Morning Briefing

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Lagermitarbeiter hält beim Verpacken inne – Sinnbild für Moratorium der Verpackungsverordnung
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BEVH fordert ein Moratorium der Verpackungsverordnung

Kurz vor Inkrafttreten der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) am 12. August fordert der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland in einer Pressemitteilung ein Moratorium. Nach einem Jahr Vorbereitung wären zwar unlängst FAQs zum Erzeugerbegriff veröffentlicht worden, die die Online-Händler aus der Verantwortung nähmen, doch dieser Richtungswechsel schaffe neue Rechtsunsicherheit und schüre erneut den Konflikt zwischen Händlern und Verpackungsproduzenten.

Thomas Rehm07.08.262 Min.
Verkäuferin verpackt handgefertigte Produkte in hellem Studio als Symbol für Etsys Marktplatzwachstum
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Etsy streicht 220 Stellen und hebt die Prognose an

Etsy entlässt rund 220 Beschäftigte, etwa zwölf Prozent der Belegschaft, berichtet Cnbc.com. Der Schritt diene nicht dem Sparen, sondern einer schlankeren Struktur und sei nicht durch KI verursacht. Betroffen seien vor allem Produkt- und Entwicklungsteams. Trotz eines Nettoverlusts von 46,65 Mio. Dollar, belastet durch den Depop-Verkauf an Ebay, sei der Kernmarktplatz um 9,3 Prozent gewachsen. Etsy hebe die Jahresprognose an und erwarte nun Wachstum im mittleren einstelligen Bereich statt zuvor im niedrigen einstelligen.

Björn Böer07.08.263 Min.
Arbeiter beladen nachts ein Frachtflugzeug mit Paketen, LKWs warten auf dem Rollfeld
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Cainiao verspricht Paketzustellung in drei Tagen

Die Alibaba-Tochter Cainiao startet den Cross-Border-Dienst „Global Three-Day Delivery“, meldet Aircargonews.net. Pakete sollten künftig ihr Ziel auf 15 Routen zwischen China, Europa und dem Nahen Osten binnen drei Kalendertagen erreichen können. Dies würde durch rund 170 wöchentliche Charterflüge und über 2.300 Lkw-Verbindungen möglich. Cainiao verspreche Händlern damit geringeren Lagerdruck und besseren Cashflow. WorldACD meldete unlängst, dass das Frachtvolumen zwischen Hongkong und Europa aufgrund der neuen Zollregeln spürbar zurückgegangen sei.

Björn Böer07.08.263 Min.
Frau bezahlt konzentriert am Tisch neben geöffnetem Auslandspaket mit Kleidung
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Am Checkout entscheidet sich der Auslandskauf

Am Checkout entscheidet sich der grenzüberschreitende Modeverkauf, berichtet Fashionunited.com. Zwar shoppten 32 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat im Ausland, doch Versandkosten (48 Prozent), lange Lieferzeiten (44 Prozent) und Zölle (36 Prozent) schreckten sie ab. Kunden erwarteten, die Gesamtkosten vorab zu wissen und verlangten vertraute Zahlungsarten – Paypal führe mit 49 Prozent – sowie klare Lieferangaben.

David Wöllenstein07.08.263 Min.
Illustration: Eine große Glaskugel überragt viele kleine Glaswürfel als Sinnbild für Marktmachtmissbrauch
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Klage über fünf Mrd. Pfund gegen Google UK

Eine Sammelklage über fünf Mrd. Pfund gegen Google darf vor die RIchter, wie das britische Wettbewerbsgericht laut Channelx.world entschied. Google habe seine Marktmacht bei der Suche missbraucht, um die Werbepreise für rund 900.000 britische Firmen hochzutreiben, so der Vorwurf. Betroffene Unternehmen müssten sich der Klage nicht eigens anschließen, sondern seien automatisch dabei. Google habe vergeblich versucht, diesen Verfahrensweg zu verhindern.

Thomas Rehm07.08.262 Min.
Online-Händler klebt Versandetikett auf Paket im Versandraum eines kleinen Unternehmens
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Ebay verschärft Regeln für Top-Händler

Ebay hebt ab Februar 2027 die Hürden für sein Top-Service-Logo an, meldet Haendlerbund.de. Verspätete Sendungen müssten dann unter 5 Prozent bleiben, hochgeladene Sendungsnummern über 90 Prozent liegen. Dies werde monatlich geprüft. Bei Nichteinhaltung werde das verkaufsfördernde Logo von Ebay entfernt, der Händler per Mail informiert. Im Top-Service-Cockpit ließe sich der Status in Echtzeit einsehen und wie sich die letzten Bestellungen sich auf die Einstufung auswirkten.

David Wöllenstein07.08.263 Min.
Mitarbeiterin verpackt Parfümflakons für den internationalen Versand im Fulfillment-Center
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Flaconi wächst im Ausland um 60 Prozent

Flaconi hat das erste Halbjahr mit 23 Prozent Wachstum und über 300 Mio. Euro Umsatz abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Das Auslandsgeschäft lege um rund 60 Prozent zu und steuere inzwischen mehr als 20 Prozent bei. Dieses Jahr kämen sieben neue Märkte hinzu, darunter UK, Spanien und Ungarn. Über die neu gegründete „Media House“ wolle die ProSiebenSat1-Tochter über den eigenen Shop hinaus zudem Werbebudgets von Beauty-Marken anlocken.

Thomas Rehm07.08.262 Min.
Mitarbeiter prüft Verpackungen im Lager im Kontext der neuen EU-Verpackungsverordnung
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EU veröffentlicht FAQ zur Verpackungsverordnung

Die EU-Kommission hat ihre FAQ zur Verpackungsverordnung (PPWR) um 26 neue und sieben überarbeitete Punkte ergänzt, berichtet Packreport.de. Als Erzeuger gelte künftig, wer Verpackungsdesign und Spezifikationen festlege oder seine Marke aufbringe und nicht zwingend der physische Hersteller. Bei Transportverpackungen zähle der Moment der endgültigen Form. Lagerware ohne Verkauf vor dem 12. August müsse niemand vernichten; ein Begleitdokument genüge.

Björn Böer07.08.263 Min.
Mitarbeiterin scannt Pakete im Logistikzentrum, Symbolbild zu Mercado Libres Versandkosten
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Mercado Libre gewinnt zum dritten Mal weniger

Mercado Libres Gewinn sank im zweiten Quartal, das dritte Mal in Folge, auf jetzt 466 Mio. Dollar, meldet Reuters.com. Das seien elf Prozent weniger als im Vorjahr, aber trotzdem mehr als Analysten erwartet hätten. Die Gründe seien der teure Gratisversand in Brasilien und Rückstellungen fürs Kreditkartengeschäft. Der Umsatz kletterte dagegen um 50 Prozent auf ein Rekordhoch von 10,2 Mrd. Dollar. Das Unternehmen betreibt Lateinamerikas größten Online-Marktplatz sowie den Zahlungsdienst Mercado Pago.

David Wöllenstein07.08.262 Min.
Entwickler pausiert nachdenklich am Arbeitsplatz als Sinnbild für bewussten KI-Ressourceneinsatz
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„Tokenmaxxing“: Microsoft zieht die Kostenbremse

Microsoft ermahnt seine Belegschaft in einem internen Memo, weniger Geld für KI-Tokens zu verbrennen, berichtet Golem.de. Manche Ingenieure gäben monatlich mehrere hundert bis mehrere tausend Dollar aus, zitiere 404 Media aus der E-Mail. „Tokenmaxxing“ sei nicht das Ziel, schreibe dort VP Jay Parikh; künftig behandle man Token-Ausgaben wie jede andere knappe Ressource. Microsoft verdiene mit seinen KI-Produkten selber durch Token-basierte Geschäftsmodelle.

Thomas Rehm07.08.262 Min.
3D-Illustration: klarer Pfad umgeht spielerische Ablenkungen als Sinnbild für KI-Agenten und Dark Patterns
© Black Forest Labs / Flux

HDE lehnt den Digital Fairness Act ab

Der Handelsverband Deutschland lehnt laut Medienmitteilung den Digital Fairness Act und dessen Erweiterung auf den Agentic Commerce ab. Die EU verfüge bereits über ein starkes Verbraucherschutz-Gerüst. Dark Patterns wie Glücksräder oder künstliche Countdowns beeinflussten zwar Menschen, Maschinen dagegen folgten programmierten Abläufen. Wolle der Gesetzgeber Agentic Commerce regulieren, gehöre das in den AI Act oder den DMA.

Björn Böer06.08.263 Min.
Fahrerloses Robotaxi holt abends Fahrgast an belebter Stadtstraße ab
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Uber investiert zehn Mrd. Dollar in Robotaxis

Uber will in den kommenden Jahren zehn Mrd. Dollar in sein Robotaxi-Geschäft stecken, meldet Wiwo.de. Bis Jahresende sollten die fahrerlosen Fahrzeuge in 15 statt bislang sieben Städten rollen. Wichtigster Partner bleibe zwar, wie seit 2023, die Alphabet-Tochter Waymo, doch habe sich die Beziehung abgekühlt. Rückenwind komme aus dem Fußball: Befeuert von der WM sei der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,19 Mrd. Dollar gestiegen und der Nettogewinn um 77 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar.

Björn Böer06.08.262 Min.
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