
Babylist zeigt, wie Anlass-Commerce skaliert
Der US-Baby-Marktplatz peilt nach 750 Mio. Dollar Umsatz die Milliarde an. Händler sollten prüfen, ob Anlasswelten mehr binden als Kategorien.
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Der US-Baby-Marktplatz peilt nach 750 Mio. Dollar Umsatz die Milliarde an. Händler sollten prüfen, ob Anlasswelten mehr binden als Kategorien.

Ein nüchterner Blick auf das, was außerhalb Europas funktioniert und darauf, warum manches davon hierzulande gute Gründe hat, es nicht zu tun, und was davon selbst im Ausland teuer erkauft ist.

Kurz vor Inkrafttreten der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) am 12. August fordert der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland in einer Pressemitteilung ein Moratorium. Nach einem Jahr Vorbereitung wären zwar unlängst FAQs zum Erzeugerbegriff veröffentlicht worden, die die Online-Händler aus der Verantwortung nähmen, doch dieser Richtungswechsel schaffe neue Rechtsunsicherheit und schüre erneut den Konflikt zwischen Händlern und Verpackungsproduzenten.

Etsy entlässt rund 220 Beschäftigte, etwa zwölf Prozent der Belegschaft, berichtet Cnbc.com. Der Schritt diene nicht dem Sparen, sondern einer schlankeren Struktur und sei nicht durch KI verursacht. Betroffen seien vor allem Produkt- und Entwicklungsteams. Trotz eines Nettoverlusts von 46,65 Mio. Dollar, belastet durch den Depop-Verkauf an Ebay, sei der Kernmarktplatz um 9,3 Prozent gewachsen. Etsy hebe die Jahresprognose an und erwarte nun Wachstum im mittleren einstelligen Bereich statt zuvor im niedrigen einstelligen.

Am Checkout entscheidet sich der grenzüberschreitende Modeverkauf, berichtet Fashionunited.com. Zwar shoppten 32 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat im Ausland, doch Versandkosten (48 Prozent), lange Lieferzeiten (44 Prozent) und Zölle (36 Prozent) schreckten sie ab. Kunden erwarteten, die Gesamtkosten vorab zu wissen und verlangten vertraute Zahlungsarten – Paypal führe mit 49 Prozent – sowie klare Lieferangaben.

Eine Sammelklage über fünf Mrd. Pfund gegen Google darf vor die RIchter, wie das britische Wettbewerbsgericht laut Channelx.world entschied. Google habe seine Marktmacht bei der Suche missbraucht, um die Werbepreise für rund 900.000 britische Firmen hochzutreiben, so der Vorwurf. Betroffene Unternehmen müssten sich der Klage nicht eigens anschließen, sondern seien automatisch dabei. Google habe vergeblich versucht, diesen Verfahrensweg zu verhindern.

Ebay hebt ab Februar 2027 die Hürden für sein Top-Service-Logo an, meldet Haendlerbund.de. Verspätete Sendungen müssten dann unter 5 Prozent bleiben, hochgeladene Sendungsnummern über 90 Prozent liegen. Dies werde monatlich geprüft. Bei Nichteinhaltung werde das verkaufsfördernde Logo von Ebay entfernt, der Händler per Mail informiert. Im Top-Service-Cockpit ließe sich der Status in Echtzeit einsehen und wie sich die letzten Bestellungen sich auf die Einstufung auswirkten.

Flaconi hat das erste Halbjahr mit 23 Prozent Wachstum und über 300 Mio. Euro Umsatz abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Das Auslandsgeschäft lege um rund 60 Prozent zu und steuere inzwischen mehr als 20 Prozent bei. Dieses Jahr kämen sieben neue Märkte hinzu, darunter UK, Spanien und Ungarn. Über die neu gegründete „Media House“ wolle die ProSiebenSat1-Tochter über den eigenen Shop hinaus zudem Werbebudgets von Beauty-Marken anlocken.

Die EU-Kommission hat ihre FAQ zur Verpackungsverordnung (PPWR) um 26 neue und sieben überarbeitete Punkte ergänzt, berichtet Packreport.de. Als Erzeuger gelte künftig, wer Verpackungsdesign und Spezifikationen festlege oder seine Marke aufbringe und nicht zwingend der physische Hersteller. Bei Transportverpackungen zähle der Moment der endgültigen Form. Lagerware ohne Verkauf vor dem 12. August müsse niemand vernichten; ein Begleitdokument genüge.

Mercado Libres Gewinn sank im zweiten Quartal, das dritte Mal in Folge, auf jetzt 466 Mio. Dollar, meldet Reuters.com. Das seien elf Prozent weniger als im Vorjahr, aber trotzdem mehr als Analysten erwartet hätten. Die Gründe seien der teure Gratisversand in Brasilien und Rückstellungen fürs Kreditkartengeschäft. Der Umsatz kletterte dagegen um 50 Prozent auf ein Rekordhoch von 10,2 Mrd. Dollar. Das Unternehmen betreibt Lateinamerikas größten Online-Marktplatz sowie den Zahlungsdienst Mercado Pago.

