"The Art of the Trench" oder die Kunst des Digitalen bei Burberry

Von Andre Paetzel Paetzel | 26. Juni 2012 |

andre paetzel
Burberry. Eine Marke, die durchaus polarisiert und so einige Dinge im Kopf hervorruft. Das Muster ist von so manch einem Hals gar nicht mehr wegzudenken.

Aber nicht nur auf der Straße zeigt sich Burberry immer am Puls der Zeit. Denn auch Digital hat die Marke einiges für eine zeitgemäße Darstellung getan, schreibt Gastautor Andre Paetzel.

Werfen wir mal einen Blick auf die ikonische britische Marke seit 1856.

burberry landing page
Burberry Landing Page

  Vor allem aus Markensicht hatte man seitens des Modeherstellers einige schwere Zeiten zu überstehen. Während der sich 1880 erfundene Gabardine Stoff in den vergangenen 20 Jahren immer größerer Beliebtheit erfreute, gab es auch einige Gruppen in der Gesellschaft, die manch einer lieber nicht mit den Kleidungsartikeln von Burberry gesehen hätte.

Es ging sogar soweit, dass in einigen Diskotheken das Tragen von Burberry Kleidung verboten wurde. Und das, obwohl Burberry seit 1955 Hoflieferant der Königin von England ist.

Aus Markensicht wie erwähnt eine schwierige Zeit, die man gemeistert hat und bei denen auch die digitale Welt eine große Rolle gespielt hat.

Marken brauchen eine Haltung

Während wir uns vor einiger Zeit schon ausführlich das Beipsiel von A&F angeschaut haben, geht Burberry sogar noch ein Stück weiter.
Wer schon einmal einen Burberry Laden besucht hat und dem es da gefallen hat, der wird sich auf der Website auch sehr schnell wohlfühlen. Sehr stilvoll, dunkel, aber sehr wertig wirkt es auf den Nutzer. Anders als auf anderen Modeseiten springen einem nicht gleich die Produkte ins Gesicht, sondern es erwartet den Nutzer eine visuelle Tour durch die Welt von Burberry. Bewegtbildinhlate spielen bei Burberry eine überaus wichtige Rolle, um den Wertetransfer herzustellen.

Der CCO von Burberry, Christopher Bailey sagte einmal,

„BURBERRY IS NOW AS MUCH A MEDIA-CONTENT COMPANY AS (IT IS) A DESIGN COMPANY BECAUSE IT´S ALL PART OF THE OVERALL EXPERIENCE.“

Dies ist nicht nur für die Marke, sondern auch für die Branche ein wichtiger Schritt.  Denn die "Experience" von der man hier spricht, spielt bei weitem nicht mehr nur beim betrachten der Mode eine wichtige Rolle. Daher wollen wir einmal einen genauen Blick auf einen sehr besonderen Bereich der Burberry Site werfen.

 

trench coat burberry 1
Burberry bespoke

 In dem Bereich "Burberry bespoke" bietet man dem Nutzer die Möglichkeit, sich seinen eigenen Trench-Coat zu gestalten. Die Möglichkeit an sich, sich selber ein eigenes Produkt zu gestalten ist dabei nichts besonderes. Die Verlängerung des gesamten Themas jedoch schon.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten, die sich dem Nutzer bei der Gestaltung des eigenen Trench-Coats bieten, bekommt der Nutzer auch noch die Möglichkeit, sich in einer eigens dafür entwickelten Galerie zu verewigen.

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Art of the Trench

Unter der Adresse Art of the Trench findet der Nutzer eine große Auswahl an User generierten Bildern. Durch einen kurzen Klick auf das Bild bieten sich dem Nutzer "klassich" digitale Möglichkeiten, die man auch aus anderen Netzwerken kennt. Ob Kommentar hinterlassen, "gefällt mir" oder das sharen auf andere Plattformen. 

Die Identifikation mit dem Produkt steht im Vordergund 

Interessant ist hier bei vor allem, dass es gar nicht mal nur im Produkte aus dem eigenen Hause geht. Man nimmt sich einfach das übergeordnete Produkt, den "Trench-Coat" und bindet ihn an die Marke. Denn die Verbindung zu Burberry ist durch die Plattform direkt gegeben.

Aus Markensicht ist das eine bekannte und gut funktionierende Methode, die auch schon in anderen Bereichen gut geklappt hat. Jamie Oliver macht zum Beispiel selbiges im Bereich "Food". Auch aus Vermarktungssicht wird es natürlich irgendwann interessant, sobald sich das Ganze zu einer angemessen Größe entwickelt hatten. Denn dann ist es auch für den Nutzer nicht mehr so verwunderlich, dass sich zwischen den einzelnen Bildern immer mal wieder Produktteaser wiederfinden.

Über den Autor:

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 André Paetzel absolvierte nach seinem Abitur eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während seiner Ausbildung setzte er sich sehr viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte sein Wissen in der strategischen Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte André Paetzel in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich von Social Media und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitet André Paetzel bei der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Er ist Assistent GF und im Bereich Neue Medien zuständig und verantwortlich für digitalen Themen. Andre bloggt zudem unter Logolook.de / Blog über Logos, Design und Marke, shotlook.de /Von der Straße ins Web, apaetzel.com / Against waste, Fotoblog über Müll.

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Thema: Marketing

Schlagworte: Social Media, Mode, fashion, Marke, burberry

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