Endlich - Google Analytics für den POS

Von Stephan Lamprecht | 2. November 2015 |

Endlich - Google Analytics für den POS
Online-Händler können mit der richtigen Tracking-Software jede Aktion des Nutzers auswerten und daraus Schlüsse für die Optimierung des Angebots zielen. Die Analyse des Kundenverhaltens über mehrere Geräte hinweg liefert inzwischen ebenfalls recht brauchbare Fakten und Hypothesen. Direkt am POS wird das alles schwieriger. Welche Aktionsflächen interessieren die Kunden tatsächlich? Vor welchen Angeboten verweilen sie länger, welche Artikel werden mit Missachtung gestraft? Eine neue technische Lösung verspricht, Analysen zu liefern.

Das Unternehmen Taggalo stellt eine Lösung vor, die Händlern eine einfach zu installierende und vor allen Dingen einfach benutzbare Möglichkeit geben soll, den POS genauso zu analysieren. Google Analytics für das Ladengeschäft sozusagen.

Das System besteht aus zwei Komponenten. Der Analyse-Software, die per Browser bedient werden kann. Darüber erhält der Händler seine Auswertungen und kann diese bearbeiten. Die Daten werden von speziellen Messeinheiten innerhalb des Geschäfts erhoben und an die Software übermittelt. Der Hersteller verspricht eine einfache Einrichtung per Plug & Play. Bereits binnen weniger Sekunden beginnen die Messpunkte mit der Datenerhebung.



Auf einer Verkaufsfläche von 100 Quadratmetern empfiehlt Taggalo den Einsatz von mindestens drei Einheiten:

  • Ein Messpunkt innerhalb des Schaufensters,
  • oberhalb des Eingangs
  • und schließlich eine Messeinheit in der Mitte der Verkaufsfläche.

Die Software kann über eine API (Application Programming Interface) auch an andere Systeme gekoppelt werden. Die kleinen Messgeräte nutzen mehrere Datenquellen.

  • Kamera: Die optische Einheit nimmt die Kunden auf. Das bedeutet natürlich in Deutschland, dass aus Gründen des Datenschutzes deutliche Hinweise darauf gegeben werden müssten. Technisch kann die Software damit die Zahl der Kunden, deren Geschlecht und Alter ermitteln. Die Daten werden in Echtzeit verarbeitet und die Bilder nicht gespeichert.
  • Wifi: Dieser Sensor kann (bei Personen, die ein Smartphone mit sich führen) neue und wiederkehrende Kunden unterscheiden und das Datenmaterial zur Verfügung stellen.
  • Beacon: Dieses Modul analysiert den ROI, wenn die Kunden auf Angebote, die Ihnen per Beacon gemacht wurden, reagieren.

Über die Auswertungssoftware sind damit Besucherfrequenzen über frei wählbare Zeiträume und aggregierte Daten zu einzelnen Standorten und Messpunkten möglich. Bei größeren Geschäften liefert natürlich eine Ausstattung mit mehreren Einheiten deutlich umfangreicheres Zahlenmaterial.


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