Kosten sparen mit virtuellen Models

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 18. Januar 2013 |

eshot avatar
Avatar statt Model: Das verkürzt die Time to Market

Machen wir uns nichts vor: Allen zuckerbunten Trendthemen mit tollen Namen, die hier und da ausgerufen werden, zum Trotz - das Trendthema 2013 ist Effizienz. Kosten sparen.

Das gilt nicht nur für die Marketingaufwendungen, bei denen sich Media-Saturn mit einem Minus von 9,7 Prozent (Gesamtetat  371 Mio) und Zalando mit einem Minus von 19,7 Prozent (Gesamtetat  98 Mio) laut Nielsen schon 2012 hervorgetan haben.

Das gilt erst recht, wenn es um die Reduzierung der Retourenkosten geht. Neben allerlei - auch unglücklichen - Kniffen, auch mit Loyalitysystemen, soll auch Augmented Reality hier Kosten und Rücksendungen senken. Auch bei der Produktion der Produktdarstellungen lässt sich sparen. Erste Experimente laufen.

Das Fotoshooting mit echten Modells ist im Mode-Segment aufwändig, zeitintensiv und teuer.  Das Berliner Start-up eShot bietet deshalb einen Service, virtuelle Modells statt echter Menschen als Fashionpuppe im Webshop zu nutzen. Bei der Lösung tragen dann Avatare wechselnde Klamotten.

"Sie können Ihr Sortiment auf dem Avatar beliebig kombinieren und komplette Outfits in den Shop einstellen, um Ihren Kunden individuelle Styling-Tipps zu geben", wirbt eShot.

Der Vorteil: Weniger Model-Buchungen, mehr Auswahl im Shop, schnellerer Launch neuer Produkte. Ganz klar: Wer die Time to Market verkürzt, spart Kosten und hat einen Wettbewerbsvorteil.

Bei H&M werden schon computergenerierte Model-Körper eingesetzt, auf die dann nur noch Köpfe realer Models "geklebt"  werden. Die Kleidung selbst wird mit einer Puppe fotografiert. Looklet ist der Dienstleister. Auch der Shopping-Club vente-privee  hat ihn für seine virtuellen Models engagiert.

avatar Zalando
Auch das eigene Gesicht kann man bei Zalando einpassen

Und das Hoffnungs-Thema 2012 Augmented Reality?  Lösungen wie Virtual Dressing mit UPcload können helfen, die Retouren zu senken. Otto testet das.  Immer noch aber ist das technisch sehr komplex. Erst recht für den Kunden.

Geht es einfacher? Vielleicht.

Die virtuelle Anprobe erprobt seit kurzem auch Zalando zusammen mit dem Start-up Metail bei einigen Eigenmarken. Hier kommen wieder Avatare ins Spiel (Erklärvideo).

Der Kunde bastelt sich seinen Avatar nach Größe und Körperform zusammen und schlüpft dann mit dem digitalen Ego in Sakko, Bluse und Kleider. Es ist ein vorsichtiger Versuch. Rund 200 Artikel sollen sich bei Zalando im Test befinden.  CX-Commerce erklärt, wie das bei Zalando funktioniert.

Hier kann man es über den "Jetzt anprobieren" -Button bei Zalando selbst testen. Im Vergleich zu etlichen anderen Systemen ist das schon recht bedienfreundlich gelöst.


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