Das Versandhaus Klingel hat den Spezialversender Happy Size von Neckermann übernommen. Doch für den traditionsreichen Frankfurter Versender selbst sieht es düster aus.

Für die Neckermann-Tochter Happy Size gibt es ein Happy End: Das Pforzheimer Versandhandelsunternehmen K-Mail Order GmbH & Co. KG, besser bekannt als Klingel, hat das operative Geschäft der Happy Size-Company Versandhandels GmbH übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Modeversender für große Größen ist seit 1998 im Katalog- und Onlinehandel mit dem gleichnamigen Webshop www.happy-size.de aktiv und hat sich seitdem zu einem der größten deutschen Versender für Spezialgrößen entwickelt. Mit einem Umsatz von 77 Millionen Euro im Jahr 2010 gilt Happy Size als recht erfolgreich.

Im Rahmen der vollständigen Übernahme von Neckermann.de durch den Investor Sun Capital im Zuge der Arcandor-Insolvenz im Jahr 2010 hat das damalige Management Neckermann verlassen. Damals ging auch der langjährige Happy Size-Geschäftsführer Karsten Heinz, der inzwischen bei K-Mail Order Markenchef des Modeversenders "Mona" ist.

Vermutlich Lichter aus bei Neckermann

Für Neckermann.de sieht es unterdessen Branchengerüchten zufolge bei der Investorensuche düster aus, das Ende des Frankfurter Traditionsunternehmens wird immer wahrscheinlicher. Auch die Arbeitsagentur stellt die Mitarbeiter bereits auf den Jobverlust ein. Die Frist für den Versender läuft am 30. September ab: Dann endet die dreimonatige Auszahlung des Insolvenzgeldes an die rund 2.000 Beschäftigten über die Arbeitsagentur.