
Ransomware: Warum die Lösegeldfrage Unternehmen in die Irre führt
Viele Opfer zahlen nach Ransomware-Angriffen. Händler sollten trotzdem nicht die Zahlung vorbereiten, sondern den Wiederanlauf von Shop, ERP, Lager und Service üben.
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Viele Opfer zahlen nach Ransomware-Angriffen. Händler sollten trotzdem nicht die Zahlung vorbereiten, sondern den Wiederanlauf von Shop, ERP, Lager und Service üben.

Anne und Stefan Lemcke sind zurück. Für Händler zeigt der Fall, wann Gründernähe hilft – und warum sie ohne klare Preis- und Kanalregeln verpufft.

Kriminelle sollen 24 Menschen aus sieben Bundesländern um 1,17 Mio. Euro erleichtert haben, berichtet Heise.de. Auf professionell gestalteten Trading-Plattformen hätten sie Finanzprodukte und Derivate angeboten, fiktiven Handel simuliert und Scheingewinne in den Nutzerkonten angezeigt. Ausgezahlt worden sei kein Cent. Eine Beschuldigte, die für rund 100.000 Euro Entlohnung von 2021 bis 2023 als formelle Geschäftsführerin die nötigen Firmenkonten bereitstellte, befände sich in Untersuchungshaft.

Asiatische Unternehmen wollen ihre KI-Nutzung binnen zwölf Monaten spürbar ausweiten, meldet Alizila.com. Rund die Hälfte der von Alibaba Cloud befragten IT-Entscheider experimentiere bereits mit KI-Produkten. Ob kommerziell oder Open Source sei dabei zweitrangig – gefragt sei vor allem das Rundum-Sorglos-Paket aus Cloud und KI. Doch genau an diesen branchenspezifischen Lösungen mangele es noch. Für die kommende Zeit der KI-Agenten gründe Alibaba mit dem Token Hub einen eigenen Geschäftsbereich, der Rechenleistung für KI-Modelle als Massenware verkaufen solle.

Peking geht auf Konfrontationskurs zu Frankreichs neuem Gesetz gegen „Ultra-Fast-Fashion“, meldet Cri.cn (Radio China International). Das Handelsministerium beklage diskriminierende Auflagen für grenzüberschreitende Plattformen mit chinesischer Beteiligung. Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards dienten bloß als Vorwand für Ausschlussmaßnahmen, die gegen den WTO-Grundsatz der Nichtdiskriminierung verstoßen würden. China verlange eine rasche Korrektur und werde die Umsetzung beobachten, aber im Zweifel auch Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die Versandapotheke Sanicare hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, meldet Retail-News.de. Das Amtsgericht Osnabrück habe noch am selben Tag zugestimmt. Allerdings spreche die Betreibergesellschaft BS Apotheken OHG von einer Sanierung, nicht von einer Regelinsolvenz. Schuld seien sinkende Umsätze bei zeitgleichen, teuren Investitionen in Logistik und IT. Versand und Kundenservice liefen unverändert weiter. Schon 2012 musste Sanicare durch ein Insolvenzverfahren.

Notino hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 11,5 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro gesteigert, meldet Ecommercenews.eu. Der Omnichannel-Beauty-Händler aus Tschechien habe seine Erlöse seit 2021 mehr als verdoppelt und beliefere über 40 Mio. Kunden in 27 Märkten. Polen steuere 15 Prozent bei, und läge somit vor Tschechien und Italien. Nach schwächerem Jahresverlauf sei das Wachstum Anfang des Jahres, am Ende des Geschäftsjahres, auf 27 Prozent geklettert.

Ein Versandetikett macht Online-Händler nicht automatisch zum Verpackungserzeuger, betont der BVOH in einer Medienmitteilung. Der Verband reagiere auf Berichte des Händlerbundes, wonach die Zentrale Stelle Verpackungsregister das Aufkleben eines Etiketts bereits als Erzeugerhandlung werte. Art. 21 der ab 12. August geltenden PPWR verlange dagegen, dass der Händler die Verpackung unter eigener Marke in Verkehr bringe oder ihre Konformität verändere. Bei anderer Rechtsauffassung drohe ein ökologischer Fehlanreiz: Kartons wiederzuverwenden würde riskanter, als neue zu kaufen.

