Roomle: Mit dieser App wollen Sie gleich die ganze Wohnung umräumen - und nie mehr in den Möbelladen

Raumplaner-Apps und Wohneinrichtungs-Apps, vor allem jene, die auch mit Augmented Reality virtuelles Möbelrücken erlauben, waren bislang eher Krücken und kaum etwas für Leute, die schon an der Komplexität eines Zollstocks scheitern. Selbst die schon vergleichweise leicht bedienbare AR-Anwendung des Ikea-Katalogs, glich streckenweise mehr dem üblichen nervenaufreibenden Bauspaß wie man ihn halt von den Schweden kennt. Doch nun kommt Roomle.
Den bislang browserbasierten Raumplaner gibt es nun als App für das iPad, und er bringt endlich zusammen, was zusammengehört: Richtige Raumplanung und Augmented Reality (AR). Und das auch noch auf eine Art, die selbst Zollstock-Zerstörer wie meiner einen überzeugt.
Roomle: Möbel app

Roomle von Netural Communications (Linz, Österreich) wurde ursprünglich als Raumplanungstool für das Web entwickelt. Das Online-Tool erfreut 170.000 registrierte Nutzer. Zeichnen und Einrichten mit genauen Maßen und etlichen vorgefertigten Elemente, all das geht im Browser.

Nun erfolgt mit der iPad-App (Android-App ist geplant) der Sprung in die mobile Welt und die erweiterte Realität.

Wie in der Browser-Version kann man Räume nach exakten Maßen aufbauen, Möbel wählen und platzieren, Farben aussuchen. Das geht alles sehr intuitiv. Wie im Web kann auch in der App die Planung in einer 3D-Ansicht durchlaufen und aus allen Winkeln betrachtet werden.

Der Clou aber: Die gewünschten Möbel können mit Hilfe von Augmented Reality ins Videobild eines realen Raums gesetzt werden. Und das ohne Marker, also irgendein ein Tool, das man auf den Boden legen und dann einscannen muss. Das schafft eine ziemlich gute Usabilty. Das zeigt das Video mehr als eindrucksvoll.

Roomle iPad App from Netural on Vimeo.

Nachteil bislang noch: Man kann keine eigenen Möbel einscannen. Eine Funktion, eigene Möbel zu fotografieren und das Foto dann den Vorlagen zuzuordnen sowie via Google Sketchup eigene 3D-Möbel hochzuladen, ist aber in Vorbereitung.

Rennt dann demnächst jeder mal in den Laden, fotografiert das Sofa, checkt es dann daheim am Küchentisch mit Roomle, um es dann bei Home24 zu bestellen? Muss nicht.

Hersteller wie Handel können künftig über eine Schnittstelle ihre Möbel zu Roomle exportieren. Netural verhandelt derzeit mit einer ganzen Reihe von Markenherstellern und Händlern.

Lohnend erscheint die Lösung dabei sowohl für Pure-Player, um die Vorstellungskraft für ein Möbel zu steigern, wie auch für den stationären Handel, der so seine Beratungsleistung im Laden verbessern kann oder per App einen weiteren Touchpoint zum Kunden aufbaut. Roomle könnte da für alle Player eine spannende Brücke bauen.

Netural, eigentlich eine Digital Media Agentur, sieht jedenfalls reichlich Potenzial in seinen Raumplaner und will Roomle nun wohl als eigenständiges Spin-off betreiben. Die iPad-App wird schon jetzt in sechs Sprachen gelauncht: Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch.

Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

whitepaper Personalisierung
Personalisierung, Dynamic Pricing und Marketing-Automatisierung gehören im Onlinehandel längst ins P ...
Topartikel
Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Die Top 100 der umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland
Die Dominanz der Top 3 im deutschen Onlinehandel - Amazon, Otto, Zalando - ist schier erdrückend. Zu ...
Christoph Lange, Zalando
Christoph Lange ist VP Brand Solutions bei Zalando in Berlin. Als Mitarbeiter Nr. 3 kam er 2008 zu Z ...
Rewe Digital: Schweizer Taschenmesser im Kampf gegen Amazon
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Eine Studie der News-Organisation ProPublica zeigt gerad ...
Marc Opelt
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Den Satz kennen Sie sicher: Kunden brauchen keine Bohrma ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Susanne Vieser
    Erstellt 7. Februar 2014 15:01 | Permanent-Link

    Ähnliches und ebenso professionell bietet auch Roomeon an: http://www.internetworld.de/Heftarchiv/2013/Ausgabe-05-2013/Online-einrichten oder direkt: http://de.roomeon.com/

  2. Marc
    Erstellt 20. Februar 2014 10:48 | Permanent-Link

    3D-Planer gibt es schon lange und in jeglicher Variante, von opensource, über Software einfacher Art http://www.databecker.de/shop/software/goldene-serie/planer/3d-wohnungsplaner.php oder http://www.sweethome3d.com/de/ bis zu highclass für Möbelhäuser.
    In der Küchenplanung ja bereits Standard.

    als app gibt es bspw. auch von autodesk (CAD) https://play.google.com/store/apps/details?id=com.autodesk.homestyler

    Das ganze ist immer eine Frage des handlings, denn kein User will CAD bzw. Inneneinrichtung "studieren".

stats