Was Sie über das Marketing auf Pinterest wissen müssen

Von Stephan Lamprecht | 11. November 2015 |

Die Macht der Bilderdienste für Handel und Marketing haben uns bereits häufiger beschäftigt. Damit der Einstieg auf Pinterest schneller gelingt, haben wir für Sie eine Reihe von Tipps zusammengestellt.

Wer sich mit der Handy-App bisher nur oberflächlich mit Pinterest beschäftigt hat, wird zunächst wohl kaum in Euphorie in Hinblick auf dessen Marketing-Potential ausbrechen. Viele bunte Bilder - schön. Das Unverständnis resultiert oftmals aber auch aus der Unkenntnis heraus, dass die Möglichkeiten auf Pinterest vom gewählten Kontentyp abhängen. Unternehmen stehen einfach mehr Funktionen zur Verfügung.

Was Sie über das Marketing auf Pinterest wissen müssen

Business Accounts - bringen mehr Möglichkeiten

Was Sie über das Marketing auf Pinterest wissen müssen
Ein typischer Produkt-Pin auf Pinterest
Sie benötigen einen Business-Account, um das volle Potential von Pinterest nutzen zu können. Auf der Seite https://business.pinterest.com/de richten Sie sich ein Konto ein oder wandeln eine bereits bestehende Mitgliedschaft um. Dazu müssen Sie auch die entsprechend abweichenden AGB bestätigen.

Beginnen Sie damit, Ihre Profilseite möglichst vollständig auszufüllen und bestätigen Sie Ihre Webseite.

Damit erhalten Sie weitere Funktionen:

  • Nutzung von Pinterest Analytics: Mit diesem Werkzeug können Sie den Erfolg Ihrer Pins messen und die Interaktionen mit den Nutzern auswerten.
  • PinIt-Button für Ihre Webseite: Sie erhalten einen PinIt-Button für Ihre Site. Die Zugriffe darauf gehen dann natürlich auch in die Analyse ein.
  • Rich-Pins: Sie dürfen "Rich Pins" nutzen. Deren Inhalte liegen auf Ihrer Website und werden über einen besonderen Quellcode auf Ihren Boards eingesetzt. Es gibt verschiedene Arten dieser Pins: Apps, Filme, Rezepte, Artikel, Produkte und Orte. Insbesondere die Produkt-Pins dürften für Händler interessant sein, da hier aktuelle Preise und Verfügbarkeiten hinterlegt werden dürfen.

Was kommt auf Pinterest an?

Um erfolgreich auf einem visuellen Medium zu sein, müssen Sie hohe Ansprüche an die Qualität des Bildmaterials stellen. Achten Sie auf helle Farben, ausreichende Kontraste und Schärfe. Pins haben alle die gleiche Breite, aber unterschiedliche Längen. Eine gute Größe, um aufzufallen, dürfte bei 736 x 1102 Pixeln liegen. Das ist nicht zu groß und nicht zu klein. Online-Editoren wie Canva bieten bereits entsprechende Vorlagen.

Damit Ihre Pins in dem unendlichen Bilderstrom auch gefunden werden, nutzen Sie möglichst populäre Kategorien.

Das Blog von Kissmetrics hat diese einmal in einer Grafik dargestellt.

Was Sie über das Marketing auf Pinterest wissen müssen
Die populärsten Kategorien auf Pinterest

Nach wie vor liegen Info-Grafiken und Anleitungen im Trend und in der Gunst der Nutzer. Versuchen Sie, solchen Content zu produzieren.

Posten Sie regelmäßig, damit die Nutzer erkennen, dass es sich nicht nur um eine Eintagsfliege handelt. Es gibt hier keine Grenzen. Zu Anfang sind Ihre Boards ohnehin noch überschaubar. Jede Stunde wenigstens ein Bild ist nicht zu viel. Sie können Content natürlich in Voraus produzieren. Legen Sie dazu am besten für sich ein verstecktes Board an und legen Sie die vorbereiteten Inhalte dort an. Dann müssen Sie den Pin nur noch auf das öffentliche Board ziehen.

Bei der Vergabe von Titeln und Beschreibung achten Sie auf die minimalen Regeln der Suchmaschinenoptimierung. Überlegen Sie sich ein Keyword, unter dem der Pin gefunden werden soll. Setzen Sie es im Titel und in der Beschreibung ein.

Vergessen Sie die Interaktion nicht!

Was Sie über das Marketing auf Pinterest wissen müssen
Infografiken und How-tos kommen auf Pinterest immer noch gut an
Um Ihr Publikum zu finden, denken Sie auch an die (wie auf allen Netzwerken notwendige) Interaktion. Machen Sie Ihren Kunden und Website-Besuchern bekannt, dass Sie auf Pinterest sind. Fügen Sie regelmäßig Ihre besten Pins in Ihren Newsletter ein oder berichten Sie im Blog darüber.

Verbinden Sie Ihren Pinterest-Account mit anderen sozialen Kanälen wie Twitter und Facebook, um Content dort automatisiert zu zeigen. Haben Sie Kommentare erhalten, nehmen Sie sich die Zeit und antworten Sie direkt darauf. Sehen Sie sich an, welche Nutzer Ihnen folgen, und kommentieren Sie beispielsweise dort neue Pins. Seien Sie sich gleichfalls nicht zu schade, um etwa Pins von populären Boards zu kommentieren. Das steigert Ihre Sichtbarkeit. Mehr als ein Zweizeiler ohne plumpe Anbiederung muss es indes schon sein.

Und bleiben Sie geduldig. Ob auf Twitter, Instagram oder Facebook. Beharrlichkeit und Kreativität sind die Schlüssel zum Erfolg.


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: Marketing

Schlagworte: Pinterest

FBA erklärt - so funktioniert der Versand über Amazon
In dieser Woche haben wir in unserem Morgennewsletter auch eine Meldung zur Preisgestaltung von "Ful ...
Topartikel
FBA erklärt - so funktioniert der Versand über Amazon
In dieser Woche haben wir in unserem Morgennewsletter auch eine Meldung zur Preisgestaltung von "Ful ...
So setzen Sie Ihren Produktfeed für Google Shopping auf
Jeder Google Nutzer kennt die Produktdatenfeeds von Händlern, wenn auch sicher nicht unter diesem Na ...
Befragung von eBay beweist - Nachhaltigkeit spielt auch online eine Rolle
Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov hat Ebay knapp 1.500 Online-Shopper nach ihren A ...
Was bieten die Baumärkte im Web?
"Respekt wer es selber macht" - die Botschaft aus dem Werbespot haben wohl die meisten im Ohr, wenn ...
Die vier besten Strategien im Suchmaschinenmarketing zur Fußball-Europameisterschaft
Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder soweit. Die Fußballeuropameisterschaft startet. Und damit a ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats