
JD.com stößt bei MediaMarktSaturn an Europas Prüfgrenze im Handel
Der mögliche Einstieg von JD.com ist vor allem eine Plattform- und Logistikfrage. Für Händler geht es um Preise, Fulfillment, Retail Media und Brüssels Vetomacht.

Agenten vergleichen Produkte über Marken- und Händlergrenzen hinweg und lesen dabei strukturierte Daten statt Marketingtexte. Matthias Schmidt-Pfitzner, Managing Director DACH bei der Digitalberatung Publicis Sapient, erklärt, warum Suchmaschinenoptimierung dafür nicht reicht und woran es in den Produktdaten der Marken hakt.

Der mögliche Einstieg von JD.com ist vor allem eine Plattform- und Logistikfrage. Für Händler geht es um Preise, Fulfillment, Retail Media und Brüssels Vetomacht.

KI-Agenten machen Bot-Traffic zum Reporting-Risiko. Für Shops geht es um klare Zutrittsregeln: welche Maschinen Umsatz anbahnen und welche nur Kosten erzeugen.

Walmart steigt mit Dunkin‘ ins Restaurantliefergeschäft ein, berichtet Businessinsider.com. Die Partnerschaft beginne mit 150 Dunkin‘-Filialen in Walmart-Märkten, später sollen die meisten der 10.000 US-Standorte folgen. Kaffee und Donut landeten dabei im selben Warenkorb wie Küchenrolle und Milch, ausliefern sollen die Hunderttausenden Selbstständigen des eigenen Fahrernetzes Spark. Bislang lieferten Doordash und Uber Eats Dunkin‘-Bestellungen.

Google muss sein Adtech-Geschäft nicht verkaufen, berichtet Businessinsider.de. Eine US-Bundesrichterin habe die vom Justizministerium geforderte Aufspaltung abgelehnt und stattdessen Verhaltensauflagen angeordnet; welche genau, bleibe vorerst unter Verschluss. Im April 2025 hätte dieselbe Richterin ein illegales Monopol festgestellt: Bei Ad-Servern für Display-Werbung im offenen Web halte Google dauerhaft über 90 Prozent Marktanteil. Es sei die zweite abgewehrte Zerschlagung, nachdem das DOJ im Vorjahr gefordert habe, Google müsse den Chrome-Browser verkaufen.

Die Compare Group, die mehrere Preisvergleichs-Plattformen betreibt, startet am 7. September in Spanien, Portugal, Italien und Österreich, berichtet Ecommercenews.eu. Damit sei das Unternehmen in 12 europäischen Ländern präsent. Technik, Händlerbeziehungen und Produktfeeds ließen sich wiederverwenden, 50 bis 70 Händler pro Land genügten bereits für brauchbare Vergleiche. Weil die EU-Kommission Google im Juli mit 460 Mio. Euro Bußgeld belegt habe, wegen Bevorzugung eigener Dienste vor konkurrierenden Preisvergleichern, rechne Compare mit mehr Sichtbarkeit für unabhängige Portale.

Die Konsumlaune legt quer durch alle Generationen zu, aber am kräftigsten bei Gen Z und Gen X, so eine soziodemografische Auswertung des NIM-Konsumklimas. Der Gesamtindikator sei im September um 2,8 auf minus 26,6 Punkte gestiegen. Die Gen Z lege um 9,7 Punkte zu und schiebe sich mit 6,3 Punkten knapp über die Nulllinie, weil die Erwartungen ans eigene Einkommen optimistischer seien und die Anschaffungsneigung steige. Gen X gewinne dank nachlassender Sparneigung sogar 11,9 Punkte, bleibe aber trotzdem auf einem pessimistischeren Niveau.

