Warum das mobile Bezahlen am POS durch Samsung Pay wahr werden könnte

Von Julian Heck Julian Heck | 3. März 2015 | 4 Kommentare Kommentieren

Apple Pay, Samsung Pay, Android Pay und viele kleinere Anbieter wie Yapital oder Wirecard kämpfen um Kunden für ihr Mobile-Payment-System. Für alle wird allerdings kein Platz vorhanden sein. Ausgerechnet der Neuling Samsung Pay könnte aber beste Chancen haben, in die 1. Liga der digitalen Geldbörsen aufzusteigen.

Warum das mobile Bezahlen am POS durch Samsung Pay wahr werden könnte

Geradezu täglich kann man irgendwelche Neuigkeiten in der Fintech-Branche vernehmen. Besonders das mobile Bezahlen bekommt dabei viel Aufmerksamkeit. Spätestens mit der Präsentation des Mobile-Payment-Systems Apple Pay im Rahmen der iPhone 6 Vorstellung bekam die ganze Payment-Sache Schwung. Wenn Apple auf NFC setzt, so war und ist es noch zu hören, dann sei die mobile Bezahltechnologie auf NFC-Basis endlich bereit für den Massenmarkt. Diese Vermutung liegt auch nahe, hat Apple doch schon so einige der neuen iPhones verkauft - allein am ersten Verkaufswochenende waren es 10 Millionen Geräte.

Doch die Sache hat einen Haken namens NFC. Denn mit dem neuen iPhone 6 haben zwar viele Nutzer ein NFC-fähiges Gerät. Auf der anderen Seite am Point of Sale mangelt es aber noch an der entsprechenden Ausstattung. Viele ältere Kartenterminals haben nämlich noch keinen NFC-Chip verbaut und sind somit nicht bereit für das Bezahlen 2.0. 

Ein enormes Potential

Das jetzt in Barcelona auf dem Mobile World Congress vorgestellte Samsung Galaxy S6 bzw. S6 Edge liefert noch eine weitere Neuerung: Samsung Pay. Das ist Samsungs neuer Bezahldienst, der - anders als beispielsweise Apple Pay - nicht ausschließlich auf NFC setzt, sondern zusätzlich auf die Technologie des gerade gekauften Unternehmens LoopPay. Die sogenannte Magnetic Secure Transmission erlaubt einen Datenaustausch, indem das Smartphone an ein übliches Kartenlesegerät gehalten wird, das sonst Karten mit Magnetstreifen erkennt. 

Warum das mobile Bezahlen am POS durch Samsung Pay wahr werden könnte
Darstellung: LoopPay.

Bis zu 30 Millionen Einzelhändler weltweit sind somit ohne ihr Zutun für Samsung Pay gerüstet. Das ist ein riesiges Potential, von dem das NFC-basierte Apple Pay nur träumen kann. Es wird erwartet, dass die Händler ihre Geräte nach und nach durch neue Kartenterminals mit NFC-Chip ersetzen werden. Bis es so weit ist, wird es aber noch einige Zeit dauern. Zeit, die Samsung für einen Vorsprung nutzen könnte. Die Chancen stehen schließlich nicht schlecht: Die Koreaner verzeichnen einen Marktanteil von 25 Prozent, während es Apple auf zehn Prozent weniger schafft. Außerdem sahnt Samsung im Gegensatz zu Apple nicht nur im Hochpreis-Segment ab, wenngleich das mit Samsung Pay ausgerüstete Galaxy S6 wahrlich kein Schnäppchen darstellt und unklar ist, inwieweit die Bezahltechnologie auch für günstigere Geräte verfügbar sein wird.

Samsung Pay soll im Sommer in den USA und im Heimatland Korea starten. Wann Deutschland und Europa folgen werden, gab der Konzern noch nicht bekannt.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Olaf Taupitz
    Erstellt 3. März 2015 13:43 | Permanent-Link
    Technik von gestern

    Ist schon ganz schön peinlich von etailment, dass technisches Know-how scheinbar fehlt. Alle Welt stellt auf Chip&PIN Emv um, lediglich die USA schlãft etwas. Deswegen wird auch Samsung Pay zunächst nur in den USA für Schlagzeilen sorgen. Aber gut ist es dennoch, da nun im Handel hoffentlich endgültig Entscheidungen anstehen.

  2. Erstellt 3. März 2015 15:28 | Permanent-Link

    wie läuft es denn bei cashcloud?

  3. Olaf Taupitz
    Erstellt 3. März 2015 15:35 | Permanent-Link

    Auch wenn das nicht das Thema ist.. in Europa werden alle Systeme auf dem sicheren Chip&PIN EMV Level arbeiten, d.h. ob Karte, Sticker, NfC im Gerät mittels Secure Element auf der SIM Karte oder im Hardwarechip oder in der Cloud. Cashcloud wird sich auf HCE und Cloud ausrichten.

  4. Peer Schott
    Erstellt 4. März 2015 15:03 | Permanent-Link
    Samsung Advertorial? Irrelevantes Zeuch

    Mein Reden. Warum auch immer. Seit ein paar Wochen bestehen die Technik-Artikel aus oberflächlich angelesenem Zeug. Abgerundet immer durch irgendwelche für Deutschland irrelevanten Infografiken aus den USA. Schade eigentlich. Bisher hatte etailment hier Hand und Fuß. Jetzt viele Interviews, die den Eindruck erwecken, die Gesprächspartner sind da drin, weil der Interviewer sie zufällig kennt.

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