Wer mit Influencern zusammen arbeitet, erwartet Aufmerksamkeit und Reichweite. Doch anders als in anderen Marketing-Kanälen ist es bisher schwierig, den Erfolg der Kooperationen zu messen. Hi!share.that aus Berlin hat eine technische Lösung entwickelt, um Performance-Marketing ins Influencer-Marketing zu bringen.

Hi!share.that sitzt Unter den Linden in Berlin, zwischen Komischer Oper und Kulturkaufhaus, zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz – also mitten in der Mitte. Das passt gut zum Unternehmensziel: „Deutschlands erstes Influencer-Tech-Unternehmen“ (so die Website) hat es sich zur Aufgabe gemacht, als eine Art technischer Mittler zwischen Influencern und Marken zu fungieren und die Technik bereitzustellen, mit der sich die Wirkung von Influencer-Marketing datengestützt messen lässt.

Denn Werbetreibende, die mit Influencern kooperieren, wüssten nicht immer so genau, wie den Erfolg dieser Arbeit zu messen wäre, sagt Mitgründerin Silvia Lange im Fragebogen von Etailment.de. Hi!share.that verspricht Full-Service-Management für Kampagnen, einschließlich der Auswahl der Influencer und der Kommunikation mit ihnen, der Briefings und des gesamten Prozesses.
Die Influencer-Influencer, wenn man so will: Silvia Lange und Tivadar Szegeny, die beiden Founder und CEOs von Hi!share.that.
© Medialabel Network
Die Influencer-Influencer, wenn man so will: Silvia Lange und Tivadar Szegeny, die beiden Founder und CEOs von Hi!share.that.
„Auf fortlaufend optimierten Dashboards werden Konsumverhalten, demografische Merkmale, Interessen, Reichweiten und vieles mehr übersichtlich dargestellt“, heißt es auf der Unternehmens-Website. Jede Aktivität lasse sich vorausschauend planen und optimieren. Das Dashboard liefere „einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse der Kampagnen sowie der Einnahmen und Ausgaben“. Die Daten würden im Minutentakt aktualisiert. Dazu kommen automatisierte Abrechnungs- und Zahlungsmodelle.

„Wir sind davon überzeugt, dass skalierbares, smartes, performance-basiertes Influencer-Marketing heutzutage nur gemeinsam und mit Transparenz zu erreichen ist“, sagen die Founder und Geschäftsführer Silvia Lange und Tivadar Szegeny. Silvia Lange stellt Hi!share.that im Etailment-Kurzinterview vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
IHeutzutage gibt es eine Vielzahl an interaktiven, digitalen Plattformen für sozialen Austausch, über die Menschen ihr Leben in Form von Videos und Bildern mit anderen teilen. Dadurch erreichen manche Nutzer eine hohe Aufmerksamkeit und Reichweite – was auch das Ziel von Werbung ist. Also nutzen Marken die Aufmerksamkeit, die diese so genannten Influencer erreichen, für die Platzierung eigener Produkte. Da dieser Trend aber immer noch relativ neu ist und sich auch ständig weiterentwickelt, weiß man als Werbetreibender leider nicht immer so genau, wie man den Erfolg der eigenen Aktivitäten in diesem Bereich messen soll. Damit das Ganze transparenter wird, hat es sich Hi!share.that zur Aufgabe gemacht, die Kooperationen zwischen Markenunternehmen und Influencern mit einer technischen Lösung für bessere Datenanalyse auszuwerten. Die tatsächlichen Ergebnisse der Zusammenarbeit werden so für beide Seiten transparent und messbar.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Wie bringt man Performance-Marketing ins Influencer-Marketing? Mit der digitalen Plattform von Hi!share.that! Unsere technische Lösung ermittelt verlässliche Kennzahlen, die sowohl Marken als auch Influencern bei Kollaborationen Transparenz für messbaren Werbeerfolg liefern.

Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir haben seit unserem Start vor vier Jahren zahlreiche große und kleine Unternehmen gewonnen. So setzen zum Beispiel Hellofresh, KaufDA, Idealo, Outlet City und Rewe auf unsere digitale Lösung und unser Team von mehr als 40 Influencer-Marketing-Experten.
Hi!share.that bietet Influencern den Kontakt zu Marken (Screenshot der Website).
© Medialabel Network
Hi!share.that bietet Influencern den Kontakt zu Marken (Screenshot der Website).
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Wir sind recht breit aufgestellt, was unseren Kundenstamm angeht, und freuen uns, eine Vielfalt an Kampagnen für verschiedenste Händler und Marken umsetzen zu können. Das macht unsere Arbeit sehr abwechslungsreich und spannend. Eine Zusammenarbeit, die wir neben dem Einzelhandel interessant fänden, wäre die mit Ministerien im Bereich Kultur oder Bildung. Auch hier sehen wir großes Potenzial im Influencer-Marketing, wobei ein edukativer Ansatz eine bedeutende Rolle spielen kann.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Bereits bei unserer ersten gemeinsamen Gründung – der Marketingagentur Medialabel – war meinem Mitgründer Tivadar Szegeny und mir schnell klar, dass es klare Spielregeln braucht, um aus dem Potenzial von Influencer-Marketing einen messbar erfolgreichen Marketing-Kanal zu machen. Als Antwort darauf haben wir dann 2018 Hi!share.that gegründet.

Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Die 7 – denn so viele Jahre sind wir mit unserer Technologie und unseren Dienstleistungen bereits am Markt. Die unternehmerische Selbstständigkeit ist eine fortwährende Herausforderung, weshalb wir stolz sind, dass wir es als junges Start-up geschafft haben, trotz aller Gegenwinde zu bestehen, schwierige Zeiten zu meistern und weiterzuwachsen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Hi!share.that – die State-of-the-Art-Technologie, die das Influencer Marketing revolutioniert und neu definiert hat.


Start-ups ohne Buzzwords
Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter ulrike.sanz@dfv.de.

Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-startups.de

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