Amazon macht inzwischen vermutlich mehr als die Hälfte aller E-Commerce-Umsätze aus. Der Online-Riese ist die wichtigste Produktsuchmaschine der Kunden. Und eine gewaltige Werbeplattplattform. Diese Macht spielt Amazon aus. Auch zum eigenen Vorteil. Nicht immer zum Vorteil der Kunden.

Amazon ist kaputt. Werbebanner, gesponserte Produkte, Eigenmarken. Wer die Produktsuche bei Amazon nutzt, der fühlt sich beim Blick auf die Ergebnisseite immer öfter, als hätte er einen Handzettel aus dem Zeitalter der Schweinebauchanzeigen bestellt.
Statt klassischer Sucherergebnisse gibt es nämlich zunächst Werbeflächen, bezahlte Empfehlungen und prominent platzierte Hinweise auf passende Eigenmarken. 

Das kann man machen. Aber entspricht das auch dem Mythos vom kundenfreundlichsten Unternehmen der Welt?

Hersteller und Händler sollte vor allem die immer aggressivere Darbietung der Eigenmarken erschrecken. Als Schlüsselkomponente für eine bessere Kundenbindung, für mehr Marge, für niedrige Preise und damit eine höhere Attraktivität beim Verbraucher, stärken sie vor allem die Plattform und könnten sich, siehe Batteriesegment, zum First Choice der Kunden entwickeln.

Angriff auf Handel und Hersteller mit Ansage

Es ist ein Angriff mit Ansage. Denn Amazon hat sich bereits eine gewaltige Basis an Eigenmarken geschaffen. Darunter Alltagsprodukte, aber auch zunehmend Artikel und Label im Lifestyle-Segment.

Wenn man nun sieht, wie Amazon Marken und Produkte präsentiert, die es fördern möchte, kann man sich ausmalen, welche Macht es mit Alexa als Gatekeeper im Voice Commerce ausüben kann.

Unsere Bildergalerie zeigt Beispiele, wie sehr Amazon zum Handzettel verkommt:

Marketing: Amazon verkommt zum Handzettel



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