Nachdem Google die Werbeplätze auf seinen Ergebnisseiten verknappt, ist eine gute Konversion der geschalteten Anzeigen noch wichtiger, um viel aus den Werbe-Euros herauszuholen. Ein Weg zum Erfolg besteht in guten Landingpages, die am besten zu einer unmittelbaren Aktion des Nutzers aufrufen. Großes Potenzial steckt dann im zweiten Schritt im E-Mail-Marketing. Autoresponder leisten hier wertvolle Dienste. Wir stellen Ihnen wichtige Tools für die beiden Touchpoints vor.

Eine Landingpage fokussiert sich auf eine Kernaussage oder ein Produkt. Sie führt dann entweder direkt zur Bestellmöglichkeit oder versucht, möglichst viele Verkaufschancen (Leads) zu generieren. Besonders, wenn es darum geht, Adressdaten für Werbeaktionen zu generieren, ist es nützlich, wenn der Nutzer unmittelbar nach seiner Aktion auch gleich Antwort erhält. An dieser Stelle kommen Autoresponder ins Spiel. Wie bei der Abwesenheitsnachricht im E-Mail-Programm erhält der Nutzer (nach seinem doppelten Opt-In) unmittelbar Inhalte per E-Mail geliefert, die neugierig machen oder eine Belohnung für seine Mühe.

Mailchimp ist einfach bedienbar und bietet gute Möglichkeiten zur Automatisierung
Mailchimp ist einfach bedienbar und bietet gute Möglichkeiten zur Automatisierung
Das kann beiospielsweise der Link auf einen Download (Whitepaper, Studie, Trailversion usw.) sein. Oder der Händler hat Content aufbereitet, der dann automatisiert verteilt werden soll. Ein Autoresponder kümmert sich um die pünktliche Zustellung. Die meisten Systeme sind dabei nicht auf die einmalige Zustellung beschränkt, sondern können auch automatisch über einen längeren Zeitraum E-Mails pünktlich zustellen, beispielsweise täglich einen Content-Baustein.

Autoresponder sind ein Teil des E-Mail-Marketings, entsprechend unübersichtlich ist der Markt. Im Vordergrund unserer Auswahl stand der Preis. Anbieter mit Einstiegspreisen von 100 Euro und mehr wurden also nicht berücksichtigt.

Mailchimp

Für kleinere Unternehmen mit wenig Versandvolumen ist Mailchimp als Newsletter-Tool kostenlos nutzbar. Die Funktion für die Automatisierung ist allerdings ein Bezahlfeature. Monatliche Abos beginnen bei rund 22 Euro, die Preise sind danach nach der Anzahl der Newsletterempfänger gestaffelt. Für den Einsatz von Mailchimp, der seine Server in den USA betreibt, spricht die sehr einfache Bedienung. Der Dienst führt den Nutzer Schritt für Schritt durch den Aufbau einer Mailkampagne und der Anlage von Respondern. Vergessen werden kann damit nichts. Die Nachrichten und Inhalte werden mit einfach zu bedienenden Editoren zusammengestellt.

AWeber

Der Dienst genießt einen guten Ruf. Die Preise bewegen sich etwa auf dem Niveau von Mailchimp. Ein Autoresponder ist enthalten, indes ist die Oberfläche von AWeber nicht ganz so eingängig gestaltet. Für internationale Kundschaft ein perfektes Werkzeug, indes mit Einschränkungen in Deutschland und Europa nutzbar. Dies zeigt sich bei kleinen, aber wichtigen Details, wenn plötzlich in den Vorlagen von Newslettern und Formularen englische Begriffe auftauchen.

Cleverreach

Cleverreach ist etwas nüchterner, aber ebenfalls einfach zu bedienen
Cleverreach ist etwas nüchterner, aber ebenfalls einfach zu bedienen
Auch Cleverreach umgarnt Nutzer mit einem kostenlosen Account. Doch auch hier ist der Autoresponder als professionelles Instrument den Bezahlaccounts vorbehalten. Die monatlichen Gebühren beginnen bei 10 Euro und staffeln sich in Abhängigkeit der Empfängerzahlen. Die Oberfläche ist nüchterner und nicht so verspielt wie bei Mailchimp. Das Anlegen von Content, Anmeldeformularen oder Autorespondern erfolgt über einfache Bausteine, die in die jeweiligen Bereiche gezogen und angepasst werden. Natürlich stehen, wie bei allen anderen Anbietern auch, bereits eine Menge an Vorlagen zur Verfügung, die sich auch anpassen lassen, um individuelle Farben oder Vorgaben hinsichtlich der Nutzung von Logos umsetzen zu können.

