5 Tipps gegen die häufigsten Sünden beim Shop-Design

Von Gastautor | 11. März 2015 |

5 Tipps gegen die häufigsten Sünden beim Shop-Design
Kevin Schüler
Jedem Shopbetreiber ist es bewusst, dennoch stolpert man im Alltag immer wieder über sie: Onlineshops, die gegen die goldenen Regeln des Webdesigns verstoßen. Mehrfach. Das kann fatale Folgen haben, denn ist die Webseite nicht klar strukturiert und kundenfreundlich aufgebaut oder strapazieren die Ladezeiten die Geduld eine Sekunde zu lang, springen Kunden ab. Die wichtigsten Stolpersteine können sich Shopanbieter also gar nicht oft genug vor Augen halten. Aus diesem Grund hat der Münchner Webhoster domainFACTORY kürzlich in einer Infografik die nervigsten Fehler im Shop-Design mit einem Augenzwinkern illustriert.In einem Gastbeitrag für etailment gibt Kevin Schüler von domainFACTORY nun fünf wichtige Tipps, wie Betreiber für eine optimale Performance ihres Shops sorgen können.

 

1. Einfache Orientierung im Onlineshop

Der wichtigste Punkt für einen benutzerfreundlichen Onlineshop ist die Gestaltung der Navigation. Die Seitenarchitektur sollte logisch und klar strukturiert sein. Möglichst wenige ausgewählte Hauptkategorien und eine beschränkte Anzahl an Unterebenen sind hier von Vorteil. Auf zalando.de können Kunden theoretisch durch 150.000 Produkte in über hundert Kategorien stöbern, in der Hauptnavigation finden sich jedoch nur die drei Hauptmenüpunkte ‚Damen’, ‚Herren’ und ‚Kinder’ sowie acht Unterkategorien.

Die Anordnung zentraler Bedienelemente sollte nach den klassischen Gewohnheiten der Shopbesucher erfolgen, ohne dass diese erst nach bestimmten Funktionen suchen müssen. So erwarten Onlinekäufer beispielsweise, dass sich die Produktsuche oben mittig bzw. rechts und der Warenkorb oben rechts auf der Shopseite befinden. Nicht alle Elemente und Funktionen müssen außerdem sofort auf der Startseite erscheinen. Hierbei gilt: Weniger ist mehr. Zu viele Reize wie blinkende Angebote und Popup-Fenster verwirren die User.

2. Intelligente Produktsuche

Oftmals werden Produkte in Onlineshops nicht gefunden, weil die Suchfunktion fehlerhaft ist oder der jeweilige Suchbegriff falsch eingegeben wurde. Kaufwillige Kunden verlassen daraufhin meist ganz schnell den Onlineshop wieder. Die Produktsuche hat daher einen entscheidenden Einfluss auf die Usability und damit auf die Konversionsrate eines Webshops. Eine intelligente Produktsuche vervollständigt die Suchanfrage automatisch und korrigiert diese bei Bedarf.
Um zügig zum gewünschten Produkt zu finden, gehört auch die Möglichkeit einer After-Search-Navigation zum festen Bestandteil einer guten Produktsuche. So können Kunden das Produktsortiment über Filter weiter nach bestimmten Kategorien wie Größe oder Preis einschränken. Die Produktsuche muss für jeden Onlineshop individuell getrackt, angepasst und kontinuierlich entsprechend der jeweiligen Suchbegriffe erweitert werden, um optimal zu laufen. Eine perfekte Universallösung, die für alle Shops gleichermaßen gilt, gibt es leider nicht. Dafür haben sich eine Reihe von Anbietern auf Suchtechnologien für Onlineshops spezialisiert.

3. Schnelle Ladezeiten trotz multimedialer und personalisierter Inhalte

Kunden lieben es, Produkte ausführlich zu betrachten. Eine Darstellung mit verschiedenen Produktansichten und Videos, die für verschiedene Endgeräte optimiert ist, empfiehlt sich also unbedingt. Multimediale Inhalte und personalisierte Empfehlungen unterstützen die Kaufentscheidung, dürfen aber nicht zu Lasten schneller Ladezeiten gehen. Eine hohe Performance trotz großem Datenvolumen ist daher wesentlich für den Erfolg eines Onlineshops. Hier kommt es auf die richtigen Methoden bei der Auslieferung multimedialer und dynamischer Inhalte an, z.B. wie Dateien komprimiert und ob die richtigen Caching-Methoden angewendet werden. Außerdem sollten Shopbetreiber auf eine ausreichende Serverkapazität achten. Für E-Commerce-Angebote, die starken saisonalen oder aktionsgebundenen Schwankungen unterliegen, ist die Flexibilität der Infrastruktur entscheidend. So gibt es heute Cloud-Lösungen, die flexibel skalierbar sind und kurzfristig im laufenden Betrieb an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden können.

4. Kurzer, übersichtlicher Bestellprozess

Ein Onlinekäufer will schnellstmöglich durch den Bestellprozess geführt werden – von der Bestellbestätigung über die Adresseingabe bis hin zur Bezahlung. Werden hier zu viele Daten abgefragt, die nicht zwingend notwendig sind, wird der Kunde oft misstrauisch. Und auch wenn der Kaufvorgang als mehrstufiger Prozess über mehrere Seiten angelegt ist, springen viele Kunden noch vor dem Abschluss ab. Vorteilhaft für die Usability sind hier zum Beispiel One-Page-Checkouts, bei denen der ganze Bestellprozess innerhalb einer einzigen Seite durchgeführt werden kann.

5. Vertrauen schaffen

Für die Kunden von Onlineshops hat Sicherheit höchste Priorität. Sie erwarten, dass die persönlichen Daten, die sie im Bestellprozess von sich preisgeben, streng vertraulich behandelt werden und dass die angebotenen Bezahlmethoden nach den höchsten Sicherheitsstandards umgesetzt werden. Die gängigsten Zahlungsarten wie Lastschrift, Rechnung, Kreditkarte oder PayPal dürfen hierbei nicht fehlen.

Das Vertrauen seiner Kunden gewinnt ein Shopbesitzer auch mit Trust-Elementen. Gütesiegel und Zertifikate spielen eine wichtige Rolle, denn sie geben dem Kunden die notwendige Sicherheit durch das Urteil einer unabhängigen Instanz und durch das Belegen der strikten Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wie beispielsweise dem Bundesdatenschutzgesetz.


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Thema: Technologie

Schlagworte: Tipps, Usability, Gastbeitrag

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