Weihnachten zeigt es gerade wie in einem Brennglas: In Amazon Logistics spiegelt sich die ursprüngliche DNA von Amazon wider.

Zum Thema Amazon Logistics hatte ich mich einst hart geirrt. Also so richtig. Hätte ich nie gedacht, dass Amazon selbst Pakete wuppt und 2013 voll dagegen argumentiert.

6 Jahre später: Amazon ist sein größter Transportdienstleister.

Amazon überrascht eben immer wieder. In jeder Hinsicht. Ist es schon Value? Oder noch Growth? Oder beides? Regression der Mitte als Chance? Oder als Story auserzählt? Überanalysiert? Oder immer noch Disruptor? Oder Peak Amazon?

"Die Amazon-Zeitfenster waren noch vor wenigen Jahren undenkbar."

Amazon Logistik liefert vielleicht eine Antwort: Wenn ich hier in Dortmund auf den Knopf drücke, kann ich noch bis mindestens 23.12. bestellen, damit es rechtzeitig kommt. Und ich werde auch noch am 24.12. mal schauen, ob noch was geht.

Das sind Zeitfenster, die waren noch vor wenigen Jahren undenkbar. Das ist ein „Früher musste man da noch in die Stadt hetzen, oder aber an der Tanke Not-Geschenke“ picken.

Weihnachten ist das Brennglas

Der gesamte Online-Retail-Sektor lebt und arbeitet auf den 24.12. hin. Weihnachten ist das Brennglas. Und Sinn und Zweck allen Handels und Strebens muss es sein, der letzte zu sein, bei dem man dann noch rechtzeitig bestellen kann, wenn alle anderen schon einpacken müssen. Und wenn dich jemand dabei überholt, nochmal draufzulegen, bist Du wieder der letzte bist. Der der erste ist.

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Nicht wegen Marge, nicht wegen der letzten Umsätze, nicht für die Quote. Verdammt nein, das kostet eher: Das verbrennt massig Geld, ohne Ende.

Aber es ist das stärkste Signal, das man Kunden (und Wettbewerb) überhaupt zeigen kann. Weil es sich selbst offenbart, über das Datum. The final destination.
Weil jeder, der irgendwo Geschenke kauft, egal ob zeitig, oder noch auf den letzten Drücker, es sehen kann: die Leistung, der Kundennutzen, der sich unmittelbar erschließt:

„Ich kann liefern, wenn alle anderen es nicht mehr können! Und mit alle, meine ich jeden!“

Das zahlt sich bei den Bestellungen kurz vor Weihnachten selbst nicht aus.

Aber es prägt die Kundenbindung im Unterbewusstsein des Verbrauchers auf eine Art und Weise, die sich in den 51 anderen Wochen des Jahres auszahlen wird.

Der maximale Kundennutzen unter hohen Aufwendungen, der sich an anderer Stelle auszahlen wird.
Das ist seit jeher Leitbild und Kern des Modells Amazon. Und an Weihnachten ist es für jedermann greifbar und erlebbar.

Dieses Denken hat Amazon zu einem Weltkonzern und die Aktie zu einem Multibagger gemacht. Und auch wenn der Konzern vielschichtig und komplex geworden ist, Company und Aktie über die Jahre immer aufwendiger in der Analyse geworden sind:

Right here, right now, mit einem einzigen Klick ist alles ganz einfach, verdichtet sich und zeigt an Kriterien, die für jeden Menschen eindeutig sind, egal wo, egal welche Kultur, Sprache, die keine Interpretation, keine Meinung, kein Eindenken und Abwägen, keinen Aufwand bringen. Sondern die sich selbst offenbaren: Datum und Uhrzeit.

Das ist flüssiger Kundennutzen, intravenös verabreicht, der direkt in durch die Blut/Hirn-Schranke geht.

Vielleicht blähen manche Geschäftsbereiche auf, vielleicht scheitert manches. Aber die DNA von Amazon ist immer noch sichtbar.


 Arbeiter im Amazon-Logistikzentrum Winsen
© Amazon
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Das ist nicht weniger als die bestmögliche Art und Weise, Business zu denken. Einwandfrei, im wörtlichen Sinn. Es kann kein Gegenargument geben.

Und die einzige Option, der einzige Weg, dagegen zu arbeiten, ist, um seinem Wunsch herum, dass dem nicht so sein möge, eine falsche Argumentation aufzubauen, die in sich schlüssig erscheint, aber letztlich Framing ist.

So wie mir das im Jahr 2013 passiert ist.

Der Beitrag erschien zu erst in der Facebook-Gruppe "Börsengruppe für High Growth Aktien und Tenbagger"

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