Klick-Tipp

Klicktipp hat sich auf die Automatierung und Leadgenerierung spezialisiert
Klicktipp hat sich auf die Automatierung und Leadgenerierung spezialisiert
Mit einer Startgebühr von knapp 30 Euro pro Monat ist Klick-Tipp im oberen Preissegment angesiedelt. Unter einer einfachen Oberfläche klickt der Nutzer die Newsletter aus den Contentbereichen zusammen. Auch hier kommen weniger erfahrene Nutzer rasch zu Erfolgen. Wer über die technischen Kenntnisse verfügt, dürfte sich über die einfache, aber gut dokumentierte API freuen, mit denen sich Funktionen des Dienstes in den eigenen Content integrieren lassen. Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Anbietern: Es stehen nicht die klassischen Empfängerlisten im Vordergrund, sondern ein auf Tags basierendes System.

Campaignmonitor

Der Anbieter bietet seinen Service zu recht moderaten Preisen an. Bereits ab 9 US-Dollar pro Monat stehen die wesentlichen E-Mail-Funktionen zur Verfügung. Bedienung und Oberfläche ähneln stark Mailchimp. Auch hier wird der Nutzer durch die notwendigen Arbeitsschritte geleitet, um seinen Newsletter anzulegen. Autoresponder sind schnell eingerichtet und aktiviert. Die Entwickler bieten bereits eine Auswahl verschiedener Workflows an.

 

Campaign Monitor Einführung von Campaign Monitor on Vimeo.

GetResponse

Die Preise von GetResponse bewegen sich im Mittelfeld. So umständlich sich die eine oder andere Übersetzung auf der Homepage liest, geht es leider auch im Backend weiter. Punkten kann der Dienst mit seinen Automatisierungsfunktionen und einem integrierten Editor für Landingpages. Hier müssen Sie also nicht auf einen weiteren Anbieter zugreifen.

Landingpages - womit und worin bauen?

Aber womit lassen sich Landingpages am besten gestalten und wie umsetzen? Die bekannten Marketing-Suiten bieten nahezu alle entsprechende Werkzeuge an. Das geht schnell und unabhängig vom verwendeten Redaktionssystem. Ist aber auch kostspielig. Wenn die Landingpage direkt im Shop gepflegt werden soll, hilft eine Recherche in den Plug-ins weiter. Für Magento werden beispielsweise entsprechende Erweiterungen angeboten.

Eine durchaus häufige Variante besteht im Aufbau einer Landingpage auf Basis einer Wordpress-Installation. Auch damit kommen die Nutzer rasch ans Ziel.

Optimizepress

Das Plug-in für Wordpress bietet viel, hat aber auch seinen Preis. 100 US-Dollar sind für die reine Installation schon einmal zu rechnen. Beim Design kann der Nutzer auf einige Vorlagen zurückgreifen, die dann schrittweise angepasst werden. Die Arbeit am Design und den Funktionen erfolgt direkt in Wordpress selbst. Neben der reinen Funktionalität für Landingpages können mit der Erweiterungen auch geschlossene Bereiche oder Registrierungsseiten angelegt werden.

Landerapp

Landerapp ist ein Beispiel für einen Dienst, der auch ohne Wordpress auskommt. Grundsätzlich kann der Content vollständig auf der Seite des Anbieters präsentiert werden. Das hat dann den Nachteil, dass auch eine URL genutzt wird, die auf Landerapp hinweist. Allerdings kann dies im Backend recht einfach geändert werden. Ab 37 Dollar geht die Nutzung los. Der Editor setzt keine HTML-Kenntnisse voraus. Alles kann einfach zusammengeklickt werden. Als Basis lassen sich auch viele Templates nutzen. Vorteilhaft: Zahlreiche E-Mail-Dienste und Autoresponder können direkt integriert werden.

Englischkenntnisse muss man aber für die Bedienung mitbringen.

Leadpages

Auch bei Leadpages benötigen Sie keine Wordpress-Basis, um eine Landingpage zu erstellen. Alles kann innerhalb des Backends eingestellt und konfiguriert werden. Optional ist indes auch eine Integration mit Wordpress möglich. Ab 25 Euro pro Monat kostet die Nutzung. Die Landingpages können optional auch auf dem eigenen Server oder einer eigenen Domain betrieben werden. Der Supportbereich zeigt in englischer Sprache, wie das funktioniert, um Querwirkungen mit Google und SEO-Maßnahmen zu vermeiden.