um Podcasts zu platzieren. Mit der Technologie Streaming Ad Insertion erhalten die Werbetreibenden Daten und Zahlen zu den Ad-Impressions, um eine Optimierung der Audiospots zu erreichen. Verfügbar sind Pre-, Mid- und Post-Roll-Ads, die zu einigen Podcasts, die Spotify exklusiv und original produziert hat, gepackt werden. Buchbar sind für die Erstellung der Werbeblöcke auch professionelle Sprecher. Die erste Completion Rate liegt nach Angaben von Spotify bei 96%.

Hilfe bei der Suche nach Fachleuten
Die DER Touristik will mit der neuen Plattform reise-spezialisten.com gegen die Buchungsplattformen antreten und den Kunden die Suche nach Reiseprofis erleichtern. Ziel der Initiatoren ist es, den digitalen und den stationären Handel zu verknüpfen, indem sie "die Expertise der Reiseexperten in den Reisebüros" digitalisieren. Den Reisebüros soll es dadurch ermöglicht werden, Kosten und Organisation für die Suchmaschinenplatzierung zu senken und zu erleichtern, um so ihre Möglichkeiten gegenüber den großen Buchungsportalen zu erhöhen. Zur Vermarktung werden Social Media Ads, Influencer-Aktionen und Digital Signage sowie Mailing-Kampagnen eingesetzt.

Einsatzmöglichkeiten für Cross-Channel-Kommunikation
In einem neuen Whitepaper informiert Mailify über die Möglichkeiten der Cross-Channel-Kommunikation für die langfristige Kundenbindung. Als wichtigste Module, um dies zu realisieren führen die Analysten eine Individualisierung und Personalisierung der Kommunikation mit den Kunden und dies über mehrere Ebenen hinweg. Dadurch solle sichergestellt werden, dass die Werbung passgenau bei den ausgewählten Kunden ankommt. Ihre Daten sollen hierfür zentralisiert gesammelt werden, um dann den entsprechenden Content für den ausgesuchten Kanal zu erstellen. Neben der Schaffung von Synergien könnten die Unternehmen auch eine höhere Konversionsrate und eine höhere Loyalität der Kunden erreichen, heißt es weiter bei Mailify.