Liebe Leserin, lieber Leser, "haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß". Diese wunderbare Weisheit aus der Welt des Fußballs wird nicht nur Andreas Brehme zugeschrieben. Sie passt auch auf die Situation von Paydirekt. Nicht nur, dass die Nutzer den Dienst nicht wirklich goutieren und mit Apple Pay der nächste Anbieter in den (angeblichen) Startlöchern steht. Nun droht neues Ungemach – diesmal von den Datenschutzbehörden. Was noch wichtig ist, lesen Sie nach dem Klick.

Datenschützer sehen "Komfortregistrierung" für Paydirekt kritisch:

Um die Nutzerzahlen für ihren Bezahldienst zu erhöhen, haben sich die Sparkassen dazu entschieden, eine ZwangsKomfortregistrierung einzuführen. Wer nicht widerspricht, wird Mitglied bei Paydirekt. Das Vorgehen empfinden nun einige Datenschutzbehörden offenbar als diskutabel. Beim Landesdatenschutzbeauftragten in Thüringen findet man das Eröffnen der Mitgliedschaft durch eine einfache Änderung der eigenen AGB zumindest als sehr zweifelhaft und will sich das Verfahren, wie auch die Behörde in Hessen, jetzt von den Sparkassen einmal genauer erklären lassen.

Aldi macht jetzt auch in Videospielen:

Ab heute bietet Aldi in seinem Online-Angebot auch Videospiele. Verkauft werden Games für alle aktuellen Spieleplattformen. Nach E-Books und Musikstreaming kann die Kundschaft nun also auch den Bedarf an Spielen online decken. Nur das, was man beim Discounter wohl eher erwartet, gibt es online nicht. Zumindest nicht in Deutschland. Lebensmittel versendet Aldi testweise nur in den USA.

Hermes baut sein größtes Logistik-Center:

Bis zu 1,5 Millionen Pakete am Tag soll der neue Super-Hub von Hermes bewältigen. Das größte Logistikzentrum der Unternehmensgeschichte entsteht in der Stadt Rugby in Mittelengland. Rund 34 Mio Euro investiert das Unternehmen in den Bau, der mit 140.000m² Außen- und 25.000m² Innenfläche auch das aktuell größte Paketzentrum seiner Art in Großbritannien sein soll. Damit reagiert Hermes auf den anhaltenden Boom im britischen Onlinehandel.

Neustart als Marktplatz bei Real.de geglückt:

Im Frühjahr wurden das Portal Real.de mit dem Marktplatz Hitmeister.de verschmolzen. Lohnen sollte sich das für beide Seiten. Real wollte damit online ein größeres Sortiment präsentieren, die Händler auf Hitmeister von der größeren Reichweite profitieren. Gut drei Monate nach der Fusion liegen nun erste Ergebnisse vor. Demnach konnten 81 Prozent der Händler ihren Umsatz teilweise signifikant steigern.

S.Oliver muss Abgang im Management vermelden:

Susanne Schwenger, als Managing Director verantwortlich für Produkt und Marketing, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Das Unternehmen bedauert den Schritt, schließlich habe Schwenger seit ihrem Eintritt wichtige Maßnahmen eingeleitet, die weiter vorangetrieben werden sollen. Sie kam im September 2015 von Marc O’Polo zu S. Oliver. Dort hat sie gut 13 Jahre als Kreativchefin die DOB-Linie verantwortet. Sie möchte nach eigenen Angaben wieder stärker und direkter am Produkt selbst arbeiten.

INTERNATIONAL

Migros-App erkennt Produkte:

Das Schweizer Unternehmen Migros hat seine App deutlich aufgewertet. Diese führt nun beim Scannen von Produkten im Markt Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen. Darüber kann der Kunde sich nicht nur Informationen zu Inhaltsstoffen oder auch Herkunft ansehen, sondern auch Produktbewertungen abfragen. Auch Rezeptvorschläge sind abrufbar. Die App basiert auf Bilderkennung. Rund 10.000 Produkte sind per Referenzbildern hinterlegt.

QVC experimentiert mit AR:

Das Shopping-TV-Netzwerk kooperiert mit YouCam Makeup, um den Zusehern die erste per Augmented Reality ergänzte Verkaufsshow anzubieten. Mit der Smartphone-App können die Kunden sich von der Wirkung der beworbenen Kosmetik-Linie Laura Geller vor der Bestellung überzeugen.

Google will Home kleiner machen:

Gerüchteweise arbeitet Google daran, seinen smarten Lautsprecher Home, der ja seit einigen Tagen nun auch in Deutschland erhältlich ist, zu verkleinern. Ziel ist es dabei, eine Alternative zu Echo Dot, der kleineren Ausgabe von Amazons erfolgreichem Echo, anbieten zu können. Details zum möglichen Funktionsumfang sind aber noch nicht bekannt.

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A.T.U nutzt Spryker für seine Digitalisierung:

ATU will zukünftig noch stärker auf die Vernetzung von on- und offline setzen. Große Teile der IT des Milliardenkonzerns sind mittlerweile jedoch fast 30 Jahre alt – um hier innerhalb kurzer Entwicklungszeit zukünftig neue Customer Interfaces zu schaffen und zügig MVPs zu lauchen um  sich den Herausforderungen der digitalen Transformation zu stellen, hat sich das Unternehmen für den Einsatz des Commerce Operating Systems Spryker entschieden. Wie das genau aussehen wird, erklärt der Head of Online Systems Adrian Runte auf der dmexco im Spryker Commerce Cube. Jetzt für einen Termin anmelden und diesen sowie weitere spannende Cases erleben. 

TRENDS & FAKTEN


Zahl des Tages:

Bis zum Jahr 2023 soll der Markt für Automatisierungslösungen (z.B. Roboter für die Inventur) im Handel 18,9 Mrd. US-Dollar schwer sein. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von 10,9 Prozent. Einer der größten Treiber des Wachstums wird in Asien sein.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Vor einigen Tagen veröffentlichte das Magazin Quartz eine Liste von Amazon-Marken, gerade im Bereich Fashion. Für den deutschen Markt sind sie aber noch bedeutungslos. Das könnte sich ändern. Warum das so ist, zeigt ein genauer Blick auf die Eigenmarkenstrategie von Amazon. So drückt Amazon seine Eigenmarken in den Markt