Wer sich den kreativen Input junger Mitarbeiter sichern will, muss heute schon was bieten. Mit Silos und Abteilungsdenken ist da wenig zu holen. Und die junge Generation wird Tools und Werkzeuge mit ins Unternehmen bringen, die ein selbstbestimmtes Arbeiten begünstigt. Werkzeuge, mit denen weltweit viele Unternehmen inzwischen verkrustete Strukturen aufgebrochen haben.

Es gibt verhältnismäßig wenige Belege dafür, dass klassische Incentives überhaupt funktionieren. In der Management-Literatur aber durchaus Belege dafür, dass sie das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich erreichen sollen. Für die Generation Y ist das alles nichts. Die jungen Menschen wollen eigenverantwortlich arbeiten und sind mit digitalen Technologien groß geworden. Deren Nutzen und Vorteile sie auch am neuen Arbeitsplatz vorfinden möchten.

Werkzeuge, die die Zusammenarbeit im Team verschlanken, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Hier sind einige Empfehlungen.

Trello

Trello ist ein bisschen eine eierlegende Wollmilchsau unter den Organisationswerkzeugen für Unternehmen. Es lässt sich in der Firma genauso wie im privaten Umfeld einsetzen. Hinter Trello steckt die Kanban-Methodik, mit der Projektschritte und Aufgabenpakete in Form von kleinen Karten visualisiert werden. Auf einem Trello-Board können beliebige viele Karten platziert und organisiert werden. Die digitalen Entsprechungen sind aber den klassischen Papierkarten deutlich überlegen. Denn sie können individuelle Checklisten, aber auch Links und Dateien enthalten. Und die Mitarbeiter eines Teams kommentieren Karten und Material, um einen unmittelbaren Informationsaustausch zu ermöglichen. Trello kann als Ideenspeicher, Projektplanungstool, Redaktionsplan oder auch für das Selbstmanagement eingesetzt werden.

Jira

Das Werkzeug Jira wurde ursprünglich ausschließlich für die IT-Entwicklung konzipiert und übernimmt dort die Funktion eines sogenannten Bug-Trackers. Qualitätskontrolle oder Produktmanager erfassen einen Vorfall, priorisieren diesen und überstellen die Aufgabe an den zuständigen Entwickler. Diese Form des Arbeitens mit einem Ticketsystem kann aber eben auch vielseitig in anderen Projekten eingesetzt werden. Der größte Vorteil einer solchen Lösung besteht in der lückenlosen Verfolgung einer Aufgabe. Es kann jederzeit nachvollzogen werden, wer aktuell daran arbeitet. Durch Kommentarfunktionen ist es auch möglich, im Team Entscheidungen zu fällen. Jira ist den vergangenen Jahren stetig weiter entwickelt worden und kann überall da als Standardwerkzeug gesehen werden, wo beispielsweise Software oder Dienste entwickelt werden. Es unterstützt auch agile Methoden (Sprint usw.), wo Arbeitspakete in Form von kurzen Zeiteinheiten verteilt werden, um möglichst häufig einen präsentablen bzw. produktiven Zwischenstand erreichen zu können.

Confluence

Confluence stammt vom gleichen Hersteller wie Jira, entsprechend gut sind die Möglichkeiten zur Verzahnung der Systeme. Dieses Werkzeug ist im Kern ein kommerzielles Wiki, wird also in erster Linie für Austausch und Sammlung von Wissen genutzt. Auf Anwenderseite ist es recht einfach zu bedienen. Durch viele Plug-ins wird es funktional erweitert. Confluence übernimmt auf Wunsch die Rolle, die einstmals die klassische Startseite eines Firmenintranets hatte. So lassen sich mit damit auch Abstimmungen initiieren.

Slack

Der vielfach gehpyte Service Slack dürfte den Anwender zunächst etwas ratlos zurücklassen. Auf der einen Seite präsentiert sich Slack eher wie ein Messenger. Wenn da nicht auch die Möglichkeiten für Dateianhänge wären. Hier kommt es weniger darauf an, Aufgaben zu planen, sondern sich auszutauschen. Meinungen, Aufgaben, aber eben auch Dokumente. Die Kommunikation wird in Form von Channels organisiert. Channels könnten einzelne Projekte sein, oder Informationen zu einem bestimmten Thema oder auch Produktkategorien. Es ist letztlich diese Vielseitigkeit, die den Dienst zu etwas Besonderem macht.

Slack wirkt eher wie ein Messenger
Slack wirkt eher wie ein Messenger

Firstbird

Wie finden Unternehmen am schnellsten geeignete Mitarbeiter? Da können sich Empfehlungen des eigenen Personals schnell bezahlt machen. Denn schließlich besitzt jeder ein persönliches Netzwerk. Firstbird nutzt diesen Grundgedanken. Nach dem Eröffnen eines Accounts können Kollegen, aber auch Freunde und Bekannte in das Firstbird-Netzwerk eingeladen werden. Danach werden die offenen Stellen vorgestellt. Und damit die Mitglieder auch zu Talent Scouts werden, lassen sich Prämien hinterlegen. Für kleinere Unternehmen ist die Nutzung kostenlos. Wer mehr Prämienprogramme oder Standorte bzw. Fachbereiche benötigt, muss die kostenpflichtige Variante wählen.

Wrike

Der in den USA sehr populäre Dienst Wrike hat den Vorzug, auch mit einer deutschen Oberfläche angeboten zu werden. Der Einarbeitungsaufwand ist verhältnismäßig gering, da die Aufteilung der Oberfläche am ehesten an eine klassische Projektverwaltung erinnert. Dazu trägt auch die Möglichkeit bei, offene Aufgaben in Form eines Zeitstrahls zu betrachten. Insgesamt bietet Wrike alles, was für moderne Teamarbeit notwendig ist.

Während Wrike auch klassische Darstellungen für das Projektmanagement kennt
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In einer ähnlichen Liga spielt Asana, das ebenfalls recht populär ist.

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