Die EU-Kommission verhängt 890 Mio. Euro Strafe gegen Google wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act, berichtet Zeit.de. Der Konzern habe eigene Dienste wie Hotelsuche und Sportergebnisse in farbigen Boxen prominenter platziert als die der Konkurrenz und App-Entwickler bei Google Play daran gehindert, auf günstigere Angebote anderswo zu verweisen. Google halte dagegen, man müsse nun von Nutzern geschätzte Echtzeit-Funktionen abschalten. Binnen 60 Tagen habe der Konzern nachzubessern, sonst drohten Strafen bis zu fünf Prozent des Weltumsatzes.

Der Senate Small Business Committee untersucht, ob Amazon chinesischen Einfluss auf seinen Marktplatz zulässt, berichtet Businessinsider.com. Republikanische Ausschussmitarbeiter hätten Amazons Fahrlässigkeit in diesem Punkt geprüft und überzeugende Belege gefunden, wie ein Rechercheur es in einer E-Mail formuliert habe.

Retail Media wirkt nur, wenn Kunden einen greifbaren Vorteil erkennen, zitiert Retail-News.de die YouGov-Studie „Retail Media aus Shopper-Sicht“. App-Coupons und Preisvorteile zeigten laut Studie die höchste Wirkung bei der Kundschaft, während digitale Screens in Filialen zwar die Blicke einfingen, aber am Regal schon wieder vergessen wären. Vor dem Einkauf informierten sich 67 Prozent über gedruckte Prospekte, 53 Prozent über Händler-Apps. Bei Speiseeis und Schokolade erreiche Werbung bis zu 86 Prozent Kaufbeeinflussung, aber bei Nudeln und Putzmitteln praktisch keine.

Etsy bietet als erster britischer Marktplatz den neuen PDDP-Service der Royal Mail für Sendungen in die EU an, meldet Channelx.world. Die für die neuen Zollregeln der EU nötigen Abgaben würden bereits beim Portokauf berechnet und beglichen, so dass Empfänger keine Nachforderung an der Haustür erwarte. Royal Mail bediene mit dem Dienst 17 Zielländer, pro Paket falle ein Pfund Bearbeitungsgebühr an, nach Irland 50 Pence.

Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 Prozent auf 119,8 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 116,9 Mrd. Dollar, meldet Heise.de. Es sei das zwölfte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Besonders kräftig zog die Cloud-Sparte mit einem Plus von 82 Prozent auf 24,8 Mrd. Dollar an. Die Google-Suche legte um 17 Prozent zu, Youtube-Anzeigen um 13 Prozent. Zugleich hob der Konzern sein Investitionsbudget von geplanten maximal 190 auf 195 bis 205 Mrd. Dollar an.

Nach Jahren beeindruckenden Wachstums stagnierte Rumäniens Online-Handel im ersten Halbjahr, berichtet Romania-Insider.com. Die Anzahl der Bestellungen verharre auf Vorjahresniveau, der Umsatz legte nominal nur vier Prozent zu, was bei über zehn Prozent Inflation eine rote Zahl ergäbe. Immerhin kletterte der durchschnittliche Bestellwert auf 57 Euro. Elektronik zog mit 42 Prozent Umsatzplus allen anderen Kategorien davon, Beauty rutschte um 20 Prozent ab. Für 2026 würde ein Volumen von 8,5 Mrd. Euro erwartet.

Der globale B2B-Online-Handel übertrifft den Verkauf an Endkunden um mehr als das Dreifache, meldet Marketscale.com unter Berufung auf DHL. Fast die Hälfte aller Beschaffungsentscheidungen des Marktes träfen inzwischen Millennials, die mit dem E-Commerce aufgewachsen seien und hohe Erwartungen mitbrächten. Wer aber schlicht einen Konsumenten-Checkout nachbaue, werde an Palettenware, Staffelpreisen und mehrstufigen Freigaben scheitern. Schneller als markeneigene Portale wie beispielsweise Boeings Modification Marketplace wüchsen horizontale Marktplätze wie Amazon Business und Alibaba.

