eFood: Tengelmann wird online zum Bringmeister

Tengelmann Bringmeister
Wer auf Kaisers-bringts.de, Tengelmann-bringts.de oder Kaisers.biz klickt, der wird gegenwärtig kaum eine Änderung merken. Man muss schon, umgeleitet wird nicht, auf die soeben freigeschaltete Domain Bringmeister.de direkt klicken, um die neue Dachmarke in Sachen Online-Lebensmittelhandel bei Tengelmann kennen zu lernen.

Unter dieser Dachmarke will der Händler seine Bringdienste für eFood zusammenführen und zeigt damit zugleich nach Tests in Berlin und München nun auch in Düsseldorf Flagge.

Karl Erivan Haub, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, hatte eFood einst als “das schwerste Geschäft in Deutschland, das es gibt”, bezeichnet. Das hindert die Kette indes nicht daran, nun offenbar deutlicher als bislang auf den Wachstumsmarkt zu setzen, dem Christian Heitmeyer, Präsident des Bundesverband Lebensmittel-Onlinehandel, bis zu 15 Prozent Marktanteil vorhersagt.

4500 Artikel will Tengelmann gegenwärtig online via Bringmeister anbieten. Das ist deutlich weniger als die 8000 Produkte, die beispielsweise Allyouneed zum Start liefert. Dafür aber gibt es bei Bringmeister auch Frischeprodukte.

Die Tengelmänner bieten flexible Wunschlieferzeiten. Das gehört zum Standard.

bringmeister logo
Gewöhnungsbedürftig ist allerdings, dass die Höhe der Liefergebühr von Lieferzeit und Liefertag abhängig ist. Sie kann zwischen 3 und 6 Euro variieren. Nachteilig auch: Der Online-Shop bietet nicht die gleichen Aktionen an wie die Supermärkte.

Das muss alles nicht in Stein gemeißelt sein. Der Auftritt selbst lässt auch noch die eine oder andere heiße Nadel erkennen. .Die Facebook-Page Kaiser's Tengelmann Lieferservice kennt den Bringmeister noch nicht. In den FAQ der Website ist Düsseldorf als Liefergebiet schlichtweg noch nicht mit angegeben. Dort verweist man auf Berlin und München. In dieser Regionen wurde der Tengelmann-Umsatz von Branchenkennern auf einen zweistelligen Millionenbereich geschätzt. Der Durchschnittsbon bei Online-Bestellungen liegt laut Lebensmittel Zeitung bisher bei rund 50 Euro.

Auffallend ist der Wechsel im Konzept bei der Kommissionierung. In Berlin und München kommt die Waren von einem Zentrallager. In Düsseldorf aus einer eine Filiale im nahen Meerbusch.

Doch die Filiale als Picking-Station dürfte nur ein Übergangsphänomen sein. Nicht nur bei Tengelmann. Mit wachsender Bestellmenge dürfte es schlicht zu aufwändig sein, etliche Pick-up-Kräfte zwischen den Offline-Kunden durch einen Store wieseln zu lassen. Tesco ist deshalb längst dazu übergegangen sogenannte Dot Com Only Stores oder beziehungsweise - was viel imposanter klingt - "Dark Stores" zu errichten, die zunehmend automatisiert arbeiten.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Harald
    Erstellt 29. Mai 2012 19:06 | Permanent-Link

    Neue Dachmarke sehe ich da keine - die Seite auf bringmeister.de ist identisch mit den anderen genannten Tengelmann- und Kaisers-Lieferseiten.
    Und das Wort bringmeister kommt auch nirgends darauf vor.

    Also eigentlich nicht mehr als eine weitere Domain und halt eine weitere Stadt, die beliefert wird.

  2. Erstellt 30. Mai 2012 00:07 | Permanent-Link

    Hallo Harald,

    bitte jetzt schauen, die Umstellung war heute Nacht.

    Gruß

    Lars

  3. Erstellt 30. Mai 2012 13:35 | Permanent-Link

    Hallo,
    ich kann den bisherigen Lieferservice von Kaisers in Berlin echt empfehlen. Nutze ihn seit 6 Jahren. Bin sehr zufrieden. Fahrer sind meist freundlich. Neuer Name, na ja, für mich nicht nötig. Werden schon ihre Gründe haben.

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