10 Tipps: So kommt das Mailing auch beim Kunden an

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 30. April 2014 |

10 Tipps: So kommt das Mailing auch beim Kunden an
Sie haben schon tolle Betreffzeilen, ein gelungenes Design und sind trotzdem sicher, dass Sie mit ihren Mailings an Kunden noch mehr herausholen können? Dann sollten Sie vielleicht an der Zustellbarkeit arbeiten. Es nutzt ja wenig, wenn die Mail gleich im Spam-Ordner von Google Mail landet, obwohl der Kunden sie gar nicht als Werbemüll begreift.  Was also tun, um die Zustellbarkeit zu verbessern?


10 Tipps: So kommt das Mailing auch beim Kunden an
Sebastian Fleischmann, Sales Director DACH bei Responsys, einem Anbieter für Cloud-Marketing-Software und -Services, gibt zehn kurze Tipps, wie Marketer die Zustellbarkeitsraten ihrer Marketing-Mails verbessern.

1. IP-Adresse aufwärmen: Schicken Sie eine E-Mail an eine kleine, aber sehr dialogbereite Empfängergruppe und richten Sie sich dabei an Mengenvorgaben, die die wichtigsten Internet Service Provider (ISP) machen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die E-Mail auch geöffnet wird, und Sie einen guten Eindruck bei ISPs machen. Generell sollten Sie immer eine dedizierte E-Mail-Adresse für den Versand von Marketing-Mails nutzen.

2. Fälschungen und Betrug bekämpfen: Nutzen Sie Schlüsselmethoden der E-Mail-Authentifizierung wie Sender Policy Framework (SPF), Domain Keys Identified Mail (DKIM) und Domain-basierte Message Authentication (DMARC), um ihre Empfänger aktiv zu schützen – wenn diese sicher sind, dass Ihre E-Mails keinen Schaden anrichten, steigt auch die Bereitschaft, sie zu öffnen.

3. Sammeln Sie Feedback von Gmail-Nutzern: Anders als die meisten ISP bietet Gmail derzeit keine Feedback Loops an – E-Mail-Marketer bekommen demnach keine Information darüber, welche Adressaten ihre Mails als Spam eingestuft haben. Um dennoch Aufschluss darüber zu bekommen, sollten Sie die Funktion „List Unsubscribe“ nutzen, um aktiv Nutzer aus ihren Adresslisten zu streichen – und so zu verhindern, dass Sie von diesen als „Spammer“ gebrandmarkt werden.

4. Die White List ist kein Freibrief, in den Posteingang zu gelangen: Auf die White List eines ISPs zu gelangen bedeutet nur, dass dieser Sie als Absender anerkennt, der von derselben IP-Adresse sehr viele E-Mails verschickt – das ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass Ihre E-Mails auch beim Empfänger ankommen. Hat dieser Ihre Mails etwa schon öfter ungelesen in den Spam-Ordner verschoben, kann es durchaus sein, dass Sie trotz White List nicht in seine Inbox gelangen.

5. Vorsicht mit neuen E-Mail-Adressen: Bedenken Sie genau, wie Sie neue E-Mail-Adressen und Opt-Ins bekommen möchten. So ist es oft kein erfolgversprechender Weg, etwa Verkäufer in stationären Geschäften für abgegebene Adressen zu belohnen - das führt oft dazu, dass sich die Qualität von Adresslisten verschlechtert, weil der Verkäufer in dem Fall berechtigterweise eher den eigenen Vorteil im Auge hat.

6. Erwartungen der Abonnenten erfüllen: Seien Sie von Anfang an so transparent wie möglich und weisen Sie den Empfänger schon in der Willkommensmail darauf hin, welche Inhalte mit welchem Mehrwert er künftig von Ihnen bekommen wird – so haben Ihre E-Mails später eher eine Chance vom Empfänger auch wirklich gelesen zu werden.

7. Empfänger aktiv halten: Setzen Sie eine Strategie zur erneuten Aktivierung Ihrer Abonnenten auf - ändern Sie sowohl Häufigkeit des Versands als auch Inhalte auf Basis des bisherigen Nutzerverhaltens. So stellen Sie sicher, dass Ihre E-Mails relevant bleiben und die Empfänger regelmäßig einen Grund haben, Ihre Mails zu öffnen.

8. Regelmäßiges Prüfen von zurückgekommenen E-Mails: Untersuchen Sie genau, warum E-Mails nicht zugestellt werden können. Nur so sind Sie in der Lage, ungewöhnliche Probleme und Trends zu erkennen. Außerdem bereinigen so auch regelmäßig Ihre Adresslisten und bleiben eher auf der White List der ISPs sowie in den Posteingangs-Ordnern Ihrer Zielgruppe.

9. Nutzen Sie die Gmail-Tabs: Versuchen Sie nicht die Art und Weise zu ändern, wie Gmail Ihre Nachrichten klassifiziert, da diese meistens durchaus korrekt ist. Verwenden Sie Ihre Zeit stattdessen lieber darauf, die Botschaft an den Empfänger anzupassen und ihm so relevante Inhalte zu liefern.

10. Landespezifische Gesetze und Regularien: Es reicht nicht, wenn Sie ausschließlich mit der deutschen Rechtsprechung vertraut sind – schließlich befindet sich Ihr Empfängerkreis eventuell auch in anderen Ländern. Zudem müssen Sie bezüglich etwaiger Neuerungen immer auf dem aktuellsten Stand bleiben – gerade auch in Deutschland, wo erst kürzlich das Double-Opt-In noch einmal detaillierter in Augenschein genommen wurde und wo mit die strengsten Vorschriften in Punkto Opt-In herrschen.

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Responsys „New School Marketer Guide: E-Mail-Zustellbarkeit“, der hier heruntergeladen werden kann.



photo credit: ntr23 via photopin cc

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Thema: Marketing

Schlagworte: E-Mail-Marketing

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