Die 22 besten Tools für das Content Marketing

Von Stephan Lamprecht | 15. Februar 2016 |

Überzeugend produzierte und interessante Inhalte, die über soziale Netzwerke verteilt werden, sind ein probates Mittel, Werbung für die Produkte und den Shop zu betreiben. Content-Marketing ist dabei, sich als festes Element im Konzert der Marketing-Maßnahmen zu etablieren. Wir stellen Ihnen einige Werkzeuge und Dienste vor, die Sie bei der Produktion und Verteilung Ihres Contents unterstützen.

Tools für Ideenfindung und Recherche

Content-Produktion und Content-Marketing könnten so einfach sein, wenn es da nicht auch noch die Sache mit dem weißen Bildschirmhintergrund gäbe. Das, was Schriftsteller immer wieder als "Angst vor dem weißen Blatt Papier" beschrieben haben. Welches Thema könnte der Aufhänger für den nächsten Blogpost sein? Womit beschäftigen sich die Menschen gerade, was interessiert sie? Diese Tools liefern Ihnen Inspirationen, Ideen und Keywords.

Quora

Die 22 besten Tools für das Content Marketing
Der Dienst wurde unmittelbar nach dem Start in den Medien extrem gepusht, entsprechend begehrt waren die ersten Einladungen. Auf Quora können die Nutzer Fragen stellen, die von den anderen Mitgliedern beantwortet werden. Das klingt schlicht und ist es auch. Was den Dienst wertvoll macht, ist sein breites Themenspektrum. Über die Kategorisierung, dem Folgen von Rubriken oder Abonnieren von Fragen und Antworten bietet sich Quora als Einstieg in die Recherche an.

Feedly

Feedly ist in erster Linie ein RSS-Reader. Dank der Apps für Tablet und Smartphone ist auch das Arbeiten von unterwegs möglich. Feedly lässt sich sehr gut als Basis für das Kuratieren von Nachrichten verwenden. Verbindungen zum Service richten Sie u.a. mit Evernote, Google+, Twitter, Facebook und Linkedin ein. Zur Inspiration ist die Suchfunktion gut geeignet, die Blogs und Newsfeeds vorschlägt. Die Basisfunktionen sind kostenlos, größeren Nutzen bietet aber die Pro-Version, die knapp 6 Dollar pro Monat kostet. Sie ist auch Voraussetzung für das neue "Shared Collections", mit dem interessante Quellen und Artikel direkt bei Feedly veröffentlicht werden können.

Die 22 besten Tools für das Content Marketing
Pocket ist ein guter Ausgangspunkt für Inspiration und Kuratieren von Inhalten

Pocket

Diesen Service nutzen wir in der Redaktion selbst. Veteranen werden sich vielleicht noch an Dienste wie delicio.us erinnern. Pocket übernimmt dank Apps und Bookmarklets die Funktion eines ständig bereit stehenden Eingangskörbchen für Webfundstücke. Es wird aber nicht nur der Link gespeichert, sondern auch der (Voll-)Text des Artikels. Alles, was Sie später einmal lesen wollen, landet zunächst in Pocket. Von dort kann es wieder mit anderen geteilt werden. Zur Inspiration können Sie sich auch Artikel empfehlen lassen, oder anderen folgen.

Buzzsumo

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Treffender Produktname: Eine Suchmaschine für Buzz
Diese Suchmaschine ist gleich in mehrfacher Hinsicht bei der Recherche nützlich. Zum einen finden Sie aktuelle Themen, die die (Web-) Öffentlichkeit am meisten beschäftigen. Das liefert einerseits Ideen, andererseits finden Sie damit interessante Quellen oder Adressaten für Ihren Content. Haben Sie bereits ein konkretes Thema vor Augen, finden Sie mit der Funktion "Most Shared" Blogs und einflussreiche Twitter- bzw. Facebook-Nutzer, die sich gerade um dieses Thema kümmern. Der kostenlose Einsatz liefert allenfalls einen ersten Einblick in das System. Ganz billig ist die Nutzung der vollständigen Analysefunktionen nicht. Ab 99 Dollar pro Monat geht es los.

Inbound.org

Marketing ist Ihr Thema? Dann lohnt sich der Besuch dieses Angebots. Denn auf der einfach gestalteten Website können Sie in Diskussionen und Kommentaren recherchieren oder sich die Protokolle von AMA-Sitzungen (Ask me anything) ansehen. Das ist nicht nur für uns Journalisten spannend, sondern auch nützlich, um auf Ideen für Kampagnen zu kommen.