Die EU-Kommission hat JD.com eine formelle Begründungserklärung zur geplanten Ceconomy-Übernahme zugestellt und benennt erstmals konkret ihre Einwände, berichtet Cashys Blog. Im Zentrum stehe der Verdacht, chinesische Staatshilfen wie Vorzugsfinanzierungen oder Steuervergünstigungen hätten das Angebot für die Mediamarkt-Saturn-Mutter überhaupt erst ermöglicht und könnten später den Binnenmarkt verzerren. JD.com hingegen verweise auf private Bankkredite und eigene Mittel. Die vertiefte Prüfung laufe bis zum 2. Oktober.

Rund 200 Musiker, Veranstalter und Crewmitglieder haben sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung gegen den Ticketzweitmarkt gestellt, berichtet Spiegel.de. Bots professioneller Händler kauften ganze Kontingente Sekunden nach Erscheinen auf, danach tauchten die Karten bei Viagogo, Stubhub, Ticombo, Ticketbande oder Vivid Seats für ein Vielfaches wieder auf. Oft würden außerdem Countdowns und Warteschlangen den Druck auf die Fans künstlich erhöhen.
© Black Forest Labs / FluxDie Versandapotheke Sanicare hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, meldet Retail-News.de. Das Amtsgericht Osnabrück habe noch am selben Tag zugestimmt. Allerdings spreche die Betreibergesellschaft BS Apotheken OHG von einer Sanierung, nicht von einer Regelinsolvenz. Schuld seien sinkende Umsätze bei zeitgleichen, teuren Investitionen in Logistik und IT. Versand und Kundenservice liefen unverändert weiter. Schon 2012 musste Sanicare durch ein Insolvenzverfahren.

Notino hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 11,5 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro gesteigert, meldet Ecommercenews.eu. Der Omnichannel-Beauty-Händler aus Tschechien habe seine Erlöse seit 2021 mehr als verdoppelt und beliefere über 40 Mio. Kunden in 27 Märkten. Polen steuere 15 Prozent bei, und läge somit vor Tschechien und Italien. Nach schwächerem Jahresverlauf sei das Wachstum Anfang des Jahres, am Ende des Geschäftsjahres, auf 27 Prozent geklettert.

Ein Versandetikett macht Online-Händler nicht automatisch zum Verpackungserzeuger, betont der BVOH in einer Medienmitteilung. Der Verband reagiere auf Berichte des Händlerbundes, wonach die Zentrale Stelle Verpackungsregister das Aufkleben eines Etiketts bereits als Erzeugerhandlung werte. Art. 21 der ab 12. August geltenden PPWR verlange dagegen, dass der Händler die Verpackung unter eigener Marke in Verkehr bringe oder ihre Konformität verändere. Bei anderer Rechtsauffassung drohe ein ökologischer Fehlanreiz: Kartons wiederzuverwenden würde riskanter, als neue zu kaufen.

Die EU-Kommission verhängt 890 Mio. Euro Strafe gegen Google wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act, berichtet Zeit.de. Der Konzern habe eigene Dienste wie Hotelsuche und Sportergebnisse in farbigen Boxen prominenter platziert als die der Konkurrenz und App-Entwickler bei Google Play daran gehindert, auf günstigere Angebote anderswo zu verweisen. Google halte dagegen, man müsse nun von Nutzern geschätzte Echtzeit-Funktionen abschalten. Binnen 60 Tagen habe der Konzern nachzubessern, sonst drohten Strafen bis zu fünf Prozent des Weltumsatzes.

Der Senate Small Business Committee untersucht, ob Amazon chinesischen Einfluss auf seinen Marktplatz zulässt, berichtet Businessinsider.com. Republikanische Ausschussmitarbeiter hätten Amazons Fahrlässigkeit in diesem Punkt geprüft und überzeugende Belege gefunden, wie ein Rechercheur es in einer E-Mail formuliert habe.

