Im deutschen Online-Markt tauchen neue Namen auf. Aus Ubup wird Momox Fashion, Wildberries zieht es von Russland nach Deutschland. In der Schweiz erreichen die drei größten Lebensmittelanbieter im Online-Verkauf einen Wert von 500 Millionen Schweizer Franken und in Brüssel laufen neue Ermittlungen gegen Google.

///// HANDEL NATIONAL
Ubup verschwindet, Momox Fashion taucht auf
Im Hause Momox erwartet die Kunden ab dem 20. Januar ein Rebranding. Der Re-Commerce-Spezialist Momox unterzieht den Bereich der Second Hand Fashion einer Neuausrichtung, der Online-Shop wird von Ubup in Momox Fashion umbenannt. Der Webauftritt liegt nun hinter der Adresse momoxfashion.com und ist mit einem neuem Logo sowie veränderter Bildsprache und Tonalität versehen. Begleitet wird dieser Schritt von einer Werbekampagne inklusive TV-Spot. Unverändert bleibt das Produktportfolio an Bekleidung, Schuhen und Accessoires, der Ankauf erfolgt über Momox. Die Umbenennung ist Teil einer stärkeren Internationalisierung.

Wildberries kommt nach Deutschland
Der deutsche Online-Markt erhält einen neuen Mitspieler, berichtet t3n. Wildberries, der größte russische Anbieter im E-Commerce mit einem Umsatzvolumen von rund 4,9 Milliarden Euro, geht in Deutschland an den Start. Das Produktportfolio des Online-Kaufhauses, dessen hiesige Zentrale in Berlin sitzt, reicht von Bekleidung über Elektronik, Schuhe und Spielzeug bis hin zu Werkzeugen und Wohnartikeln. Deutschland ist ein weiterer Schritt innerhalb der internationalen und europäischen Expansionsstrategie des russischen Konzerns. Bislang war Wildberries in Polen und der Slowakei vertreten, geplant ist in der Folge der Einstieg in Frankreich, Italien und Spanien. 

Sympatex wird neuer Partner beim E-Bay Upcycling Store
Der Hersteller von Funktionstextilien, Sympatex, kooperiert mit dem Nachhaltigkeitsangebot von E-Bay und Vaude, dem E-Bay Upcycling Store. Die Plattform versteigert an Interessierte für den Eigenbedarf Materialreste aus der Textilproduktion von Vaude und Sympatex. E-Bay und Vaude haben den Online-Marktplatz Anfang 2020 gestartet, die Erlöse fließen an die gemeinnützige Organisation Save the Children e.V.

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///// HANDEL INTERNATIONAL

Der Schweizer Online-Lebensmittelmarkt legt zu
Die großen Anbieter im Online-Lebensmittelhandel in der Schweiz blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Migros, Coop und Farmy haben zusammen die Umsatzgrenze von 500 Millionen Schweizer Franken überschritten. Farmy wuchs online um das Dreifache, Migros und Coop konnten den Umsatz um rund 40% steigern und führten beide im Laufe des Jahres unternehmensintern einige Konsolidierungsschritte durch. Bei Migros, Mutterkonzern der deutschen Supermarktkette Tegut, hat den Online-Umsatzanteil auf einen Wert von mehr als 10% gesteigert. In der Schweiz wird das Umsatzvolumen des gesamten Online-Lebensmittelmarkts auf rund 200 Milliarden Schweizer Franken geschätzt.

Brüssel ermittelt gegen das Anzeigengeschäft von Google
Die EU-Kommission hat Untersuchungen gegen das Anzeigengeschäft und die Datenverarbeitung von Google gestartet, berichtet das Magazin Politico. Noch sei aber offen, ob es zu Anklagen kommen wird. Auf der einen Seite werden Art und Weise der Sammlung, Verarbeitung und kommerzieller Nutzung der Daten untersucht, das zweite Verfahren beschäftigt sich mit dem Ad-Tech-Bereich des Technik-Konzerns. Google liegen zwei Fragebögen aus Brüssel vor, die bis 22. Januar beantwortet werden müssen.

Neue Energielabels starten im März
Am 1. März treten in der EU die neuen Energielabels in Kraft, die beim Angebot von Elektrogeräten angezeigt werden müssen. Zum Start gilt diese neue Vorschrift für elektrische Großgeräte, weitere Produktklassen folgen bis 2024. Ziel der neuen Kategorisierung ist es, die Energieeffizienz der Geräte detaillierter anzuzeigen und den Kunden dadurch die Vergleichbarkeit der Produkte zu erleichtern, heißt es aus Brüssel. Im Online-Handel ist eine Abfragemöglichkeit per Link erforderlich. Die Umstellung auf die neuen Labels muss in den ersten 14 Tagen erfolgen.

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///// TRENDS & TECH

Die Irrwege der Pakete aus dem Online-Verkauf
Die Zustellung der online gekauften Ware hat bei den Kunden in den vergangenen Monaten nicht immer grinsende Gesichter beim Empfang der Ware ausgelöst. Der Branchenverband Bitkom hat nach einer repräsentativen Umfrage unter 1.055 Verbrauchern eine Rangliste der größten Schwierigkeiten erstellt. Unter den fünf schwerwiegendsten Problemen liegt die Verspätung an der Spitze, denn mehr als drei Viertel der Befragten beklagen dies, elf Prozent gar in mehreren Fällen. Für zwei Drittel gehört die Abgabe der Ware beim Nachbarn oder im Paketshop, obwohl der Adressat zu Hause war, zu den größten Ärgernissen. Über unfreundliche Boten beschweren sich 45% der Befragten, bei 38% der Kunden sind die Produkte an Orten wie Balkon, Mülltonne oder Gemüsebeet abgelegt worden. 21% geben an, dass sie die Notizen auf dem Lieferschein nur schwer entziffern konnten.

Werbevolumen im Mobilbereich wuchs in den USA um 26%
Die Pandemie hat in den USA zu einem großen Wachstum im Segment der Werbung auf mobilen Endgeräten gesorgt. Nach einer neuen Untersuchung lag das Wachstum bei 26% und erreichte einen Wert von 240 Milliarden US-Dollar. Begleitet wurde dies durch eine höhere Kaufbereitschaft der Kunden über ihre mobilen Geräte, insgesamt erfolgten Transaktionen in einem Volumen von 143 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20% gegenüber dem Vorjahr.