Meerkat: Eine App könnte Twitter zum TV-Shopping-Kanal machen

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 13. März 2015 |

Meerkat: Eine App könnte Twitter zum TV-Shopping-Kanal machen
Es scheint als hätte die Twitter-Gemeinde danach gegiert. Eine App, mit der sich endlich einmal spielen, experimentieren lässt, die Fun und Mehrwert verspricht. Eine App, die phantastische Möglichkeiten verspricht. Meerkat ist diese App. Sie könnte Twitter sogar zu einer Art TV-Shopping-Kanal mit Livestream und Interaktion machen. Fast schon obsessiv wird Meerkat jedenfalls wenige Tage nach dem Start von Legionen von Nutzern getestet.

Worum geht es?

Meerkat (Erdmännchen) ist im Kern nur eine Live-Streaming-App für Twitter (derzeit nur mit iOS). Ein Klick genügt, um mit dem Smartphone ein Video in die Welt hinauszublasen. Sehen können das die eigenen Follower - live und in Echtzeit.
Damit niemand eine laufende Sendung verpasst, bietet Meerkat auch eine Vorankündigungsfunktion. Tweets aka Kommentare werden in den Stream als Chat eingebunden.
Meerkat: Eine App könnte Twitter zum TV-Shopping-Kanal machen

Das ist natürlich zunächst ein spannendes Tool für Journalisten zur Liveberichterstattung. Auch Übertragungen von Kongressen habe ich schon im meinen Stream gesehen.

Spannend ist Meerkat aber auch für Marken und Händler: Präsentationen, Events, Produktankündigungen können so schnell und wirksam verbreitet werden, wenn man nicht, wie die rsten Nutzer derzeit, nur verwackelte Filmchen vorzeigt.

Auch Verkaufe geht: Warum Kunden nicht einmal live durch einen neu eröffneten Laden führen? Auch  Aktionen und Schnäppchenangebote kann man den ja durchaus besonders wohlgesinnten Followern bei Twitter mit einer Live-Shoppingaktion bei Twitter vorab ala QVC präsentieren und anbieten. Gerade hier könnte das Meerkätzchen zeigen, ob es nicht nur ein Hype ist, sondern ein bald brüllender Löwe. 

Da während der Übertragung auch die Accounts der aktuellen Zuschauer angezeigt werden, bieten sich hier in Zukunft zudem ganz neue Formen der Interaktion. Noch ist der Funktionsumfang obendrein sehr spärlich. Noch gibt es nur Hochkant-Videos, die seit der Ice-Bucket-Challenge nicht mehr ganz so peinlich sind.

Da lässt sich für die Zukunft so einiges denken - bis hin zur Platzierung von Buy-Buttons. Das Marken und Einkaufserlebnis lässt sich mit Meerkat jedenfalls noch viel direkter gestalten als beispielsweise bei Instagram oder Vine.

Ob Meerkat sich durchsetzt? Unklar. Twitter hat nämlich gerade den Anbieter Periscope übernommen. Auch der macht das Teilen von Echtzeit-Videos salonfähig. Möglich also, dass Twitter aus eigenem Interesse die kleine Meerkatze "aussetzt". Die Idee jedenfalls bleibt bestechend.

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Thema: Marketing

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