Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser! Die Insolvenz des Wohndeko-Händlers Butlers, immerhin digital streckenweise vorbildlich und mutig, dürfte nun manch einer wieder als Beweis sehen, dass Omnichannel eben doch keine Rettung verspricht. Was dabei dann gerne übersehen wird: Der Untergang des Handels ist in der Regel eher eine Folge von Managementfehlern und verfehlter Sortimentspolitik. Es ist immer zuerst das Produkt, das nicht gekauft wird.

Butlers insolvent:

Der Wohndeko-Händler Butlers meldet Insolvenz an. Im Zuge eines Insolvenzplanverfahrens soll das Unternehmen nun saniert und neu aufgestellt werden. Butlers kämpfte zuletzt mit sinkenden Erlösen. Die Verluste im stationären Geschäft konnten online nicht aufgefangen werden. Butlers setzte zuletzt rund 100 Millionen Euro um.

Rocket Internet investiert in Drogerie-Discounter:

Rocket Internet investiert über seinen Investmentarm Global Founders Capita in die Online-Drogerie Discandooo. Weitere Investoren sind laut Deutsche Startups Kima Ventures, Discovery Ventures, Starstrike Ventures und Calvalry Ventures und Business Angels. Das Start-up will mit Billig-Angeboten dm und Rossmann das Fürchten lehren.

Büromarkt Böttcher macht einen großen Sprung:

Büromarkt Böttcher, Online-Reseller von Bürobedarf, brachte es 2016 auf ein Wachstum von 54 Prozent und einem Umsatz von 216 Millionen Euro. Bueromarkt-ag.de erreichte zudem 672.000 neue Kunden, berichtet die b2becommerceworld. Die Welt der B2B-Marktplätze beleuchtet etailment im aktuellen Beitrag "Hier machen B2B-Plattformen Druck".

Amazon-Sortiment wächst gewaltig:

Uneinholbare Auswahl. Laut Marketplace Analytics hat sich das Sortiment von Amazon in Deutschland seit 2014 auf 280 Millionen Produkte mehr als verdoppelt. Die Top-3-Kategorien sind Elektronik & Foto, Bücher sowie Küche & Haushalt.

INTERNATIONAL

Walmart kontert Amazon Prime:

Kostenlose Lieferung binnen 48 Stunden bei einer Bestellung ab 35 Dollar. Mit diesem Angebot versucht Walmart in den USA ein Gegenwicht zu Amazon Prime aufzubauen, meldet ReCode. Walmart hatte es zunächst mit einem "Shipping Pass" für 49 Dollar Mitgliedsgebühr versucht.

Starbucks hört auf Amazon Alexa:

Seinen Kaffee bei Starbucks kann man in den USA jetzt auch über Amazons digitalen Sprachassistenten Alexa per IPhone-App und per Amazon Echo bestellen, weiß Techchrunch. Das System soll auch mit teils komplexen Bestellungen bei Starbucks klar kommen - und den Namen auf dem Becher korrekt schreiben.

Amazon-Roboter soll Pakete packen:

Kaum eine Woche vergeht ohne ein neues Patent von Amazon. Diesmal geht es um einen Roboter, der automatisiert Pakete packen soll, weiß NBC. Das bereits 2014 beantragte Patent wurde jetzt abgesegnet.

24 Millionen Dollar für Blumen-Lieferdienst:

Der US-Blumen-Lieferdienst "The Bouqs" hat in einer Finanzierungsrunde 24 Millionen Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören Partech Ventures, NextEquity Partners, Reimagined Ventures, Azure Capital Partners, KEC Ventures, Quest Venture Partners und Robert Herjavec von "Shark Tank", der US-Variante von "Höhle der Löwen". Techchrunch glaubt, dass das Startup an der globalen Expansion arbeitet.

TRENDS & FAKTEN

Snapchat vor Börsengang:

Snap, das Unternehmen hinter Snapchat, will laut ReCode noch in dieser Woche den Antrag für den Börsengang einreichen. Mit dem IPO will das Unternehmen, das mehr und mehr unter Druck von Facebook und Instagram gerät, auf eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar kommen.

Silicon Valley formiert sich gegen Donald Trump:

Angesichts der verschärften Einreiseverbote in den USA stellt sich das Silicon Valley nahezu geschlossen gegen den US-Präsidenten Donald Trump und unterstützt die Proteste. t3n bietet einen Überblick über die Reaktionen.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Für den Einkäufer eines Unternehmens ist die Beschaffung über eine zentrale Plattform praktisch. Für Händler sind B2B-Marktplätze und Verzeichnisse  ein guter Weg, neue Märkte und Möglichkeiten zu erschließen: Hier machen B2B-Plattformen Druck