Kurz vor 9: Ikea lockt Online-Kunden mit Pick-up-Point, Amazon, Otto, Uber, Wöhrl, Userlike

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 12. Januar 2016 |

Guten Morgen, etailment-Leserinnen und Leser!

„Omnichannel ist keine Funktion, sondern eine Einstellung“. Das sagt Ikea-Marketingchef Heiko Klauer im Interview mit der Absatzwirtschaft. Sichtbar wird die Einstellung kommende Woche in einem neuen Pick-up-Point am Bodensee. Die Philosophie dahinter ist klar: Die Kunden wollen die Wahl. Der Kunde bekommt die Wahl. Auch bei Ikea. Beim Shoppen will der Kunde eben mehr als nur einen Inbusschlüssel. Produkte gibt es schließlich überall. Was es nicht überall gibt? Ein flexibles Einkaufserlebnis. Mit Betonung auf Erlebnis. Selbst bei Aldi gibts künftig Kundentoiletten, Kaffeeautomaten und andere Annehmlichkeiten. Kein Wunder also, wenn umgekehrt auch Onliner zunehmend mindestens auf Shop-in Shop-Lösungen setzen. Dem Kunden sind all diese Buzzwords nämlich herzlich gleichgültig. Der kennt kein Omnichannel, der kennt womöglich nicht mal den Begriff E-Commerce. Der Kunde kennt nur seine eigene Bequemlichkeit.

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Amazon-Bestseller Pfefferspray:

Nach den Ereignissen der Kölner Silvesternacht steigt das Interesse an frei erhältlichen Waffen wie Pfefferspray und Gastpistolen sprunghaft an. Auch im Onlinehandel. Bei Amazon gehört Pfefferspray zu den Bestsellern

Ikea eröffnet Pick-up-Point:

Ein "Schlange stehen"-Erlebnis weniger. Am 14. Januar 2016 eröffnet eine Ikea Bestell- und Abholstation in Ravensburg am Bodensee. Kunden können dort ihre online bestellte Ware abholen und gleichzeitig auch Artikel aus dem gesamten Sortiment vor Ort bestellen. Den ersten Pick-up-Point hatte Ikea im Frühjahr 2015 in Leipzig eröffnet. In Ravensburg gibt es aber auf rund 500 Quadratmetern auch Pax und Co zum angucken. Die Bestell- und Abholstation hat aber keinen Verkauf vor Ort und kein Kassensystem. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll es insgesamt acht weitere Pick-up-Points in Deutschland geben, darunter im Rhein-Main-Gebiet und in Süddeutschland. Auch Click & Collect wird ausgeweitet.
 
Kurz vor 9: Ikea lockt Online-Kunden mit Pick-up-Point,
Auf rund 500 Quadratmetern gibt es in der Ikea Bestell- und Abholstation in Ravensburg einen kleinen Ausstellungsbereich (Foto: obs/Ikea)

Curated Shopping bei Wöhrl:

Das Modehaus Wöhrl startet am 18. Januar mit Curated Shopping. Das Konzept von „myoutfit“ ähnelt Modellen von P&C oder Zalando. Laut TextilWirtschaft hofft Wöhrl auf eine Steigerung der Frequenz und Zusatzkäufe, wenn die Kunden ihre zusammengestellten Outfits vor Ort in einer Filiale abholen kommen. Die Pakete mit einem Warenwert von 1000 bis 1500 Euro kann man sich aber auch nach Hause schicken lassen

Otto im Weihnachtsjubel:

7,6 Millionen Plays auf YouTube und Facebook. Über 77.000 Likes und 27.000 Shares. Otto feiert seinen emotionalen Weihnachtsspot „Weihnachten ist in Dir“ als beste Kampagne aller Zeiten. Noch wichtiger: Für Otto war es auch ein Umsatzfest. Der Händler spricht vom "besten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten". Größtes Wachstumssegment sind Möbel.

Userlike dockt an WhatsApp an:

Der Live-­Chat-­Software-­Anbieter Userlike, hat mit WhatsApp Connect eine Software programmiert, die die B2C-­Kommunikation mit dem Messenger vereinfacht. Das Feature ermöglicht es Kunden, Unternehmen bei WhatsApp hinzuzufügen und per Instant-­Messenger mit ihnen in Kontakt zu treten, während das Service-Team der Unternehmen im Userlike Chat-­Panel antwortet.


RoboCup mit Amazon Picking Challenge:

Die Amazon Picking Challenge kommt 2016 nach Deutschland und findet im Rahmen der RoboCup-Weltmeisterschaften in Leipzig (30.06. – 04.07.2016) statt. Bei dem Wettbewerb treten Hochschulteams mit  selbst konstruierten Roboter an und zeigen, welche Fähigkeiten ihre Roboter beim Kommissionieren von Artikeln haben. Im vergangenen Jahr gewann in Seattle das deutsche Team „Robotics & Biology Lab“ der Technischen Universität Berlin.



INTERNATIONAL

Amazon vor Komplettübernahme von Logistiker:

Die Seattle-Times erwartet, dass Amazon seine 25%-Beteiligung an dem französischen Logistiker Colis Privé aufstockt und das Unternehmen alsbald komplett übernimmt. In Europa ist Amazon außerdem am Logistiker Yodel (UK) beteiligt.

Amazon macht Echo kleiner:

Amazon bringt eine tragbare Version seiner Horchbox Echo auf den Markt. Die tragbare Version des vernetzten Lautsprechers in Getränkedosen-Größe soll laut WSJ als Modell "Fox" zu einem günstigeren Preis angeboten werden.  

Uber bewegt Milliarden:

Der Fahr-Service Uber soll im vergangenen Jahr rund 1,5 Milliarden Dollar Umsatz gemacht haben. Allein im zweiten Quartal wurden 2,1 Milliarden Dollar Umsatz an Buchungsgebühren bewegt. Demgegenüber steht ein Verlust von einer Milliarde Dollar allein im ersten Halbjahr 2015.


 
TRENDS & FAKTEN


Zahl des Tages: Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) hat 2015 zumindest einen Teil der Weihnachtsgeschenke online gekauft. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Münchener Unternehmens IntelliAd Media hervor. Über zwei Drittel der unter 30-Jährigen haben Geschenke per Smartphone oder Tablet eingekauft.

Lesetipp des Tages: Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus? Slate macht sich auf Spurensuche. Antwort: Es ist kompliziert.

Grafik des Tages:
Der E-Commerce-Umsatz hängt laut Statistischem Bundesamt den Rest der Branche ab.
Infografik: Starkes Jahr für deutschen eCommerce | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Otto, Ikea, Uber, Wöhrl, Userlike

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