Die Generation Z gilt als Blaupause für die kommenden Generationen von Konsumenten. Dementsprechend intensiv beschäftigen sich Marktforscher aktuell mit den jetzt 18- bis 24-Jährigen. In einer Studie hat nun auch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC der Generation Z auf den Zahn gefühlt und deren Konsum- und Mediennutzungsverhalten untersucht. 

Die Ergebnisse der Studie in a Nutshell: Die Generation Z ist hochgradig technik- und online-affin, aufgeschlossen gegenüber Neuem, aber auch kritisch und sehr umwelt- und gesundheitsbewusst. Dabei sind die 18- bis 24-Jährigen generell sehr konsumfreudig und gehen gerne und oft auch im stationären Einzelhandel einkaufen - sogar häufiger als jede andere Altersgruppe. Besonders wichtig ist den jungen Konsumenten dabei eine schnelle und einfache Orientierung im Geschäft (37 Prozent), einfache und schnelle Bezahlmethoden und kostenloses sowie einfach zugängliches WLAN (jeweils 31 Prozent). 

Wenig überraschend erreicht man die Generation Z werblich am besten über soziale Medien. Knapp jeder dritte Befragte (31 Prozent) gab an, schon einmal ein Produkt wegen einer guten Bewertung im Internet gekauft zu haben oder durch soziale Medien zum Kauf inspiriert worden zu sein. Nicht nur in dieser Hinsicht unterscheidet sich die Generation Z stark von den über 35-Jährigen, die soziale Medien vor allem dafür nutzen, um mit Freunden und der Familie in Kontakt zu bleiben und die der Werbung in klassischen Medien den größten Einfluss auf ihr Konsumverhalten zuschreiben. 

"Herkömmliche Werbung reicht nicht aus, um die Generation Z von einem Produkt zu überzeugen. Die Marketingstrategien der Händler müssen sich stattdessen auf Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Instagram konzentrieren, die im Leben der 18- bis 24-Jährigen eine zentrale Rolle spielen", erklärt Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland. "Die jungen Menschen entscheiden innerhalb von wenigen Sekunden, ob Inhalte für sie relevant sind. Entsprechend kurz und präzise muss der Content sein." 

Herkömmliche Werbung reicht nicht aus, um die Generation Z von einem Produkt zu überzeugen.

Christian Wulff
Auch um sich zu informieren setzen die Vertreter der GenZ vor allem auf digitale Medien wie Websites, Podcasts oder Blogs (36 Prozent) und soziale Medien (32 Prozent). Nur knapp jeder Vierte (24 Prozent) nutzt dafür traditionelle Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen. 

Ein anderes Merkmal der Generation Z ist ihr großes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gesundheit. Fast zwei Drittel (62 Prozent) sind bereit, für regionale Produkte höhere Preise zu bezahlen, jeder Zweite (52 Prozent) für Bioprodukte. Immerhin noch fast jeder Zweite (47 Prozent) würde für nachhaltig verpackte Produkte tiefer in die Tasche greifen. 37 Prozent versuchen Plastik zu vermeiden, 35 Prozent kauft gezielt Produkte mit möglichst wenig Verpackungsmaterial. 

Außerdem sind die 18- bis 24-Jährigen sehr gesundheitsbewusst. 44 Prozent nutzen Fitness- oder Gesundheits-Apps, um ihr Schlaf- oder Essverhalten zu analysieren. "Die Generation Z legt Wert auf eine gesunde Lebensweise und kann sich ein Leben ohne Smartphone nicht vorstellen. Die jungen Menschen haben hohe Erwartungen:  Produkte und Dienstleistungen sollen schnell, intuitiv, unterhaltsam und nachhaltig sein", fasst PwC-Manager Wulff die Ergebnisse der Studie zusammen.

Für die "PwC Europe Consumer Insights Series" wurden rund 10.000 Verbraucher in Europa befragt, darunter rund 2.000 junge Menschen aus der Generation Z im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. dh



Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.net.