Kurz vor 9: Amazon startet Mode-Offensive mit Eigenmarken, Fire TV-Stick als Shopping-Kanal, Hello Fresh IPO, "Saturn Connect", Pannen bei Marks & Spencer, Sainsbury, Zalando

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 29. Oktober 2015 |

Amazon startet eigene Mode-Marken:

Mit eigenen Mode-Marken will Amazon laut Medienberichten nun endgültig zum ernstzunehmenden Fashion-Player aufsteigen. Schon jetzt ist Amazon mit der kürzlich gelaunchten Handelsmarke "Lark & Ro" unterwegs. Laut Exciting Commerce sind zudem die Marken James & Erin, Franklin Tailored, North Eleven, Concrete New York, Society New York und Thirty Five Kent in der Pipeline. Rund 35 Millionen Kunden kaufen nach Angaben des Unternehmens auch Mode bei Amazon. Schätzungen gehen davon aus, dass bislang rund 6 Prozent des Handelsvolumen bei Amazon auf Bekleidung entfallen. Zudem hat Amazon kürzlich den Kauf des indischen Fashion-Marktplatzes Jabong angekündigt.
amazon mode


Jetzt lesen: Hello Fresh geht an die Börse, Peinliche Pannen bei Marks & Spencer.

Hello Fresh geht an die Börse:

Der Lebensmittel-Lieferservice Hello Fresh geht an die Börse. Rocket Internet wird den Händler im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse aufs Parkett bringen. Das Start-up, an dem Rocket Internet 56,4 Prozent hält, schaffte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von mehr als 400 Prozent auf 112,5 Millionen Euro. Im September hatte sich Hello Fresh 75 Millionen Euro bei Investoren besorgt, kam damit auf eine Bewertung von 2,6 Milliarden Euro. In Sachen Kundenbindungsraten und Rendite gibt sich Hello Fresh zudem überaus optimistisch: "Der durchschnittliche  Customer Lifetime Value nach 2 Quartalen überstieg in der Vergangenheit die  Kundenakquisitionskosten." Hello Fresh (pdf)

"Saturn Connect" soll digitaler Hotspot werden:

Mit Shops für Handys und Smart Home unter dem Logo "Saturn Connect" tritt Media Saturn mit einem ehrgeizigen Konzept an. In hochfrequentierten Innenstadt-Lagen sollen die Shops auf 300 bis 700 Quadratmetern digitale Lifestyle-Produkte und reichlich Service bieten. Alle Mitarbeiter werden zudem mit Tablets für die individuelle Kundenberatung ausgerüstet, die gleichzeitig als virtuelle Regalverlängerung dienen. Die Märkte dienen außerdem als Pick-up-Punkte für den jeweils mit ihnen verbundenen Saturn-Markt. Zudem gibt es Click & Collect und die taggleiche Lieferung nach Hause. Nach einer Testeröffnung des ersten Saturn Connect-Marktes Mitte Oktober 2015 in Trier folgt heute die Eröffnung des zweiten Marktes in Köln. Weitere sollen folgen.
 

Zitat des Tages: “Wer als Händler nicht im mobilen Internet präsent ist, ist auf kurz oder lang weg vom Fenster”. Nur einer von vielen Sätzen von Prof. Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein, im Interview mit Location Insider den wir zustimmend fett unterstreichen würden.

 

Media-Saturn bringt die Küche aufs Holo-Deck (fast):

Zusammen mit dem Küchenanbieter Kiveda will Media-Saturn in den Läden Virtual-Reality-Headset für die Küchenplanung anbieten und damit den Kunden die Küchenplanung im virtuellen Raum ermöglichen. Also Küchenplanung fast wie auf dem Holo-Deck der Enterprise. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll man sich das im Saturn-Markt Ingolstadt und im Saturn Berlin Alexanderplatz angucken können. Zudem wird die Einführung digitaler Kassenzettel erprobt, Verkaufspersonal in weiteren Märkten mit Tablets ausgestattet. Darüber hinaus wird eine Marktplatz-Anbindung von Drittanbietern auf dem Haushaltsgeräte-Shop Biwigo getestet. Channel-Partner
 

Mode-Krösus Zalando:

Zalando ist der größte Online-Modehändler in Deutschland. Das ergab eine Sonderauswertung der EHI-Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ für die TextilWirtschaft. Demnach hat das Berliner Unternehmen unter den E-Commerce-Anbietern mit Produktschwerpunkt Mode, Textilien und Schuhe im vergangenen Jahr hierzulande doppelt so viel Umsatz erwirtschaftet wie der Zweitplatzierte Bonprix.

Eigene Dessous von Enamora:

Der Wäsche-Onlineshop Enamora bringt mit der Marke Enamora seine erste eigene Dessous-Linie auf den Markt.

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E-COMMERCE INTERNATIONAL

Amazon macht Fire TV-Stick zum Shopping-Kanal:

Amazon hat seinen Fire TV-Stick mit Shopping-Features ausgestattet und rüstet ihn vorsichtig als E-Commerce-Kanal für den eigenen Shop auf. Gegenwärtig gibt es aber kein Gesamt-Sortiment, sondern nur einzelne Deals. Geekwire

Sainsbury’s testet neue Scan- und Bezahl-App:

Die britische Supermarktkette Sainsbury’s testet in zwei Filialen eine neue Scan- und Bezahl-App namens SmartShop. Kunden können damit Produkte im Laden scannen und ohne Anstehen an der Kasse selbst abkassieren. Künftig soll die App den Kunden auch per heimischem Produkt-Scan direkt ans Regal führen. Location Insider

Peinlichen Pannen bei Marks & Spencer:

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Peinliche Pannen beim britische Einzelhandelskonzern Marks & Spencer. Der fiel in der vergangenen Woche mit einer eher ungewöhnlichen Produktanordnung in seinem Online-Shop auf. Aufmerksame Kunden stießen beim Stöbern nach Weihnachtsdekoration unter anderem auf rote Glitter-Buchstaben, die zum Fest das Eigenheim verschönern sollen. Die Anordnung war für viele Kunden zumindest leicht irritierend anzusehen - "F", "u" (oben), "c", "K", "M", "E". M&S entschuldigte sich für den Algorithmus-Unfall. Gestern musste der Händler dann seine Website für zwei Stunden vom Netz nehmen. Wegen eines Datenlecks. Dabei sollen Kunden laut BBC auch Einkaufdetails anderer Nutzer zu sehen bekommen haben. M&S wiegelt ab. Nichts schlimmes sei passiert.


 
DIGITALE TRENDS & FAKTEN

 

Lokaler Handel digital nicht sichtbar genug:

Ein Drittel der Konsumenten sagen, dass sie mehr in regionalen Geschäften einkaufen würden, wenn deren Angebote auch im Netz sichtbar wären. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Studie Fittkau & Maaß Consulting für Yatego Local. Das Ergebnis ist in der Tendenz glaubwürdig, kommt Yatego aber auch gelegen. Schließlich kümmert sich Yatego auch um digitale Präsenzen für den lokalen Handel. Marktplatz-Piloten laufen beispielsweise in Regensburg und Landshut in Kooperation mit der Mittelbayerischen Zeitung.


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