Wenn Besucher- und Käuferzahlen trotz Suchmaschinenoptimierung hinter den Erwartungen zurückbleiben, kann dies auch daran liegen, dass nur oberflächlich gehandelt wurde und wichtige Arbeiten versäumt worden sind. Häufig liegt das einfach an Missverständnissen.

SEO besteht aus mehreren Teilen, deren Basis einige technische Maßnahmen bilden. Dazu gehört etwa, in den Texten Überschriften verschiedener Ebenen zu benutzen. Die meiste Arbeit steckt aber in den daran anschließenden Maßnahmen, die aber viel zu selten auch in der notwendigen Qualität umgesetzt werden.

Wenn die Erfolge ausbleiben, stellen Sie doch mal diese Fragen:

1. Haben Sie vielleicht die relevanten Inhalte vergessen?

Für das animierte Intro auf der Startseite hat sich die Multimedia-Agentur wirklich Anerkennung verdient. Und das aktuelle Firmenvideo ist tatsächlich beeindruckend. Relevanz aus Sicht des Algorithmus einer Suchmaschine kommt damit aber nicht so recht auf. Dazu stecken da einfach zu wenig Inhalte drin.

Doch der Gebrauch von umfangreichen Texten schafft auch nicht automatisch Bedeutung. Tauchen im Content nur Begriffe und Formulierungen auf, die außerhalb Ihres Unternehmens unbekannt sind oder nur von Experten verstanden werden, bringt das die Site im Ranking nicht nach vorn.

Bitten Sie doch einfach mal Bekannte darum, nach Inhalten Ihres Angebots mit Google zu suchen. Und fragen Sie auch direkt nach, ob in der Site auch die Infos stecken, nach denen gesucht wird?

2. Gehen Sie Kundenbewertungen aus dem Weg?

Artikel- und Shopbewertungen stehen für gute Leistungen und schaffen Vertrauen. Und sie tauchen auch auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen auf. (Positive) Bewertungen sind also gleich unter mehreren Gesichtspunkten interessant. Natürlich nur dann, wenn sie nicht gefälscht oder erkauft sind. Ein Angebot, das positiv bewertet wird, besitzt gute Chancen, dass Kunden ihn weiterempfehlen oder im Web darüber berichten, zum Beispiel in einem Blog. Und vielleicht steht am Ende dann auch eine Belohnung in der härtesten Währung im Internet. Der Link auf die Seiten. Denn ohne Links nutzt die beste technische SEO-Basis wenig. Wenn schon Verweise, dann am besten abwechslungsreich und thematisch relevant bitte.

3. Werben Sie mit Gütesiegeln um Vertrauen?

Güte-, Branchen und (bekannte) Testsiegel werden vom Besucher schnell erfasst und zahlen ebenfalls indirekt auf SEO ein. Wer tolle Produkte zu guten Preisen in einem vertrauenswürdigen Shop anbietet, wird gern empfohlen und erwähnt. Auch das kann sich in Links niederschlagen, die anders gar nicht zu bekommen gewesen wären. Apropos Vertrauen und Links: Es sollte mehr oder weniger selbstverständlich sein, sich bei (seriösen!) Branchenverzeichnissen einzutragen. Nützlich ist auch das Auftreten auf Portalen mit einem klaren lokalen Fokus. Letzteres erhöht ganz automatisch auch die Relevanz in der lokalen und damit mobilen Suche.

4. Hat Ihnen der SEO-Berater etwas versprochen?

Ihr SEO-Dienstleister hat Ihnen ein bestimmtes Ranking versprochen? Werfen Sie ihm kein Geld mehr nach und kündigen Sie so schnell wie möglich die Zusammenarbeit!

Sie haben leider einen unseriösen Berater erwischt. Denn kein SEO-Experte wird Ihnen etwas garantieren können. Es gibt eine einzige Aussage, die ein Consultant verlässlich treffen kann: Eine Site, auf der SEO-Maßnahmen umgesetzt werden, wird auf lange Sicht ein deutlich besseres Ranking erzielen, als eine Site ohne diese Maßnahmen.

Zu mehr Garantien lassen sich seriöse Vertragspartner nicht hinreißen. Und das ist auch sehr gut so.