Beim Lebensmittelkauf bleibt das Regal vor Ort die erste Adresse: 71 Prozent der Verbraucher haben binnen sechs Monaten keinen Online-Lebensmitteldienst genutzt, zitiert Retail-News.de den „Trend Check Handel Vol. 17“ des ECC Köln. 54 Prozent der Abstinenzler wollten Frisches vorher befühlen, 67 Prozent störten sich an Liefergebühren. Online wanderten vor allem Haltbares (69 Prozent) und schwere Getränkekisten in den Korb. Nur 17 Prozent könnten sich einen Wechsel zu Online-Angeboten vorstellen, unter den Jüngeren 29 Prozent. Bei einer Gratislieferung ohne Mindestbestellwert aber könnten 47 Prozent doch noch schwach werden.

Vinted verlangt zum 5. Oktober die Zustimmung zu neuen AGB und wechselt im selben Zug von Mangopay auf den hauseigenen Dienst „Vinted Pay“, meldet Haendlerbund.de. Wer zustimme, wandere samt Guthaben automatisch in den neuen Geldbeutel, ohne Zusatzkosten; Pro-Verkäufer blieben allerdings ausgenommen. Vinted Pay gleiche künftig Geldbeutel und Bankverbindung ab. Aus der Käuferschutz-Gebühr werde dann die „Vinted-Gebühr“.

Amazon will bis 2029 fast neun von zehn US-Paketen selbst zustellen, berichtet Businessinsider.com unter Berufung auf ein internes Planungsdokument. Der Anteil des eigenen Netzes klettere von 86,3 Prozent in diesem Jahr auf 88,7 Prozent – schneller als in früheren Planungen. Das Eigenvolumen wachse auf 15,8 Mrd. Pakete. Fremde Zusteller verharrten bei rund zwei Mrd.: Der Anteil der Post USPS falle auf acht Prozent, der von UPS auf 1,4 Prozent.

Die Mikroserien-Plattform aTwist ist am Donnerstag mit zehn Originalserien und kuratierten Lizenzinhalten gestartet, berichtet Reuters.com. Das frühere MicroCo bespiele nun die USA, Großbritannien, Indien, Kanada, Australien, Irland, Neuseeland und die Philippinen. Mikroserien zerlegen eine Geschichte in 40 bis 60 vertikal gedrehte Folgen zu je ein bis drei Minuten. Jeden Donnerstag komme eine neue Serie hinzu; einzelne Episoden gebe es gratis mit Werbung, ganze Staffeln gegen „Coins“ oder Abo. Marktforscher Omdia erwarte für das Format in diesem Jahr allein in den USA 1,5 Mrd. Dollar Umsatz.
© Black Forest Labs / FluxDie Konsumlaune legt quer durch alle Generationen zu, aber am kräftigsten bei Gen Z und Gen X, so eine soziodemografische Auswertung des NIM-Konsumklimas. Der Gesamtindikator sei im September um 2,8 auf minus 26,6 Punkte gestiegen. Die Gen Z lege um 9,7 Punkte zu und schiebe sich mit 6,3 Punkten knapp über die Nulllinie, weil die Erwartungen ans eigene Einkommen optimistischer seien und die Anschaffungsneigung steige. Gen X gewinne dank nachlassender Sparneigung sogar 11,9 Punkte, bleibe aber trotzdem auf einem pessimistischeren Niveau.

Beim Lebensmittelkauf bleibt das Regal vor Ort die erste Adresse: 71 Prozent der Verbraucher haben binnen sechs Monaten keinen Online-Lebensmitteldienst genutzt, zitiert Retail-News.de den „Trend Check Handel Vol. 17“ des ECC Köln. 54 Prozent der Abstinenzler wollten Frisches vorher befühlen, 67 Prozent störten sich an Liefergebühren. Online wanderten vor allem Haltbares (69 Prozent) und schwere Getränkekisten in den Korb. Nur 17 Prozent könnten sich einen Wechsel zu Online-Angeboten vorstellen, unter den Jüngeren 29 Prozent. Bei einer Gratislieferung ohne Mindestbestellwert aber könnten 47 Prozent doch noch schwach werden.