Reddit

Wenn es um Recherche und Inspiration geht, darf Reddit natürlich nicht fehlen. Mich persönlich verbindet mit dem Dienst eine Art Hassliebe. Da sich über Geschmack ja bekanntlich hervorragend streiten lässt, spare ich mir lieber eine Würdigung der Optik. Bei Reddit finden Sie absolute Content-Perlen, teilweise aber eben auch Artikel und Blogbeiträge, die ins inhaltliche Nirwana führen. Das Stöbern und Suchen in den Inhalten lohnt sich aber.

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Vielleicht nicht schön, aber voller Inspiration

Keyword-Analysen

Das mit den Schlüsselwörtern ist so eine Sache. Denn ein Begriff, der für Sie selbstverständlich erscheint, muss von den Nutzern noch lange nicht verstanden oder genutzt werden. Die hier vorgestellten Dienste helfen dabei, sich zwischen verschiedenen Keyword-Varianten zu entscheiden, neue Keywörter zu entdecken oder sich anzusehen, wonach Nutzer suchen.

Google Trends

Trends von Google ist praktisch und wie alle Werkzeuge von Google einfach in der Bedienung. Einerseits zeigt es Suchbegriffe, nach denen die Nutzer aktuell am häufigsten suchen. Durch die Eingabe eigener Schlagworte können Sie aber auch ermitteln, ob ein Produkt oder ein Thema nachgefragt werden oder sich der Trend bereits umkehrt. Praktisch ist Trends außerdem, wenn es um die Entscheidung geht, welches Suchwort stärker nachgefragt wird. Dazu lassen Sie einfach zwei Begriffe gegeneinander antreten.

Nicht unerwähnt darf natürlich der Keyword Planer bleiben, der allerdings schon seit einiger Zeit in Adwords integriert worden ist. Ausgehend von einer Eingabe schlägt das System Alternativen vor.

Keywordtool.io

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Die kostenlose Version reicht bereits aus, um Ideen für Keywords zu sammeln. Berücksichtigt werden Google, Bing und Youtube. Das korrespondierende Suchvolumen zu einem Begriff wird allerdings nur in der kostenpflichtigen Variante sichtbar. 88 Dollar pro Monat kostet der Dienst.

Ubersuggest

Die eigentlichen Funktionen von Ubersuggest werden rasch übersehen. Denn die Betreiber setzen ordentlich Werbebanner ein. Zentral in der Mitte des Bildschirms finden Sie die Maske, über die Sie passend zu Ihrer Eingabe weitere Keywords abrufen. Das Werkzeug kann auch als Ausgangsbasis für die Buchung von Keywords in Kampagnen genutzt werden. Mit einem Klick auf das Pluszeichen vor einem Eintrag wird er in den "Warenkorb" übernommen. Die etwas unscheinbare Schaltfläche öffnet danach ein weiteres Fenster. Den Inhalt übernehmen Sie dann mit Markieren und Kopieren, um ihn dann im Buchungstool zu verwenden.

Content-Produktion

Nachdem Sie wissen, zu welchem Thema Sie etwas beisteuern wollen, worüber Sie konkret schreiben möchten, beginnt die eigentliche Arbeit. Mit diesen Werkzeugen geht es leichter von der Hand.

Pablo

Pablo war einmal ein eigenständiger Dienst, bis die Macher von Buffer das Tool integriert haben. Wer also über ein Benutzerkonto von Buffer verfügt, kann auch Pablo nutzen. Mit Pablo erstellen Sie mit wenigen Mausklicks Grafiken für soziale Netzwerke, die aus einem Hintergrundbild und Ihre Botschaft, zum Beispiel einem Zitat bestehen. Zur Auswahl stehen unzählige Hintergründe. Die Bedienung ist extrem einfach, und wenn es der Nutzer möchte, schlägt der Dienst auch (englischsprachige) Zitate vor.

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Pablo gehört zu Buffer und erleichtert, das Zeichnen von Bildbotschaften


Canva

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Canva ist das Zeichenwerkzeug für alle Anwender, ohne künstlerisches Talent
Den Service haben wir Ihnen schon einmal vorgestellt. Canva ist das Zeichenprogramm für alle Nutzer ohne besonderes zeichnerisches Talent. Für den Einsatz auf Twitter, im Blog oder Instagram sind bereits passende Vorlage unmittelbar am Start. Der Nutzer klickt aus Hintergründen, Formen und Textfeldern seine Abbildung zusammen. Das geht kostenlos. Allerdings gibt es eine Reihe von In-App-Käufen. Ein Premium-Hintergrund kostet 1 US-Dollar. Der muss aber erst bezahlt werden, wenn die Grafik auf heruntergeladen wird, um diese dann als PNG oder PDF in eigenen Produktionen zu verwenden.