Microsoft ermahnt seine Belegschaft in einem internen Memo, weniger Geld für KI-Tokens zu verbrennen, berichtet Golem.de. Manche Ingenieure gäben monatlich mehrere hundert bis mehrere tausend Dollar aus, zitiere 404 Media aus der E-Mail. „Tokenmaxxing“ sei nicht das Ziel, schreibe dort VP Jay Parikh; künftig behandle man Token-Ausgaben wie jede andere knappe Ressource. Microsoft verdiene mit seinen KI-Produkten selber durch Token-basierte Geschäftsmodelle.

Optische Signaturen können Fakes besser sichtbar machen. Für Händler entscheidet sich der Nutzen aber an Wareneingang, Listing und Retourenprüfung.

Der Handelsverband Deutschland lehnt laut Medienmitteilung den Digital Fairness Act und dessen Erweiterung auf den Agentic Commerce ab. Die EU verfüge bereits über ein starkes Verbraucherschutz-Gerüst. Dark Patterns wie Glücksräder oder künstliche Countdowns beeinflussten zwar Menschen, Maschinen dagegen folgten programmierten Abläufen. Wolle der Gesetzgeber Agentic Commerce regulieren, gehöre das in den AI Act oder den DMA.

Uber will in den kommenden Jahren zehn Mrd. Dollar in sein Robotaxi-Geschäft stecken, meldet Wiwo.de. Bis Jahresende sollten die fahrerlosen Fahrzeuge in 15 statt bislang sieben Städten rollen. Wichtigster Partner bleibe zwar, wie seit 2023, die Alphabet-Tochter Waymo, doch habe sich die Beziehung abgekühlt. Rückenwind komme aus dem Fußball: Befeuert von der WM sei der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,19 Mrd. Dollar gestiegen und der Nettogewinn um 77 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar.

Tiktok Shop hält im vietnamesischen E-Commerce einen Marktanteil von 41 Prozent, ein Plus von zwölf Prozentpunkten binnen eines Jahres, meldet Vietnam.vn. Seit dem Markteintritt im April 2022 trage das Modell „Discovery Commerce“ den Aufstieg, bei dem Videos und Livestreams Kauflust wecken. Interessanter aber sei die zweite Bewegung: Nach Tiktok-Shop-Zahlen wachse der Umsatz aus aktiver Suche um 55 Prozent, jener der Shop-Seite um 67 Prozent. Der Konzern wandele sich zu einem Suchmarktplatz.

Perplexitys KI-Einkaufsassistent darf künftig voraussichtlich doch bei Amazon einkaufen, meldet Handelsblatt.com. Ein US-Berufungsgericht hob am Dienstag ein vorläufiges Verbot auf. Amazon werde außerdem mit seiner Klage scheitern, die dem KI-Start-Up Verstöße gegen ein Computerkriminalitätsgesetz vorwirft, so das Gericht. Nicht Perplexity, sondern dessen Nutzer griffen auf die Plattform zu, was keinen unbefugten Zugriff darstelle. Das erste derartige Urteil dürfte die junge KI-Agenten-Branche prägen.

Steigende Lizenz- und Tokenkosten für KI-Dienste binden IT-Budgets und bremsen die Modernisierung, zitiert Golem.de die Lünendonk-Studie 2026. Zwar hätten viele Firmen ihre Etats erhöht, doch die verbrauchsabhängige Abrechnung der KI-Tools verenge den Spielraum. Bedingt durch die maue Konjunktur wären die Unternehmen gezwungen, ihre KI-Investitionen streng auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Als drängendste Probleme hätten die Befragten Cybersicherheit (92 Prozent) und IT-Modernisierung (74 Prozent) genannt.

Ebay hebt ab Februar 2027 die Hürden für sein Top-Service-Logo an, meldet Haendlerbund.de. Verspätete Sendungen müssten dann unter 5 Prozent bleiben, hochgeladene Sendungsnummern über 90 Prozent liegen. Dies werde monatlich geprüft. Bei Nichteinhaltung werde das verkaufsfördernde Logo von Ebay entfernt, der Händler per Mail informiert. Im Top-Service-Cockpit ließe sich der Status in Echtzeit einsehen und wie sich die letzten Bestellungen sich auf die Einstufung auswirkten.
© Black Forest Labs / FluxEine Sammelklage über fünf Mrd. Pfund gegen Google darf vor die RIchter, wie das britische Wettbewerbsgericht laut Channelx.world entschied. Google habe seine Marktmacht bei der Suche missbraucht, um die Werbepreise für rund 900.000 britische Firmen hochzutreiben, so der Vorwurf. Betroffene Unternehmen müssten sich der Klage nicht eigens anschließen, sondern seien automatisch dabei. Google habe vergeblich versucht, diesen Verfahrensweg zu verhindern.

Flaconi hat das erste Halbjahr mit 23 Prozent Wachstum und über 300 Mio. Euro Umsatz abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Das Auslandsgeschäft lege um rund 60 Prozent zu und steuere inzwischen mehr als 20 Prozent bei. Dieses Jahr kämen sieben neue Märkte hinzu, darunter UK, Spanien und Ungarn. Über die neu gegründete „Media House“ wolle die ProSiebenSat1-Tochter über den eigenen Shop hinaus zudem Werbebudgets von Beauty-Marken anlocken.