Vinted verlangt zum 5. Oktober die Zustimmung zu neuen AGB und wechselt im selben Zug von Mangopay auf den hauseigenen Dienst „Vinted Pay“, meldet Haendlerbund.de. Wer zustimme, wandere samt Guthaben automatisch in den neuen Geldbeutel, ohne Zusatzkosten; Pro-Verkäufer blieben allerdings ausgenommen. Vinted Pay gleiche künftig Geldbeutel und Bankverbindung ab. Aus der Käuferschutz-Gebühr werde dann die „Vinted-Gebühr“.

Amazon will bis 2029 fast neun von zehn US-Paketen selbst zustellen, berichtet Businessinsider.com unter Berufung auf ein internes Planungsdokument. Der Anteil des eigenen Netzes klettere von 86,3 Prozent in diesem Jahr auf 88,7 Prozent – schneller als in früheren Planungen. Das Eigenvolumen wachse auf 15,8 Mrd. Pakete. Fremde Zusteller verharrten bei rund zwei Mrd.: Der Anteil der Post USPS falle auf acht Prozent, der von UPS auf 1,4 Prozent.

Die Mikroserien-Plattform aTwist ist am Donnerstag mit zehn Originalserien und kuratierten Lizenzinhalten gestartet, berichtet Reuters.com. Das frühere MicroCo bespiele nun die USA, Großbritannien, Indien, Kanada, Australien, Irland, Neuseeland und die Philippinen. Mikroserien zerlegen eine Geschichte in 40 bis 60 vertikal gedrehte Folgen zu je ein bis drei Minuten. Jeden Donnerstag komme eine neue Serie hinzu; einzelne Episoden gebe es gratis mit Werbung, ganze Staffeln gegen „Coins“ oder Abo. Marktforscher Omdia erwarte für das Format in diesem Jahr allein in den USA 1,5 Mrd. Dollar Umsatz.

Seit dem 25. August können Kundinnen und Kunden im deutschen dm-Online-Shop mit Wero bezahlen. Die technische Anbindung lief über den Zahlungsdienstleister Nexi Germany. Nach Lidl ist dm binnen fünf Wochen der zweite reichweitenstarke Händler mit Wero im Checkout.

Ab dem 15. September müssen Transportdaten für Wareneinfuhren nach Norwegen digital vorliegen, bevor der Lkw die Grenze erreicht. Das System ist seit 2022 nutzbar und wurde bis kurz vor dem Stichtag nur von einer Minderheit verwendet. Für den deutschen Handel ist weniger die norwegische Frist relevant als das Muster dahinter.

Hyundai denkt den Showroom weiter: Roboter könnten über Autohäuser verkauft werden. Für Händler wird der POS damit zum Demo-, Service- und Vertrauenskanal.

Der Fall Lott Autoteile zeigt, wie aus Bestandsdaten ein Vertrauensproblem wird. Für Plattformkäufer zählt jetzt die Prüfung von Lieferanten, Listings und Fulfillment.

Die Girocard wirkt altmodisch, bleibt an deutschen Kassen aber Pflicht. Händler müssen jetzt Terminals, Online-Checkout und Kosten je Kanal neu prüfen.

Deutsche Unternehmen können nach Angaben von Stripe ab sofort Zahlungen von KI-Agenten annehmen und ihre Produktdaten für die Suche in KI-Assistenten einspeisen. Der Kaufabschluss ist im eigenen Chatbot möglich, in fremden Assistenten wie ChatGPT oder Gemini entscheiden dagegen deren Betreiber, und dort ist Deutschland bislang außen vor.

Die Schwarz Gruppe kündigt ein Rechenzentrum für bis zu 5,6 Milliarden Euro bei Rostock an. Die Telekom hat mit Nvidia eine KI-Fabrik in München gebaut, SAP eine Behörden-Cloud auf Microsoft-Technik, und Brüssel schlägt vier Souveränitätsstufen vor. Trotzdem halten europäische Anbieter im eigenen Markt nur 15 Prozent. Eine Bestandsaufnahme.

Eight Sleep will nach Deutschland. Für Händler entsteht kein neues Matratzenregal, sondern ein Tech-Sortiment mit Daten-, Retouren- und Servicefragen.

