Wozu noch in den Webshop? Gillette und Perfect Shave zeigen die vernetzte Rasur

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 6. Januar 2015 |

Wozu noch in den Webshop? Gilette und Perfect Shave zeigen die vernetzte Rasur
So schick sieht der funkende Rasierer auf der Website zum Vorabtest aus
Wozu braucht es noch Händler, wenn sich die Produkte im "Internet of Things" gleich selbst bestellen? Die Shopping-Plattform "Perfect Shave" und Gillette sind mit dem Nassrasierer Gillette Fusion ProGlide mit Flexball auf dem Weg dahin.

"Perfect Shave" verkauft den Rasierer denn auch als die "E-Commerce Innovation". Die ist von der automatischen Bestellung noch ein Stück weit entfernt. Noch braucht es händischen Einsatz des Kunden. Den Besuch im Webshop aber nicht mehr.

Und das geht so.

Der Rasierer kommt (ab 19. Januar im Handel) mit einer Plastikbox, die als Ablage fungiert und ein Batteriefach enthält. In die Box eingebaut ist ein kleiner "Order-Knopf", der Dank einer Kooperation mit der Deutschen Telekom über eine GSM-Anbindung mit dem Gillette-Partner "Perfect Shave" verbunden ist.

Wozu noch in den Webshop? Gilette und Perfect Shave zeigen die vernetzte Rasur
Der Prototyp im Bad
Drückt der Kunde auf den Knopf wird sofort eine Bestellung neuer Klingen ausgelöst.  Zuvor muss der Kunde dafür seine Box bei "Perfect Shave" registrieren und - natürlich - unter anderem seine Lieferadresse hinterlassen. Nach der Übermittlung der Bestellung wird eine Mail mit Bestätigungslink an die angegebene Mail-Adresse versendet. Ein Mausklick auf diesen Link schließt den Bestellvorgang ab. So werden auch versehentliche Einkäufe vermieden.
Das gesamte Verfahren (Die Box ID befindet sich auf der Rückseite der Gillette-Box) klappt im Vorab-Test problemlos.

Wozu das gut ist?

Anders als klassische Abo-Verfahren soll der Kunde damit seine Klingen genau dann nachbestellen, wenn tatsächlich Bedarf besteht.

Fraglich ist aber, welcher Kunde sich die bislang doch eher klobige Box ins Bad stellt. Fernziel müsste es aus Sicht des Kunden sein, die Technologie direkt in den Rasierer zu integrieren. 

So nutzt die Technik derzeit vor allem "Perfect Shave", die das Modell bei einem Erfolg auch auf andere Produkte ausweiten könnte. Warum nicht beispielsweise Zahnputzbecher mit Orderfunktionen versehen? Denn "Perfect Shave" gehört zu OMP Service, das mit "Perfect Smile" auch eine Plattform für  Mundpflegeprodukte betreibt.



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Thema: Technologie

Schlagworte: Internet of Things

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