Digitale Transformation, die hat sich jeder auf die Agenda geschrieben. Wir haben Handelsmanager und Branchenexperten nach ihrer Losung für die Transformation in 2020 gefragt. Erkennbar wird, wie vielfältig die digitale Transformation sein kann.

Sven Wissebach, Gründer, store2be

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„Die Umsätze auf der Fläche brechen ein. Viele stationäre Händler kämpfen ums Überleben oder sind bereits verschwunden. Der stationäre Handel ist aber noch nicht tot, sofern er sich nicht bloß als Point of Sale sieht, sondern seine Fläche im heutigen digitalen Zeitalter als Marketing Kanal vermarktet.“

Dominique Locher, E-Food Pionier und Unternehmer

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"Aus dem POS für Point of Sale wird ein Process of Sale – die Übergänge zwischen Information, Selektion und Kaufentscheid verschwimmen. Produktgestaltung, Preise und Öffnungszeiten sind nicht mehr gegeben.
Im globalen, transparenten und temporeichen Marktumfeld entscheiden die Kunden eigenständig über Kanäle und Prozesse vom Rohstoff bis zur Auslieferung. Kleinere Produzenten profitieren von diesen Entwicklungen. Geschickt nutzen sie die Chancen der effektiven Direkt- und Online-Vermarktung und die dabei sinkenden Transaktionskosten. Individuell gewinnen sie durch ihre Beweglichkeit und den Sympathie-Bonus im Markt. Gemeinsam bilden sie – nennen wir es «Piranha-Effekt» - ein Gefahrenpotenziell für große Marken und Player
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Gleichzeitig spielen die gestiegenen Ansprüche der Generationen Y und Z: Individuell und personalisierte Produkte und Dienstleistungen, ethisch korrekt und nachhaltig produziert und vertrieben, gesund und doch hoch-convenient in der Anwendung. Dem Home-Cooking folgt das No-Cooking. Jedes gelieferte Restaurant-Menu, jede Zutatenbox aus dem Onlineshop nimmt einige Produkte und Umsatzprozente aus den Warenkörben der Supermärkte.“

Thomas Schuffenhauer, Director New Business, Henkel

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„Um auch zukünftig relevant zu bleiben, müssen FMCG-Marken weitaus mehr als Produkte sein.“ 

Karl Stefan Preuß, Geschäftsführender Gesellschafter, WEZ Karl Preuß und stv. Aufsichtsratschef der Edeka Zentrale

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„Transformation als neue unternehmerische Aufgabe zu verstehen, ist ebenso sinnvoll, wie es in der Biologie die Vorstellung wäre, die Evolution als irgendwann abgeschlossen zu betrachten. Transformation ist eine ökonomische Immanenz und daher seit der Entstehung der gesellschaftlichen Ordnung von Arbeitsteilung und Wettbewerb eine unternehmerische Pflichtübung“.

Britta Beste, Bereichsleiterin Personal/Personalentwicklung/FH Akademie, Das Futterhaus

© Das Futterhaus
"Unser persönliches kognitives System ist auf Stabilität und Sicherheit/Vertrauen ausgelegt, um im privaten Umfeld und am Arbeitsplatz das bestmögliche Ergebnis, die bestmögliche Leistung, unter Ausschöpfung der uns zur Verfügung stehenden Kreativität, Produktivität und Effektivität, zu erzielen. Wir können diese Mechanismen nicht abstellen, wir können sie aber begreifbar machen, dadurch erkennen und zum Positiven lenken. Die Verantwortung für diese Lenkung zum Positiven kann dann nur bei dem Einzelnen liegen und sollte auch vertrauensvoll hierhin übertragen werden.
Wir müssen die Mitarbeitenden zur Eigenverantwortung für Ihre Stimmung und damit zur Mitverantwortung für die Stimmung des gesamten Unternehmens führen."

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