Die wichtigsten Studien 2013 zum E-Commerce

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 30. Oktober 2013 | 1 Kommentar Kommentieren

bvh, kompendium
Von Ende 2006 bis Ende 2012 sind die Werbeaufwendungen für den interaktiven Handel in Deutschland laut Nielsen Media Research von 124 Millionen Euro auf 756 Millionen Euro gestiegen. Das ist nur eine von vielen Zahlen, die mir bei der Vorbereitung für den etailment Summit im Gedächtnis blieb.

Nur eine von vielen Zahlen zudem, die rund um das Wachstum im E-Commerce kreisen. Was fehlt ist eigentlich nur noch eine Studie, die belegt, wie stark auch die Zahl der Studien zum E-Commerce zugelegt hat.

Für einen besseren Überblick stellt etailment daher nun bis zum Kongress in Berlin in einer Serie zentrale und aussagestarke Studien zu "E-Commerce", "Payment", "Mobile Commerce", "Social Media", "Marketing" und "Logistik" vor. Zum Start: Wichtige Studien zum E-Commerce.

bvh-Kompendium
Die großen Gewinner des Jahres 2012 waren laut BVH die Internet-Pure-Player: Sie legten beim Wachstum um satte 40 Prozent zu. Dies geht aus der Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2012“ hervor, für die der BVH  rund 30.000 Privatpersonen ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Gütern befragte. Eine weitere Studie des Branchenverbands zeigt, dass Kunden je nach Warengruppe immer öfter den Online-Kanal bevorzugen. 37,3 Prozent aller Bundesbürger (+2,2 Prozentpunkte gegenüber 2012) wählen bei bestimmten Produkten oder Produktgruppen lieber den Einkauf im Online- und Versandhandel statt in einen Laden zu rennen.
Mehr Zahlen gibt es jetzt im  bvh-Kompendium als statistisches Jahrbuch für die Branche. Es erscheint nun in der zweiten Ausgabe für das Jahr 2012/2013. Auch in dieser Ausgabe sind wieder alle relevanten bvh-Analysen und Studien zur Branche zu finden. Das Buch ist ab sofort für 199 Euro unter www.bvh-kompendium.de erhältlich.


Marken punkten
„Cross-Channel beim Kauf von Markenartikeln – Wie Konsumenten Kanäle kombinieren“ nennt sich eine Studie des E-Commerce-Center Köln (ECC Köln) am Institut für Handelsforschung in Zusammenarbeit mit Demandware. Kernergebnisse:  Ein Viertel der Konsumenten kauft Markenprodukte am liebsten im Internet, 43,2 Prozent der Personen mit hoher Markenaffinität kaufen ihre Markenprodukte online beim Hersteller und 37,5 Prozent kaufen sie offline im Direktvertrieb.

 
Die Top 100
Amazon, Otto und notebooksbilliger.de sind die umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland. Zusammen kommen die Top 100 E-Commerce-Händler in Deutschland 2012 auf einen Umsatz von 18,5 Mrd. Euro. Das sagt das EHI. In der Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2013" schafft es Zalando von Platz 20 auf Rang 4. Die Studie bietet aber noch jede Menge andere spannende Ergebnisse. Zum Beispiel: 85,2 Prozent aller Onlineshops nutzen eine Facebook-Seite. Der Anteil der Shops, in denen Kunden ihre Bestellung selbst abholen können, ist von 6,7 Prozent im Vorjahr auf 13,8 Prozent gewachsen.

Lieblingsprodukte
Die Ergebnisse der AGOF Markt-Media-Studie "internet facts" für den Juli 2013 wurden Ende September veröffentlicht. Danach sind die liebsten Produkte der Deutschen beim Web-Einkauf Bücher, Eintrittskarten und Schuhe.

studie agof

Zukunft des Möbelhandels
Kunden erwarten Multi-Channel-Angebote auch für Möbel. Drei Viertel (75 Prozent) der Verbraucher finden es wichtig oder sehr wichtig, dass Händler auch schwere oder unhandliche Produkte wie Möbel und Einrichtungsgegenstände sowohl stationär in einem Ladengeschäft als auch über das Internet anbieten. Weit über die Hälfte der Verbraucher (56 Prozent) hat sich schon mindestens einmal darüber geärgert, dass Produkte nicht im Internet verfügbar waren. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage im Rahmen des eBay- Projektes „Zukunft des Handels“. Etailment

