Dash Button, Amazon fresh, Logistik-Tempo, Fehlertoleranz, Preisänderungen - bei vielen Fragen bleibt Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber sachlich und nüchtern. Doch der Top-Manager kann auch anders und stellt sich schützend vor die Marktfrau.

Amazon ist angetreten, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden. Wenn sich die Mitarbeiter treffen, um über neue Ideen zu sprechen, wird auch schon mal ein leerer Stuhl in die Runde gestellt. Der soll den Kunden symbolisieren - und welchen Nutzen er von dem Besprochenen hätte. Ist der Vorteil nicht besonders groß, ist die Idee nach Amazon-Maßstäben nicht besonders gut. 

So legt Amazon Deutschlandchef Ralf Kleber auch im Interview mit Der Handel Wert darauf, dass ihm die Schwarzweißmalerei Online-Offline ein Graus ist, weil es allein darum gehe, was dem Kunden das Leben erleichtere.

Dementsprechend reagiert er auf die Frage, ob er persönlich außer frischen Lebensmitteln überhaupt noch etwas stationär einkauft, durchaus etwas gereizt: „Natürlich. Ich weiß nicht, warum immer dieses Bild skizziert wird, dass bald alles nur noch online geht. Die Welt ist vielfältig, der Kunde hat vielfältige Bedürfnisse und er wird vielfältige Wege gehen, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu gehört es auch, am Samstag schön auf dem Markt zu bummeln und ein Schwätzchen mit der Marktfrau zu halten“, erläutert Kleber. 

Same Day? Eine Stunde!

Wenn er während der Woche keine Zeit habe, bestelle er online und lasse es sich innerhalb einer Stunde liefern – in Berlin und München hat Amazon diesen Superschnelllieferservice bereits seit geraumer Zeit im Angebot. „Es gibt so viele unterschiedliche Szenarien und ich kenne keinen Kunden, der nur einen Weg nimmt. Wenn, dann muss dieser extrem gut sein“, argumentiert Kleber. Die Welt sei, wie er immer wieder betont, eben vielfältig und Amazon biete dementsprechend eine große Vielfalt.

Digital am schnellsten

„Kunden finden ja nicht nur Amazon-Angebote auf der Webseite, sondern auch ein riesiges Händlersortiment“, wirbt Kleber. „Amazon bietet nicht nur den Einstundenservice, darüber hinaus können Kunden zum Beispiel Großgeräte zu einem bestimmten Wunschtermin bestellen. Wir helfen beim Wocheneinkauf, aber ebenso, den Einzelartikel schnell zu besorgen. Wir öffnen die Türen für Sortimente, die es früher nicht gab. Digital sind wir natürlich am schnellsten – sekundenschnell. Eines unserer Ziele ist es, Vielfalt zu schaffen und nicht zu verringern.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Der Handel. Ein kostenloses Probeexemplar können Sie hier anfordern. 

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