Als einer der vielversprechendsten und am weitesten verbreiteten Helferlein gilt mittlerweile UPcload, das unter anderem bei Otto und Zalando eingesetzt wird.
Das deutsche Start-up, das anfangs auf eine handelsübliche CD und Webcam zum Maßnehmen setzte, hat das System inzwischen deutlich vereinfacht. In einem zusätzlichen Fenster gibt der Kunde Körpergröße, Gewicht, Alter und den Körperbau bildorientiert ein und bekommt dann den passenden Größenvorschlag. Das System merkt sich die Größe auch für spätere Einkäufe.
Zalando bietet die Option gegenwärtig in Teil-Sortimenten.
Zusammen mit dem Start-up Metail testete Zalando auch Avatare, die sich der Körperform anpassen lassen und so eine virtuelle Anprobe anhand eines Körpermodells ermöglichen. Zalando-Ableger Dafiti scheint damit zufrieden genug zu sein, um sich als Referenz für Metail anzubieten: "We have established that customers using MeModels on our site, buy and retain 6% more products than customers who don’t use the technology."
Noch nicht so richtig durchgesetzt hat sich trotz diverser Test - auch bei Zalando - die Software Shoefitr. Dabei wird ein eigener Schuh und dessen Größe mit dem neuen Wunschschuh verglichen und ein Größenvorschlag samt Aussagen zur Passgenauigkeit erstellt.
Angesichts geradezu babylonischer Größenverwirrung unter den Modeherstellern, die noch dazu jede Saison mit neuen Definitionen bei Größen und Schnitten überraschen, dürfte es ohnehin dauern bis sich die Lösungen Sortimentsübergreifend einsetzen lassen und die aktuelle Anpassung der Größen nicht mehr einem Datenwust in einem Augias-Stall gleicht.
Man kann aber natürlich Kosten auch bei einem anderen Glied der Retourenkette sparen. Deshalb baut Amazon seine Paketstationen derzeit zu Retouren-Schließfächern aus. An Tankstellen, Einkaufszentren und in Tiefgaragen bieten die Paketstationen von Amazon eine Rückgabe-Option. Für den Zugang zum Retouren-Schließfach holen sich die Kunden online einen passenden Code ab. Das dürfte bei der Abwicklung Zeit sparen. Und das kann bei Retouren ebenfalls bares Geld sparen.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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