3D-Illustration zu E-Commerce Themen: Marktplätze, internationale Expansion und KI-Suche

E-Commerce außerhalb Europas: Was anderswo längst funktioniert – und in Deutschland (noch) nicht

Ein nüchterner Blick auf das, was außerhalb Europas funktioniert und darauf, warum manches davon hierzulande gute Gründe hat, es nicht zu tun, und was davon selbst im Ausland teuer erkauft ist.

David Wöllenstein13 Min.

Aktuelle Beiträge

Montag, 10. August 2026
3D-Illustration: Umsatzanteil wird aus offenem KI-Modell abgezweigt
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Alibaba will für seine KI Umsatzbeteiligung

Alibaba will von großen kommerziellen Nutzern seines kommenden KI-Modells Qwen3.8-Max einen Teil der damit erzielten Umsätze abschöpfen, berichtet Techinasia.com. Die neuen Konditionen sollen mit dem Start nächste Woche greifen. Bislang liefen viele Qwen-Versionen unter offener Apache-Lizenz. Moonshot verlange bei seinem Modell Kimi K3 ab 20 Mio. Dollar Jahresumsatz bereits bis zu 30 Prozent.

Thomas Rehm10.08.262 Min.
Kundin zeigt Smartphone mit Bonusprogramm beim Schuhkauf an der Kasse
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Deichmann bringt Bonusprogramm nach Deutschland

Deichmann bringt sein kostenloses Kundenbindungsprogramm „Deichmann Plus“ nach Deutschland, wie Merkur.de berichtet. Es benutze eine digitale Karte und habe sich bereits in 13 Ländern bewährt. Mitglieder sammelten Gutscheine nach jedem Einkauf, egal ob in der Filiale, im Online-Shop oder über die App. Andere Vorteile wären exklusive Rabatte, eine digitale Stempelkarte bei Kinderschuhen, Preisgarantie bei nachträglicher Reduzierung und der Umtausch ohne Kassenbon.

Thomas Rehm10.08.263 Min.
Frau verpackt gebrauchte Bücher und CDs für den Second-Hand-Verkauf über Momox
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Momox startet in den Niederlanden

Der Second-Hand-Marktplatz Momox startet mit eigener Website und App in den Niederlanden, berichtet Ecommercenews.eu. Nach Monaten des Verkaufs über Amazon und Bol habe die Nachfrage die Erwartungen übertroffen. Niederländer könnten nun selbst gebrauchte Bücher, CDs, DVDs und Videospiele über die Plattform anbieten. Damit sei der 2004 gegründete Händler in sechs Ländern aktiv.

Thomas Rehm10.08.262 Min.
Jugendlicher legt nachts Smartphone weg, Symbol für neue Meta-Nutzungsregeln
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Facebook und Instagram sind „öffentliches Ärgernis“: 942 Mio. Dollar

Ein Gericht in New Mexico verurteilt Meta zu 942 Mio. Dollar Strafzahlung und stuft Instagram und Facebook als „öffentliches Ärgernis“ ein, meldet IT-Boltwise.de. Enthalten seien 375 Mio. Dollar Zivilstrafen aus einem März-Urteil sowie ein Abhilfefonds über 567 Mio. Dollar, davon allein 420 Mio. für Therapieangebote. Fünf Jahre lang müsse der Konzern umbauen: höchstens 90 Stunden Nutzung monatlich für Jugendliche, nächtliche Push-Sperre, ausgeblendete Likes, standardmäßig private Profile. Meta gehe in Berufung.

Thomas Rehm10.08.263 Min.
Logistikfachkraft am Containerhafen symbolisiert Rekord-Exporte im Juni
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Exporte klettern im Juni auf Rekordhoch

Die deutschen Exporte erreichten im Juni mit 139,3 Mrd. Euro einen historischen Höchststand, teilt das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber Mai seien die Ausfuhren um 0,9 Prozent gestiegen, die Importe um 4,4 Prozent auf 123,9 Mrd. Euro. Der Handelsüberschuss schrumpfe damit auf 15,4 Mrd. Euro. Wichtigster Lieferant bleibe China: Von dort stammten Waren im Wert von 16,5 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 9,1 Prozent entspreche.

Björn Böer10.08.263 Min.
3D-Illustration zeigt dominante Glastürme über kleinen Gebäuden als Symbol für Techkonzern-Marktmacht
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Deutsche fürchten Abhängigkeit von US-Techkonzernen

Zwei Drittel der Deutschen halten den Einfluss großer US-Techkonzerne wie Amazon, Google, Meta und Apple für zu groß, meldet Tagesspiegel.de. In einer YouGov-Umfrage hätten nur 18 Prozent widersprochen. Als Treiber nannten die Befragten die wachsende Abhängigkeit von den USA (63 Prozent), die monopolartigen Strukturen (59 Prozent) sowie die Risiken für den Datenschutz (55 Prozent).

David Wöllenstein10.08.262 Min.
Selbständiger Handwerker wartet in leerer Werkstatt auf neue Aufträge
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Jeder fünfte Kleinstunternehmer bangt ums Überleben

Fast jeder zweite Selbständige in Deutschland klagt über fehlende Aufträge, zeigt eine Ifo-Umfrage. Kunden hielten sich bei der Projektvergabe zurück, während die private Konsumnachfrage gedämpft bleibe. Jeder fünfte Solo-Selbständige sehe seine Existenz akut gefährdet, oft wegen fehlender Reserven für längere Durststrecken. Immerhin: Der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex sei im Juli leicht von minus 25,9 auf minus 22,6 Punkte gestiegen.

David Wöllenstein10.08.262 Min.
Diverses Entwicklerteam bespricht schnell neue Funktion in hellem, modernem Büro
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Airbnb halbiert Entwicklungszeit dank KI

Airbnb entwickelt neue Funktionen dank KI deutlich schneller, verzichtet im Kundeninterface aber noch auf große Sprünge, berichtet Techcrunch.com. Die Zeit vom Konzept bis zum Launch sei um 60 Prozent gesunken, KI schreibe inzwischen 60 Prozent des Codes. Im Moment teste das Unternehmen eine KI-Suche, die auf natürliche Spracheingabe und visuelle Ergebnisse setze. Der Support-Bot decke über 50 Sprachen ab und löse knapp 45 Prozent der Fälle ohne menschliches Zutun.

Björn Böer10.08.263 Min.
Personal Shopper wählt und scannt frische Lebensmittel im modernen Supermarkt für Lieferdienst
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Instacart legt dank Werbung zweistellig zu

Instacart hat sein Bruttowarenvolumen im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 10,35 Mrd. Dollar gesteigert, meldet Retail-News.de. Der Umsatz sei im gleichen Tempo auf 1,04 Mrd. Dollar geklettert, das Werbegeschäft war mit plus 16 Prozent noch flotter. Der operative Cashflow habe sich auf 493 Mio. Dollar mehr als verdoppelt, die Bestellungen seien um neun Prozent gestiegen. Als erster Lebensmittelpartner docke Instacart zudem an Googles Gemini-KI an.

Thomas Rehm10.08.262 Min.
Team packt Modebestellungen im Fulfillment-Center für wachsenden Schweizer Online-Fashion-Handel
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Schweizer Online-Fashion wächst wieder

Erstmals seit fünf Jahren ist der Schweizer Fashion-Online-Handel wieder gewachsen, berichtet Carpathia.ch – die Umsatzschätzungen schwanken aber zwischen 2,09 und 3,5 Mrd. Franken. Marktführer bleibe Zalando mit 1,82 Mrd. Franken und dem grössten absoluten Zuwachs. Den stärksten relativen Zuwachs habe mit 16 Prozent Shein zu verbuchen; gemeinsam mit Konkurrenten Temu decke man die hohe Nachfrage nach günstiger Mode ab. Best Secret habe H&M überholt, während Bonprix und La Redoute weiter nachgeben mussten.

Björn Böer10.08.263 Min.
Marketing-Team bespricht wachsende Kundenbasis im modernen Büro
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Klaviyo wächst um 26 Prozent

Klaviyo steigerte seinen Umsatz um 26 Prozent und zählt inzwischen über 205.000 Unternehmen zur Kundenbasis, meldet IT-Boltwise.de. Damit nähere sich der Marketing-Automatisierer einer Umsatzlaufzeit von rund 1,5 Mrd. Dollar. Zwar habe sich die Dynamik gegenüber den Vorquartalen abgeflacht, doch neue Partnerschaften mit Warner Music Group und den San Francisco 49ers würden zeigen, dass die eigenen SaaS-Angebote auch bei großen Marken greifen.

Thomas Rehm10.08.262 Min.

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3D-Illustration: Marktplatz, Pakete und Chart symbolisieren E-Commerce-News zu Otto, Ebay und Geschäftsklima
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Vom Shop zum Marktplatz: Warum Payment plötzlich komplex wird

Marktplätze prägen den deutschen Onlinehandel inzwischen stärker als klassische Onlineshops. Der HDE Online-Monitor 2025 weist für 2024 einen Marktplatzanteil von 57 Prozent am deutschen Onlinehandel aus. Im Vorjahr waren es noch 54 Prozent. In der öffentlichen Diskussion dominieren Reichweite, Sortiment und Logistik. Die Skalierungsfrage entscheidet sich jedoch dort, wo Zahlungsflüsse, Compliance und Händler-Onboarding zusammenlaufen.

Marcel Moll16.07.263 Min.

Top der letzten Woche

Zwei Fachleute sortieren Produktproben auf einem Tisch, Symbol für Sortimentsbereinigung im Handel
© Higgsfield / Soul

Warum viele E-Commerce-Prognosen für 2026 scheitern werden

KI, Omnichannel, Plattformdominanz – die Branchenprognosen für 2026 klingen vertraut. Dr. Dominik Benner, CEO der The Platform Group AG, hält einen Großteil davon für zu optimistisch. In diesem Gastbeitrag argumentiert er, dass nicht fehlende Technologie das zentrale Problem des Handels ist, sondern fehlende Struktur darunter. Seine Einschätzung basiert auf Erfahrungen aus seiner eigenen Unternehmens- und Beratungspraxis.

etailment12.03.263 Min.
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Modernes Gaskraftwerk in Texas versorgt künftig Amazons KI-Rechenzentren mit Strom
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Amazon baut sich ein Kraftwerk für die KI

Amazon finanziert in West-Texas ein Gaskraftwerk, das seine KI-Rechenzentren versorgen soll, berichtet FR.de. Die von Pacifico Energy entwickelte „GW Ranch“ solle mit 35 Turbinen bis zu 7,65 Gigawatt liefern und damit mehr als jedes bestehende Gaskraftwerk in den USA und genug für eine Großstadt. Amazon wolle die Kosten selbst tragen, die Stromlieferung sei Anfang 2027 möglich.

Björn Böer10.08.262 Min.
Lagermitarbeiter hält beim Verpacken inne – Sinnbild für Moratorium der Verpackungsverordnung
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BEVH fordert ein Moratorium der Verpackungsverordnung

Kurz vor Inkrafttreten der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) am 12. August fordert der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland in einer Pressemitteilung ein Moratorium. Nach einem Jahr Vorbereitung wären zwar unlängst FAQs zum Erzeugerbegriff veröffentlicht worden, die die Online-Händler aus der Verantwortung nähmen, doch dieser Richtungswechsel schaffe neue Rechtsunsicherheit und schüre erneut den Konflikt zwischen Händlern und Verpackungsproduzenten.

Thomas Rehm07.08.262 Min.
Verkäuferin verpackt handgefertigte Produkte in hellem Studio als Symbol für Etsys Marktplatzwachstum
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Etsy streicht 220 Stellen und hebt die Prognose an

Etsy entlässt rund 220 Beschäftigte, etwa zwölf Prozent der Belegschaft, berichtet Cnbc.com. Der Schritt diene nicht dem Sparen, sondern einer schlankeren Struktur und sei nicht durch KI verursacht. Betroffen seien vor allem Produkt- und Entwicklungsteams. Trotz eines Nettoverlusts von 46,65 Mio. Dollar, belastet durch den Depop-Verkauf an Ebay, sei der Kernmarktplatz um 9,3 Prozent gewachsen. Etsy hebe die Jahresprognose an und erwarte nun Wachstum im mittleren einstelligen Bereich statt zuvor im niedrigen einstelligen.

Björn Böer07.08.263 Min.
Arbeiter beladen nachts ein Frachtflugzeug mit Paketen, LKWs warten auf dem Rollfeld
© Black Forest Labs / Flux

Cainiao verspricht Paketzustellung in drei Tagen

Die Alibaba-Tochter Cainiao startet den Cross-Border-Dienst „Global Three-Day Delivery“, meldet Aircargonews.net. Pakete sollten künftig ihr Ziel auf 15 Routen zwischen China, Europa und dem Nahen Osten binnen drei Kalendertagen erreichen können. Dies würde durch rund 170 wöchentliche Charterflüge und über 2.300 Lkw-Verbindungen möglich. Cainiao verspreche Händlern damit geringeren Lagerdruck und besseren Cashflow. WorldACD meldete unlängst, dass das Frachtvolumen zwischen Hongkong und Europa aufgrund der neuen Zollregeln spürbar zurückgegangen sei.

Björn Böer07.08.263 Min.
Frau bezahlt konzentriert am Tisch neben geöffnetem Auslandspaket mit Kleidung
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Am Checkout entscheidet sich der Auslandskauf

Am Checkout entscheidet sich der grenzüberschreitende Modeverkauf, berichtet Fashionunited.com. Zwar shoppten 32 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat im Ausland, doch Versandkosten (48 Prozent), lange Lieferzeiten (44 Prozent) und Zölle (36 Prozent) schreckten sie ab. Kunden erwarteten, die Gesamtkosten vorab zu wissen und verlangten vertraute Zahlungsarten – Paypal führe mit 49 Prozent – sowie klare Lieferangaben.

David Wöllenstein07.08.263 Min.

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