MyToys und Limango schmieden ein Bündnis

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 29. April 2013 |

MyToys und Limango schmieden ein Bündnis
MyToys und Limango verbünden sich
Otto rückt seine Marken weiter zusammen. Die Shopping-Community Limango, bislang schon unter dem Dach von Otto, geht künftig Hand in Hand mit myToys.de. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres wird Limango eine hundertprozentige Tochter von myToys. Die Marken wollen ihre E-Commerce- und Familienkompetenz bündeln. Die beiden Otto-Töchter erhoffen sich vor allem Synergien bei der Kundengewinnung und -bindung. Schließlich sprechen sie mit Sortimenten wie Spielwaren und Produkten rund ums Kind ähnliche Zielgruppen an, nämlich junge Familien, Frauen und Mütter.

„Zum Beispiel können wir durch gegenseitige Empfehlungen und Verlinkungen die Neukundengewinnung und -ausschöpfung deutlich effizienter gestalten.“, sagt Oliver Lederle, Gründer und Vorsitzender Geschäftsführer der myToys.de.

Die Verbindung von Shop und Community, die ähnlich - und noch enger - schon anderen Versender wie beispielsweise Zalando mit der Lounge exerzieren, erfolgt immerhin in einer Phase mit Schwung. MyToys.de gewinnt jedes Jahr rund 900.000 Neukunden, Limango rund 200.000. Der Umsatz bei Mytoys lag im Geschäftsjahr 2012/13 bei 280 Mio. Euro. Mytoys wird durch die Kooperation "auf Augenhöhe" nochmals gestärkt, nachdem bereits im März der Onlineschuhshop Mirapodo in das Unternehmen integriert wurde.

Die geschlossene Shopping Community Limango bietet 2,5 Millionen Mitgliedern rund 140 Verkaufsaktionen pro Monat. Limango-Gründer Johannes Ditterich bleibt ebenso an Bord wie die anderen beiden Geschäftsführer und Gründer Sven van den Bergh sowie Martin Oppenrieder.

Konzepte ergänzen sich

MyToys.de-Bestandskunden sollen aber nun nicht auch automatisch Mitglied bei Limango werden. Datenschutzgründe. Lederle hofft aber, dass die Kunden gerne hin- und herwechseln, wenn sie einmal per  Banner in den jeweiligen Onlineshops, aber auch in Newslettern oder in Print-Werbemitteln vom Bündnis erfahren haben. Beide Marken sollen grundsätzlich weiter eigenständig am Markt agieren.

Die Cross-Promotion-Beziehung wird sich dabei durchaus wohl auch angesichts überlappender Sortimente gegenseitig unter Druck setzen. MyToys bietet Spielwaren, Kindermode, Babybedarf, tritt aktuell preisaggressiv auf. Limango bietet Mode, Babyausstattung, Kinderbekleidung und ist eine Shopping-Community mit klarer Schnäppchen-DNA.

Mehr Umsatz für beide Plattformen

Lederle kalkuliert wechselnde Kunden durchaus mit ein, baut aber auch auf wechselseitig shoppende Verbraucher: „Es geht erst einmal darum, unseren beiden Kundengruppen ein individuell interessantes Angebot zu machen und zwar ein Angebot, das am besten zu dem jeweiligen Kunden passt. Das kann er dann mal bei myToys.de finden und mal bei Limango.“
Davon sollen dann beide profitieren: „Die höhere Attraktivität unser beider Angebote wird mehr Nicht-Käufer zu Käufern machen und damit zu Umsatzwachstum für beide Plattformen führen.“


Das aber klingt vernünftig. Weil die Otto-Töcher damit nicht auf schlichte Conversions fixiert sind, sondern eher den Costumer Lifetime Value hofieren, weil sie den Kunden so womöglich noch länger als bisher binden können und, ergänzt Lederle, „sie ihren jährlichen Bestellumsatz bei uns durch eine höhere Attraktivität des Gesamtangebotes steigern werden.“


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Otto, Limango, Mytoys

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