 
Schaufenster Tablet
63 Prozent der deutschen Tablet-Besitzer und 45 Prozent der Smartphone-Besitzer kaufen mobil ein, so eine Studie von UPS und Comscore. 47 Prozent der Nutzer kaufen lieber per mobiler App statt via Website. Die Zahlen stammen aus einer internationalen Studie von Comscore und UPS. Befragt wurden dafür über 5.500 Onlinekäufer aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Großbritannien. Zur Studie

 

Mode macht mobil
43% der Fashion-Retailer erwarten bis 2017 einen Online-Anteil an ihrem Umsatz von über 10%. 82% aller Retailer werden bis 2014 einen mobilen Shop haben. Mit diesen und weiteren Zahlen wartet die Studie „Trends & Innovations in Fashion Retail“ von Tailorit auf.

 

E-Food
6 % der deutschen Internet-Nutzer haben schon einmal frische Lebensmittel online eingekauft. Weitere 15 % sind zumindest interessiert. Das hat Fittkau & Maaß mit der W3B-Umfrage zum Thema "Lebensmittel im Internet" unter 4.800 deutschen Internet-Nutzern herausgefunden. Erkenntnis: Qualität und Marke sind beim E-Food-Einkauf die entscheidenden Größen. Der Preis ist beinahe Nebensache.

 

Couponing
Gutschein geht immer: Gutscheine per Mail finden 81 Prozent der Deutschen gut. Digitale Gutscheine als Belohnung direkt nach einem Kauf finden hierzulande 77 Prozent nützlich. Die Zahlen aus dem Gutscheinbarometer, das Affiliprint zusammen mit Innfofact erstellt hat, zeigen zudem, was Kunden in Sachen sonst noch honorieren und was sie bei Gutscheinen abschreckt.

 

E-Mail ist erste Wahl
E-Mail-Werbung bleibt top. Für 32 % der Händler ist es das Werbemedium mit der höchsten Effizienz und liegt damit vor Suchwortanzeigen und Gutscheinen. Das hat im Sommer die Studie “Effizienz von Marketingkanälen im On- und Offline-Bereich des Interaktiven Handels” des Bundesverband des Deutschen Versandhandels und Trusted Shops ermittelt. Etailment

Hänlder-Studie: Diese Werbung bringt den besten Umsatz-Boost


Showrooming
„Das Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten – Herausforderung und Chance für den Handel“ nennt sich die repräsentative Studie des E-Commerce-Center (ECC) am IFH Köln in Zusammenarbeit mit dem Plattform-Anbieter hybris. Sie zeigt auf, dass rund ein Drittel der Käufe im stationären Handel mit einer Recherche in Online-Shops vorbereitet werden. Umgekehrt geht rund 11 Prozent der Käufe in Online-Shops eine stationäre Informationssuche voraus. Etailment

Multichannel
Der Multichannel-Kunde ist ein Mythos. Zumindest wenn es um seine Treue zu einer Handelsmarke geht. Das harte Urteil kommt von der Strategieberatung OC&C in der Studie „Wenn zwei sich streiten“. Von mehr als 2.300 befragten Kunden sind gerade einmal 0,1 Prozent kanalübergreifend loyal und kaufen online und offline beim selben Händler ein. 50,3 Prozent greifen ausschließlich auf andere Onliner zurück, 49,6  % sind sogenannte Kombinierer, die im Laden einkaufen aber auch bei einem Pure Player.


"Die wichtigsten Studien 2013" - Der ultimative Jahresrückblick



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Thema: Studien

Schlagworte: ECC, BVH, EHI, Comscore

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Franziska
    Erstellt 6. November 2013 14:39 | Permanent-Link

    Schöner Beitrag.
    Spannend finde ich auch die Innovationen aus der Schweiz, die sind die echten Vorreiter was eCommerce angeht und haben sogar schon zwei Supermarktketten, bei denen man im Internet bestellen und kurze Zeit später abholen kann. Mehr dazu steht in diesem Blogeintrag: http://www.flyacts.com/blog/die-schweiz-kann-mehr-als-schokolade-und-uhren-unser-e-commerce-vorbild/

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