Dein Kunde, der Bot: Automatisch shoppen bei Amazon

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 13. November 2012 |

bot weavr
Abo-Commerce gibt es für Frauen, Männer, Kinder, Küche, Kosmetik, Mode.  Aber auch dabei müssen Sie immer noch selbst ein wenig aktiv werden. Stellen Sie sich stattdessen einmal vor, Sie hätten einen Bot oder ein Programm, das alle  Einkäufe für Sie erledigt. Automatisch. Beispielsweise bei Amazon. Science Fiction sagen Sie? Wo waren Sie gestern? Das geht auch heute schon.   

Vor einiger Zeit schrieb ich hier über meinen Freund, den Bot. Eine Art digitales Alter Ego, der auf Basis einiger von mir vorgegebener Eigenschaften twittert, träumt,  herumreist, Musik hört, Bücher empfiehlt. Erstellt wurde der Bot mit dem Programm Weavrs.

Zugegeben, eine Online-Spielerei. Aber sie zeigt, was möglich werden kann. Denn eines Tages werden Bots, so wir sie denn auf unsere Vorlieben programmieren und finanziell ausstatten, für uns auf Shoppingtour gehen.

Automatisch shoppen bei Amazon

Wie das mit einen paar Zeilen Programmcode funktionieren kann,  zeigt gerade der Spieleentwickler Darius Kazemi. Dessen System ist zwar nicht so unterhaltsam wie der Weavr-Bot, geht dafür aber selbstständig und automatisch bei Amazon auf Einkaufstour. 

Sein kleines Programm Amazon Random Shopper pickt sich zufällig Worte heraus, geht damit bei Amazon auf die Suche und kauft dann Bücher, CD und DVD ein, die es zum Suchbegriff gefunden hat. Damit das nicht zu teuer wird, hat er das Programm auf ein Budget, beispielsweise 50 Dollar im Monat, festgelegt. Kauft der Amazon Random Shopper ein Buch für 10 Dollar kann er bei der nächsten Suche also noch 40 Dollar ausgeben. Der Random Shopper hat seinen eigenen Amazon-Account, bezahlt per Gutscheinkarte.

Der Nachteil: Darius Kazemi wird von seinem Einkaufsautomaten mit zufällig bestelltem Zeug versorgt. Das Programm so zu stricken, dass der elektrische Kunde Kram bestellt,  den er gebrauchen könne, sei ihm schlicht zu langweilig gewesen, schreibt Darius Kazemi.

Der Zufallsgedanke ist allerdings auch eine schöne Antithese zur Filter-Bubble und vielleicht ist manch eine Bestellung auch eine gelungene Entdeckung. Man sollte aber auch ein wenig vorsichtig sein, wie folgender Cartoon zeigt.

xkcd- Packages 2012-11-13 13-33-28
Cartoon-Quelle: https://xkcd.com/576/

 


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: Tools

Schlagworte: Abo-Commerce, Bot

tesco

Kurz vor 9: Tesco macht E-Food-Lieferung brutal günstig, Spreadshirt, Zalando, Wal-Mart, Juniqe

Tesco: Online-Lebensmittelhandel gilt gemeinhin als Geldvernichtungsmaschine. Selbst die paar Euro, ...

Topartikel

Amazon-toppt-Otto-und-Zalando-im-Mobile-Commerce-8334.jpeg

Infografik: Top 10 der meistgekauften Produkte via Smartphone in Deutschland 2013

comScore veröffentlichte im März 2014 Umfragergebnisse zu den Produktkategorien, die in Deutschland ...
freundin kaufen facebook

Kaufen Sie sich eine "echte" Freundin auf Facebook

Das Wochenende naht. Zeit für ein buntes Thema aus dem Randbereich des E-Commerce. Eine brasilianisc ...
Personalisierung: Wenn die Daten den Kunden verstehen

Personalisierung: Wenn die Daten den Kunden verstehen

Käsetheke – das war das Stichwort im Mail-Betreff als ich mit Andreas Schönenberger ein Interview ve ...
Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Zu den Payment-Vorlieben der Deutschen in Onlineshops kursieren ungefähr so viele Studien wie Zahlve ...
Zalando Schrei Jumia

Völker, hört die Signale: Wie und wo Zalando weltweit angreift

Während die Online-Modebranche hierzulande noch darüber grübelt, wie und wann der Berliner Online-Mo ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats