Was für ein Jahr! Bald ist es zu Ende, und auch das neue verspricht spannend zu werden. Wir gehen jetzt in eine kurze Winterpause, einmal durchatmen, und sind am 4. Januar wieder für Sie da. Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Interesse, das Feedback und die Anregungen. Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund! Ihr Team von etailment.

///// HANDEL NATIONAL
Vier Trends in der Weihnachtswerbung auf Youtube
Für das außergewöhnliche Weihnachtsfest 2020 sind auf der Video-Plattform Youtube vier Trends abzusehen. Unternehmen wie Otto, Ebay oder Paypal setzten in ihren Kampagnen im Besonderen auf Mikromomente, um die Kunden personalisiert anzusprechen, ein beliebtes Mittel dafür sind kürzere Videospots. Traditionelle und klassischen Weihnachtsgefühle werden aber auch in diesem Jahr nicht vergessen, der Wunsch nach Normalität ist bei den Kunden immer noch existent. Ein dritter Weg, der von Unternehmen eingeschlagen wurde, ist der Aufbau von Optimismus für die Zeit nach Corona. Ein Thema ist der Umgang mit dem Social Distancing und der Blick nach vorn mit der wieder möglichen Nähe zu den Mitmenschen. Der vierte Trend, der sich herauskristallisiert hat, ist das Aufzeigen von übergreifenden Themen wie Zusammenhalt und Vielfalt, für die Kunden rund um Weihnachten eher offen sind während des Rest des Jahres.

Die sozialen Medien werden zu Shopping Malls
Ein Einkauf über soziale Medien ist für rund 18% der Deutschen kein unbekanntes Phänomen mehr, lautet das Ergebnis einer neuen Untersuchung von Yougov. Facebook oder Instagram sind für Frauen hierbei attraktiver (22%), bei Männern liegt die Quote bei 14%. Allerdings haben 78% ein Social-Medien-Portal noch nie für einen Einkauf genutzt, für 57% ist dies auch keine Option. Eine höhere Akzeptanz ist bei den jüngeren Nutzern festzustellen, in der Gruppe der 18- bis 24Jährigen waren 30% schon einmal beim Social Shopping, für 33% ist es eine vorstellbare Variante. Auf die sozialen Medien gelockt werden die Kunden bevorzugt durch Rabattaktionen oder Exklusivangebote.

Positive Erwartungen im Weihnachtsgeschäft
Nach einer Studie des Händlerbundes erwartet die Mehrheit der dort befragten rund 200 Händler einen positiven Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden. 63% von ihnen rechnen mit einem Umsatzzuwachs im Vergleich zu den bisherigen elf Monaten, 13% rechnen mit schlechten Zahlen, im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei sieben Prozent. Zur Vorbereitung auf den digitalen Weihnachtshandel spielten volle Lager (62%), weihnachtliches Design (31%) und Anzeigenwerbung (31%) die größte Rolle. Einen eigenen Absatzkanal gewinnt zunehmend an Bedeutung, für 60% ist er der wichtigste Verkaufsweg. Dagegen geht die Bedeutung von Amazon zurück, nur noch 30% sehen hier die Nummer Eins. Neben den auch in Vorjahren beliebten Produkten aus Haus-, Garten- und Freizeitbereich haben in diesem Jahr Zubehör für Homeoffice und Kaffeemaschinen aufgeholt. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Der Mode-Onlinehandel in Großbritannien schießt in die Höhe
Der Handel mit Mode hat in Großbritannien in diesem Jahr je nach Vertriebsweg eine unterschiedliche Entwicklung hinter sich. Seit dem Beginn des zweiten Lockdowns in Großbritannien stiegen die Verkaufszahlen im Onlinehandel im November um 363%. Im regulären Modehandel ging es dagegen um 19% nach unten. In der Woche zwischen 25. November und 2. Dezember, zu der auch der „Black Friday“ gehörte, wuchs der Umsatz im Wochenvergleich um 159 Prozent. 


///// TRENDS & TECH

Im Direktvertrieb mit der Zeit mithalten
Ein stärkeres Eingehen auf die Wünsche der Kunden nach nahtlosem und schnellem Einkaufen und Lieferung der Waren im kommenden Jahr sieht Callum Campbell als Grundlage für erfolgreichen Handel. Der CEO von Linnworks, einem Unternehmen für die Automatisierung von Ecommerce, erwartet, dass die Zahl der Kunden, die bei Direktanbietern kaufen, in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Die Markenhersteller hätten die Wirtschaftlichkeit des Direktvertriebs erkannt, denn er biete eine höhere Marge und eine bessere Kontrolle über das Verhältnis zwischen Produzent und Kunden. Er ist überzeugt, dass das Wachstum von Shopping-Kanälen und Dienstleistern des Liefersektors die Hersteller 2021 wieder zum Direktvertrieb als Schwerpunkt ihres Geschäfts zurückkehren werden. Dringend erforderlich ist es für Campbell auch, dass die Unternehmen den Kunden jederzeit und wo auch immer sie sich befinden in Mikromomente zur Verfügung stehen und ihnen dabei ein nahtloses Verkaufserlebnis bieten. Wesentlich sei dafür ein Ausbau und eine schnelle Anpassung ihres Social-Media-Angebots, um mit ihrem Social Commerce zeitgerecht zu bleiben. Dazu gehören für ihn schnellere Zahlungsmöglichkeiten und die Kommunikation nach dem Einkauf.

Wie sich Store-Formate wandeln müssen
Handel ist Wandel - das gilt nicht erst seit die disruptiven Kräfte des Internets eingesetzt haben - aber seitdem umso mehr. Um die Konsumenten in die Innenstädte zu locken, entwickeln Händler und Hersteller kleine Läden mit ausgefallenen Konzepten. Die letzte Folge unserer Reihe HandelsMonitor Mega-Trends 2030+ beleuchtet die wichtigsten Store-Formate der Zukunft.

Kontaktloses Zahlen weiter auf dem Vormarsch
Im kommenden Jahr ist ein Wechsel der Zahlungswege zu erwarten. Einen starken Zuwachs werde es für das kontaktlose Bezahlen geben, lautet die Prognose, nicht zuletzt durch die Pandemie hat dies bei Verkäufern und Käufern stark an Akzeptanz gewonnen. Der Trend werde sich dahin bewegen, dass auch niedrige Beträge häufiger per Karte oder mit dem Handy bezahlt werden. Die digitale Karte im Mobiltelefon wird inzwischen von rund einem Viertel der Smartphone-Nutzer eingesetzt, so das Ergebnis einer Studie von Euro Kartensysteme. In Europa ist 2021 der Start des Click-to-Pay geplant. Hierbei wird beim Einkauf auf das Logo der jeweiligen Karte geklickt, bei der Transaktion erfolgt der Zugriff auf die hinterlegten Daten. Als weiterer Trend wird eine verstärkte Nutzung von biometrischen Daten eine nachlassende Bedeutung von PIN und Passwort erwartet.