eBay trat zuletzt in Deutschland eher auf der Stelle. Eine Tiefpreisgarantie soll nun für zusätzliche Attraktivität sorgen.
eBay, dem manch einer schon das Schicksal eines Riesen wie Yahoo prophezeit, der eines Tages in zunehmender Bedeutungslosigkeit versinkt, muss sich gerade beim Preis bewegen. Sonst verliert der Marktlatz auch beim Image weiter den Anschluss an Amazon. Denn der Online-Riese ist nicht nur die Produktsuchmaschine Nummer 1, sondern stellt für Händler und Kunden auch eine Art Preisanker dar. Die vom Kunden gefühlte Preiseführerschaft bedeutet unter anderem: Selbst Kunden, die bei einem anderen Onlinehändler einkaufen, prüfen bei Amazon gerne einmal vorab, ob ein marktrealistischer Preis angeboten wird.
Wenige Mitglieder im Treue-Club eBay Plus
Der neue eBay Deutschland-Chef Eben Sermon kämpft auch auf anderen Feldern mit Mühen. Der Treue-Club eBay Plus, der unter anderem für alle mit eBay Plus gekennzeichneten Artikel einen besonders schnellen und kostenlosen Versand bietet, erreicht wohl gerade einmal sechsstellige Nutzerzahlen.
Gegen Amazon Prime mit seinen mit seinen 17 Millionen Mitgliedern und einem attraktiven Ökosystem ist das ein bisschen bescheiden.Mit erheblichen Anstrengungen hatte eBay zudem im vergangenen Jahr seine Datenstruktur und die Katalogisierung massiv modernisiert und Verkäufern eine Reihe verbesserter Tools an die Hand gegeben.
eBay-Umsatz in Zahlen
Das Deutschlandgeschäft von eBay wuchs 2016 währungsbereinigt um 3,2 Prozent auf fast 1,22 Milliarden Euro und blieb damit unter dem Wachstum des Marktes. Weltweit steigerte sich eBay im ersten Quartal 2017 um 4 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.Insgesamt wurden Transaktionen im Wert von 20,9 Milliarden Dollar abgewickelt, 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Nutzerzahl stieg um zwei Millionen auf 169 Millionen.
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