Die EU-Kommission hat ihre FAQ zur Verpackungsverordnung (PPWR) um 26 neue und sieben überarbeitete Punkte ergänzt, berichtet Packreport.de. Als Erzeuger gelte künftig, wer Verpackungsdesign und Spezifikationen festlege oder seine Marke aufbringe und nicht zwingend der physische Hersteller. Bei Transportverpackungen zähle der Moment der endgültigen Form. Lagerware ohne Verkauf vor dem 12. August müsse niemand vernichten; ein Begleitdokument genüge.

Mercado Libres Gewinn sank im zweiten Quartal, das dritte Mal in Folge, auf jetzt 466 Mio. Dollar, meldet Reuters.com. Das seien elf Prozent weniger als im Vorjahr, aber trotzdem mehr als Analysten erwartet hätten. Die Gründe seien der teure Gratisversand in Brasilien und Rückstellungen fürs Kreditkartengeschäft. Der Umsatz kletterte dagegen um 50 Prozent auf ein Rekordhoch von 10,2 Mrd. Dollar. Das Unternehmen betreibt Lateinamerikas größten Online-Marktplatz sowie den Zahlungsdienst Mercado Pago.

Optische Signaturen können Fakes besser sichtbar machen. Für Händler entscheidet sich der Nutzen aber an Wareneingang, Listing und Retourenprüfung.
© Black Forest Labs / FluxMicrosoft ermahnt seine Belegschaft in einem internen Memo, weniger Geld für KI-Tokens zu verbrennen, berichtet Golem.de. Manche Ingenieure gäben monatlich mehrere hundert bis mehrere tausend Dollar aus, zitiere 404 Media aus der E-Mail. „Tokenmaxxing“ sei nicht das Ziel, schreibe dort VP Jay Parikh; künftig behandle man Token-Ausgaben wie jede andere knappe Ressource. Microsoft verdiene mit seinen KI-Produkten selber durch Token-basierte Geschäftsmodelle.

Der Handelsverband Deutschland lehnt laut Medienmitteilung den Digital Fairness Act und dessen Erweiterung auf den Agentic Commerce ab. Die EU verfüge bereits über ein starkes Verbraucherschutz-Gerüst. Dark Patterns wie Glücksräder oder künstliche Countdowns beeinflussten zwar Menschen, Maschinen dagegen folgten programmierten Abläufen. Wolle der Gesetzgeber Agentic Commerce regulieren, gehöre das in den AI Act oder den DMA.

Uber will in den kommenden Jahren zehn Mrd. Dollar in sein Robotaxi-Geschäft stecken, meldet Wiwo.de. Bis Jahresende sollten die fahrerlosen Fahrzeuge in 15 statt bislang sieben Städten rollen. Wichtigster Partner bleibe zwar, wie seit 2023, die Alphabet-Tochter Waymo, doch habe sich die Beziehung abgekühlt. Rückenwind komme aus dem Fußball: Befeuert von der WM sei der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,19 Mrd. Dollar gestiegen und der Nettogewinn um 77 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar.

Tiktok Shop hält im vietnamesischen E-Commerce einen Marktanteil von 41 Prozent, ein Plus von zwölf Prozentpunkten binnen eines Jahres, meldet Vietnam.vn. Seit dem Markteintritt im April 2022 trage das Modell „Discovery Commerce“ den Aufstieg, bei dem Videos und Livestreams Kauflust wecken. Interessanter aber sei die zweite Bewegung: Nach Tiktok-Shop-Zahlen wachse der Umsatz aus aktiver Suche um 55 Prozent, jener der Shop-Seite um 67 Prozent. Der Konzern wandele sich zu einem Suchmarktplatz.

Steigende Lizenz- und Tokenkosten für KI-Dienste binden IT-Budgets und bremsen die Modernisierung, zitiert Golem.de die Lünendonk-Studie 2026. Zwar hätten viele Firmen ihre Etats erhöht, doch die verbrauchsabhängige Abrechnung der KI-Tools verenge den Spielraum. Bedingt durch die maue Konjunktur wären die Unternehmen gezwungen, ihre KI-Investitionen streng auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Als drängendste Probleme hätten die Befragten Cybersicherheit (92 Prozent) und IT-Modernisierung (74 Prozent) genannt.
© Black Forest Labs / FluxPerplexitys KI-Einkaufsassistent darf künftig voraussichtlich doch bei Amazon einkaufen, meldet Handelsblatt.com. Ein US-Berufungsgericht hob am Dienstag ein vorläufiges Verbot auf. Amazon werde außerdem mit seiner Klage scheitern, die dem KI-Start-Up Verstöße gegen ein Computerkriminalitätsgesetz vorwirft, so das Gericht. Nicht Perplexity, sondern dessen Nutzer griffen auf die Plattform zu, was keinen unbefugten Zugriff darstelle. Das erste derartige Urteil dürfte die junge KI-Agenten-Branche prägen.