Easy.ly

Hier wird ein ähnlicher Ansatz wie bei Canva genutzt. Mit dem kostenlosen Zugriff sind allerdings nur wenige Gestaltungsoptionen möglich. Ab 3 Dollar pro Monat stehen dann schon 50 Schriftarten und 1000 Grafiken zum Einsatz bereit. Schwerpunkt bei den Vorlagen sind Infografiken.

Infogr.am

Wer regelmäßig Infografiken und Diagramme erstellen möchte, ohne sich erst in die Tiefen von Excel oder Powerpoint zu begeben, sollte Infogram ausprobieren. Die vielen Vorlagen und die übersichtliche Oberfläche führen schnell zu einem ansprechenden Ergebnis. Die Diagramme werden öffentlich geteilt und ähnlich wie eine Slideshare-Präsentation auf der Website eingebunden. Wer seine Zeichnungen lieber herunterladen will, oder das eigene Logo auf den Diagrammen sehen möchte, der muss ein Pro-Konto eröffnen. Das kostet 3 Dollar pro Monat.

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Wordliga-Textanalyse

Ist Ihr Blogbeitrag gut lesbar? Wie sieht es stilistisch aus? Und haben Sie das Keyword auch ausreichend genug verwendet? Diese Fragen beantwortet dieses Analyse-Werkzeug. Sie kopieren Ihren Text einfach in die Eingabemaske und bekommen automatisch eine Einschätzung der Lesbarkeit und Hinweise auf bessere Formulierungen zurück. Gelegentlich gibt es Probleme mit der Rückmeldung oder es werden leere Daten zurückgeliefert. Versuchen Sie dann dieses Angebot: http://www.pr-gateway.de/textanalyse

Curata

Ganz preiswert ist die Nutzung von Curata mit einer Monatsgebühr von 800 Dollar nicht. Dafür leistet der Service aber eine Menge. Wie der Name bereits suggeriert, geht es in erster Linie um die Kuration von Inhalten. Der Nutzer muss aber nicht selbst ständig das Internet nach Content durchsuchen. Vielmehr genügt eine erste Trainingsphase, um den Algorithmus von Curata zu füttern. Danach unterbreitet der Dienst automatisiert Vorschläge, die er auch nach Relevanz priorisiert. Die aufbereiteten Inhalte lassen sich dann über die eigenen Kanäle verbreiten oder in Marketing-Engines übernehmen. So existiert beispielsweise eine Schnittstelle in die Marketing-Cloud von Oracle.

 

Silk

Silk ist ein Service für ZDF: Zahlen, Daten, Fakten - ob es um allgemeine Statistiken, Geschäftszahlen, Leistungsvergleiche und andere Daten geht. Der Anbieter hat sich auf die Aufbereitung von Zahlenmaterial spezialisiert. So kann der Nutzer etwa seine Rohdaten per Excel-Tabelle hochladen, um daraus dann ein Schaubild produzieren. Fotos können ebenfalls hochgeladen werden, um eine Minisite für das Story Telling zu produzieren.

Content-Verbreitung

Damit Ihr Content auch seinen Weg zu den Leser findet, brauchen Sie Werkzeuge, die das Teilen von Inhalten möglichst einfach und komfortabel machen.

Buffer

Bereits in der kostenlose Version kann Buffer viel. Mit Buffer bestücken Sie Ihre Social Media Kanäle: Twitter, Facebook, LinkedIn und Google+. In der bezahlten Version kommt dann noch Pinterest hinzu. Wenn Sie Content kuratieren, hilft das Bookmarklet für den Browser. Mit einem Mausklick übernehmen Sie die URL des Artikels und können diesen posten. Bis zu 10 Beiträge in Voraus sind kostenfrei planbar. Wenn Sie einen größeren Bedarf haben, geht dies ab 10 Dollar pro Monat. Das Einbinden individueller Benutzerkonten etwa von Bitly ist problemlos möglich. Neben der individuellen Zeitplanung können Sie das Posten auch Buffer automatisiert überlassen. Dann versucht der Dienst anhand einer Analyse Ihrer bisherigen Interaktionen den besten Versandzeitpunkt zu ermitteln und zu nutzen. Zu Buffer gehört auch Pablo. Interagieren können Sie mit Ihren Followern aber nicht.

