Zu Google? Zu Porsche?  Nein, lieber zu Amazon oder Zalando. E-Commerce zieht Mitarbeiter und Jobsuchende mehr an als andere respektable Branchen. Das zeigt eine neue Studie.

Die Plattform Glassdoor, ebenso wie der Rivale Kununu, ist so etwas wie ein Resonanzkörper für die Beliebtheit von Arbeitgebern. Denn hier können die Unternehmen von ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern bewertet werden. Das funktioniert ähnlich wie Produktrezensionen. Samt Sternchen. Auch Gehaltsangaben sind möglich. Ebenso Bewertungen von Vorstellungsgesprächen. Alles anonym natürlich.

Mein Tipp, schauen Sie mal bei Glassdoor oder Kununu wie ihr Unternehmen abschneidet und was Mitarbeiter und Bewerber so schreiben.
 
Reichweitenstarke Plattformen wie diese, die die Millionen Bewertungen mit Stellenanzeigen kombinieren, sind für Arbeitgeber und Jobsuchende längst extrem wichtig. Gerade im "War for Talents" um Fachkräfte. 
Die Klickzahlen auf die dortigen Stellenanzeigen der Unternehmen sind also auch ein Gradmesser für die Beleibtheit von Unternehmen.

Analyse von Glassdoor von Klicks auf Stellenanzeigen

Eine Jahresauswertung von Glassdoor zeigt nun, dass in Deutschland Amazon die meisten Zugriffe auf ausgeschriebene Stellen erhält. Dahinter folgt auf Platz 2 Zalando. Damit wären Amazon und Zalando das beliebteste Ziel von Jobsuchenden in Deutschland.

Auffallend auch: Vier der ersten fünf Plätze gehen an Digitalunternehmen.

Hier sind die Top 15:

1. Amazon (E-Commerce)
2. Zalando (E-Commerce)
3. Siemens (Industrie/Technologie)
4. SAP (Software)
5. Google (Software)
6. Deutsche Bahn (Logistik)
7. Continental (Industrie/Technologie)
8. Airbus (Flug- und Raumfahrt)
9. PwC (Wirtschaftsprüfung)
10. Robert Bosch (Industrie/Technologie)
11. Bayer (Pharma)
12. Ferchau (Personaldienstleistungen)
13. Porsche (Autoindustrie)
14. N26 (Finanzen)
15. IBM (Hardware)


Sicherlich: Ein repräsentatives Ranking ist das nicht. Mitentscheidend für das gute Abschneiden ist schließlich auch die Vielzahl an offenen Stellen, die ausgeschrieben werden. Suche und Klickverhalten sind aber ein wertvolles Stimmungsbarometer. Ebenso wie die Bewertungen auf den Plattformen. Wer sich da mit einem unterdurchschnittlichem Ergebnis wiederfindet, darf sich durchaus Sorgen machen, ob er im Wettbewerb um Mitarbeiter noch attraktiv ist. Woran es hapert, das könnte man dann in den Bewertungen nachlesen.

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