Etsy bietet als erster britischer Marktplatz den neuen PDDP-Service der Royal Mail für Sendungen in die EU an, meldet Channelx.world. Die für die neuen Zollregeln der EU nötigen Abgaben würden bereits beim Portokauf berechnet und beglichen, so dass Empfänger keine Nachforderung an der Haustür erwarte. Royal Mail bediene mit dem Dienst 17 Zielländer, pro Paket falle ein Pfund Bearbeitungsgebühr an, nach Irland 50 Pence.
© Black Forest Labs / FluxRetail Media wirkt nur, wenn Kunden einen greifbaren Vorteil erkennen, zitiert Retail-News.de die YouGov-Studie „Retail Media aus Shopper-Sicht“. App-Coupons und Preisvorteile zeigten laut Studie die höchste Wirkung bei der Kundschaft, während digitale Screens in Filialen zwar die Blicke einfingen, aber am Regal schon wieder vergessen wären. Vor dem Einkauf informierten sich 67 Prozent über gedruckte Prospekte, 53 Prozent über Händler-Apps. Bei Speiseeis und Schokolade erreiche Werbung bis zu 86 Prozent Kaufbeeinflussung, aber bei Nudeln und Putzmitteln praktisch keine.

Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 Prozent auf 119,8 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 116,9 Mrd. Dollar, meldet Heise.de. Es sei das zwölfte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Besonders kräftig zog die Cloud-Sparte mit einem Plus von 82 Prozent auf 24,8 Mrd. Dollar an. Die Google-Suche legte um 17 Prozent zu, Youtube-Anzeigen um 13 Prozent. Zugleich hob der Konzern sein Investitionsbudget von geplanten maximal 190 auf 195 bis 205 Mrd. Dollar an.

Nach Jahren beeindruckenden Wachstums stagnierte Rumäniens Online-Handel im ersten Halbjahr, berichtet Romania-Insider.com. Die Anzahl der Bestellungen verharre auf Vorjahresniveau, der Umsatz legte nominal nur vier Prozent zu, was bei über zehn Prozent Inflation eine rote Zahl ergäbe. Immerhin kletterte der durchschnittliche Bestellwert auf 57 Euro. Elektronik zog mit 42 Prozent Umsatzplus allen anderen Kategorien davon, Beauty rutschte um 20 Prozent ab. Für 2026 würde ein Volumen von 8,5 Mrd. Euro erwartet.

Der globale B2B-Online-Handel übertrifft den Verkauf an Endkunden um mehr als das Dreifache, meldet Marketscale.com unter Berufung auf DHL. Fast die Hälfte aller Beschaffungsentscheidungen des Marktes träfen inzwischen Millennials, die mit dem E-Commerce aufgewachsen seien und hohe Erwartungen mitbrächten. Wer aber schlicht einen Konsumenten-Checkout nachbaue, werde an Palettenware, Staffelpreisen und mehrstufigen Freigaben scheitern. Schneller als markeneigene Portale wie beispielsweise Boeings Modification Marketplace wüchsen horizontale Marktplätze wie Amazon Business und Alibaba.
© Black Forest Labs / FluxDie EU-Kommission hat JD.com eine formelle Begründungserklärung zur geplanten Ceconomy-Übernahme zugestellt und benennt erstmals konkret ihre Einwände, berichtet Cashys Blog. Im Zentrum stehe der Verdacht, chinesische Staatshilfen wie Vorzugsfinanzierungen oder Steuervergünstigungen hätten das Angebot für die Mediamarkt-Saturn-Mutter überhaupt erst ermöglicht und könnten später den Binnenmarkt verzerren. JD.com hingegen verweise auf private Bankkredite und eigene Mittel. Die vertiefte Prüfung laufe bis zum 2. Oktober.

Rund 200 Musiker, Veranstalter und Crewmitglieder haben sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung gegen den Ticketzweitmarkt gestellt, berichtet Spiegel.de. Bots professioneller Händler kauften ganze Kontingente Sekunden nach Erscheinen auf, danach tauchten die Karten bei Viagogo, Stubhub, Ticombo, Ticketbande oder Vivid Seats für ein Vielfaches wieder auf. Oft würden außerdem Countdowns und Warteschlangen den Druck auf die Fans künstlich erhöhen.