Pop-Up-Stores: So finden Händler die passende Location

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 19. Januar 2015 |

Onlinehändler, die ihre Marke erlebbar machen wollen, treibt es in die Fußgängerzonen – Pop-up-Stores als Multichannel-Spielplatz und Testlabor. Doch wie kommt man am besten an entsprechende Ladenflächen? Man kann den Makler um die Ecke fragen. Oder im Einkaufscenter anfragen. Da steht ja oft genug ein Laden leer. Doch auch einige Spezialisten haben sich auf die wachsenden Nachfrage hierzulande eingerichtet.

 

Es sind nicht nur große Namen wie jüngst Zappos (Las Vegas) oder auch Zalando, zuletzt gabs eine Pop-up-Eröffnung in Warschau, die das Markenerlebnis auf die Straße bringen, sondern auch kleiner Händler wie Urbanara im Bikini Berlin oder Amorelie mit einem sexy Ableger in Berlin. Auch die Otto-Group-Tochter sheego zeigte sich im neuen Einkaufszentrum Milaneo in Stuttgart.

 

Doch wie findet man die entsprechende Location?

Eine der ersten Adressen für temporäre Läden: Immobilienscout24 bietet dafür sogar eine eigene Rubrik auf und bietet sich auch als Helfer bei der Promotion an. 

Das Start-up Popup Berlin, es war zeitweilig beim Immobilienscout24-Inkubator YOU IS NOW beheimatet, hilft außerdem bei der Suche in rund einem halben Dutzend deutscher Großstädte und liefert online natürlich auch Eindrücke des Ladens. Inzwischen steht Popup Berlin finanziell und strategisch auf eigenen Beinen und agiert unabhängig.

Pop-Up-Stores: So finden Händler die passende Location


Bei der Suche nach Zwischenmieten hilft auch „Popup my brand“, die unter anderem für Happy Socks in Köln, Hamburg, München und Berlin Pop-Up-Stores organisierten und auch Personal stellten.

„We are Pop up“ nennt sich ein international ausgerichteter Anbieter, der neben etlichen britischen Adressen auch Berlin im „Sortiment“ hat.

Wer ein Plätzchen in den USA sucht, der ist bei der Mutter aller Pop-up-Makler Storefront an der richtigen Adresse.

URBANARA_Pop Up Shop Berlin
Wohnlich: Im Pop-up--Shop von Urbanara in Berlin

Doch nicht nur die Fläche und der richtige Standort sind wichtig.

  • Am Personal sollten Händler auch nicht sparen. Gerade in diesen temporären Aushängeschildern der Marke für neugierige Kunden ist freundliches und qualifiziertes Personal gefragt.
  • Im Show-Laden sollten Händler nicht allein auf Konversionsraten schielen. Stattdessen sollten sie eher dafür sorgen, dass das Markenerlebnis auch mit Blick auf den Online-Shop möglichst umfassend ist.
  • Entscheidend für den Erfolg ist auch ausreichend PR: Es kann beispielsweise sinnvoll sein, soziale Medien für mehr Mundpropaganda einzubinden. So initierte Happy Socks für den Store in Berlin eine Foto-Aktion bei Instagram, die die Location bekannter machen sollte.
  • Auch Blogger sind Multplikatoren, die man zu einer Eröffnung einladen sollte.
  • Die zeitlich begrenzten Stores sind eine gute Gelegenheit, um spezielle Promotions zu testen, neue oder limitierte Produkte anzubieten und zu erproben oder Hardcore-Fans ein besonderes Goodie bei einem Besuch im Laden zu bieten.

Lesetipp: "Pop-up-Stores im Modebereich: Erfolgsfaktoren einer vergänglichen Form der Kundeninspiration" (pdf). Der 34-Seiter vom IMB Institute of Management Berlin ist nicht nur für das Fashion-Segment interessant und trotz des Veröffentlichungsjahres 2012 immer noch aktuell.

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Thema: Marketing

Schlagworte: Pop-up-Store

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