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Hootsuite

Funktional bietet Hootsuite teilweise mehr als die Social Media Tools größerer Marketing-Suiten. In der kostenlosen Version können Sie bis zu 3 Profile anlegen. Wer mehr braucht, greift zur Pro-Version, die 8 Euro pro Monat kostet. Über ein Dashboard behalten Sie die verschiedenen Konten im Blick. Hootsuite ist nicht allein für das Posten von Beiträgen geeignet. In dieser Hinsicht bietet es die gleichen Funktionen wie Buffer. Mit Hootsuite antworten Sie auf Kommentare, veröffentlichen Twitterbeiträge und Facebook-Postings und reagieren darauf. Enthalten sind auch Funktionen, um Themen aufzuspüren oder auch Reaktionen auf eigene Postings anzusehen. Insgesamt kann Hootsuite deutlich mehr, als sich an dieser Stelle aufzählen lässt.

Storify

Mit Storify kuratieren Sie Inhalte aus sozialen Netzwerken rund zu einem Thema. Twitter, Instagram, Facebook, Google+, Tumblr, Soundcloud, Youtube oder auch freie URLs - Sie durchsuchen die Netzwerke nach einem Stichwort oder Hashtag und ziehen die passenden Artikel in eine eigene Timeline. Das Ergebnis lässt sich dann als eigener Feed verfolgen oder auch auf einer Webseite einbetten. Überaus praktisch, um über die Reaktionen der Nutzer auf eine Veranstaltung, einen Produktlaunch oder eine Kampagne zu berichten.

Snip.ly

Die 22 besten Tools für das Content Marketing
Mit diesen Dienst machen Sie mehr aus Ihren Postings auf Twitter & Co. Der Service agiert auf der einen Seite als URL-Kürzer. Das ist natürlich nichts Besonderes. Sie können aber jede URL, die Sie an das System übergeben, mit einer Call-to-Action verbinden, beispielsweise mit einem kleinen Fenster, das zusätzlich zum kuratierten Inhalt angezeigt wird. Damit können Sie die Leser auf besondere Aktionen oder auf eine Zielseite aufmerksam machen. Damit Sie nicht ständig den Umweg über das Portal selbst machen müssen, lässt sich Sniply mit einer Vielzahl an Werkzeugen und Diensten koppeln, etwa Hootsuite, Buffer oder auch Feedly. Die kostenfreie Version gestattet bis zu 1.000 Klicks auf Ihre Links pro Monat. Bis zu 5.000 Klicks kosten dann gute 30 Dollar.

Socialpilot.co

Wenn Sie so wollen, ist das hier das große Geschwisterkind von Buffer. Denn bereits in der kostenfreien Variante können mehr Benutzerkonten hinterlegt werden. Über Plug-ins kuratieren Sie interessante Beiträge, um diese auf einem Netzwerk zu veröffentlichen. Enthalten sind neben Twitter, Facebook und LinkedIn auch noch Xing, Pinterest und Tumblr. Die Postings lassen sich automatisiert verteilen (bis zu 20 Beiträge dürfen in der Queue abgelegt werden), aber auch minutengenau einrichten. Was das Werkzeug für Händler interessant macht, ist die Verknüpfung mit dem eigenen Shop, um automatisiert Promotions zu veröffentlichen. Amazon, Ebay, Magento, Etsy und Presta sind dabei. Diese Funktion erfordert aber ein kostenpflichtiges Benutzerkonto. Das kostet dann 15 Dollar pro Monat.

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Planung und Koordination

Wann erscheint welcher Beitrag auf welchem Kanal? Wer Content Marketing intensiv betreibt und vielleicht verschiedene Aktionen, Marken oder Shops bewirbt, braucht eine Übersicht. Hier gibt es kaum Spezialwerkzeuge. Die Tools für die Distribution umfassen alle verschiedene Zeitpläne und Übersichten, berücksichtigen dabei aber natürlich nur die dort eingestellten Inhalte. Für die Aufstellung eines Redaktionsplans käme auch ein Dienst wie Trello (das wir bei etailment ebenfalls nutzen) in Frage. Ist Wordpress das zentrale CMS, ist das Plug-in "Editorial Calendar" ganz nützlich.

Scompler

Wir haben Ihnen diesen Service bereits an dieser Stelle ausführlicher vorgestellt. Mit Scompler planen Sie nicht nur Ihre Aktivitäten, sondern steuern auch die Contentproduktion (etwa in Form von Briefings für externe Dienstleister) und können sich auch direkt aus dem System heraus um die Verteilung kümmern. Das alles unter einer einleuchtenden Bedienoberfläche. Bis sich alle Funktionen erschlossen haben, erfordert das Werkzeug aber etwas Einarbeitungsaufwand.


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