Deutsche Unternehmen können nach Angaben von Stripe ab sofort Zahlungen von KI-Agenten annehmen und ihre Produktdaten für die Suche in KI-Assistenten einspeisen. Der Kaufabschluss ist im eigenen Chatbot möglich, in fremden Assistenten wie ChatGPT oder Gemini entscheiden dagegen deren Betreiber, und dort ist Deutschland bislang außen vor.

Die Schwarz Gruppe kündigt ein Rechenzentrum für bis zu 5,6 Milliarden Euro bei Rostock an. Die Telekom hat mit Nvidia eine KI-Fabrik in München gebaut, SAP eine Behörden-Cloud auf Microsoft-Technik, und Brüssel schlägt vier Souveränitätsstufen vor. Trotzdem halten europäische Anbieter im eigenen Markt nur 15 Prozent. Eine Bestandsaufnahme.

Eight Sleep will nach Deutschland. Für Händler entsteht kein neues Matratzenregal, sondern ein Tech-Sortiment mit Daten-, Retouren- und Servicefragen.

Youtubes „Shopping-Affiliate-Programm“ startet jetzt auch in Deutschland, meldet Heise.de. Creator im Partnerprogramm könnten Produkte von Online-Händlern markieren und erhielten im Verkaufsfall Prozente. Die Provisionshöhe könnten die Händler pro Produkt festlegen. Momentan gehe der volle Satz an die Creator. Zum Start mit dabei seien About You, Bonprix, Home24, Kaufland, Mediamarkt-Saturn, Otto, Shop-Apotheke, Tchibo, Thalia und XXXLutz.

Die australische Beauty-Plattform Beauticate hat ihr Online-Magazin neu aufgelegt und mit dem „Beauticate Shop“ einen eigenen Marktplatz gestartet, meldet Retailnews.asia. Statt Sortimentstiefe, Bewertungen und Empfehlungsalgorithmen setze das Unternehmen auf redaktionell ausgewählte Produkte. Gründerin Sigourney Cantelo, früher Beauty-Direktorin bei der australischen Vogue, betreibe das Magazin seit 2014. Über den eigenen Verkauf wolle Beauticate Umsätze unmittelbar bei der Leserschaft erzielen, statt sie über Affiliate-Links an Dritte weiterzureichen.

Nach gut zwei Jahren macht der Bild-Marktplatz dicht, meldet Haendlerbund.de. Ein knapper Hinweis verweise Käufer nur noch auf ihre Gewährleistungsansprüche. Zum Start habe der Marktplatz über 30.000 Produkte von mehr als 50 Händlern versammelt und mit Werbeflächen im Bild-Umfeld gelockt. Was er aber wem verkaufen wolle, sei unklar geblieben. Die Kosten für technische Anbindung und Warenbestand hätten die Händler getragen: Vorleistungen für eine Plattform, die sich nicht für ein Sortiment entscheiden wollte.

Bei rund 150 Pfund endet das Vertrauen: Bis zu diesem Betrag würden britische Konsumenten KI-Agenten eigenständig einkaufen lassen, zitiert Channelx.world eine Studie der MACH Alliance. Zwei Drittel der Befragten nutzten KI schon beim Suchen und Stöbern, unter Millennials sogar neun von zehn. Doch das Bezahlen wollten nur neun Prozent erlauben, bei teuren Anschaffungen sinke der Anteil auf vier Prozent. Millennials würden in diesem Fall die KI-Geldbörsen beim autonomen Einkaufen mit 235 Pfund ausstatten, die Babyboomer hingegen nur mit 67 Pfund.

Indiens Online-Handel wächst bis 2030 auf 345 Mrd. Dollar, berichtet Whalesbook.com. Nach der Prognose des Analysehauses Infisum lege der Markt von 125 Mrd. Dollar 2024 um jährlich 18,4 Prozent zu. Fast die Hälfte des Zuwachses entfalle auf Sofortlieferdienste; deren Netz kleiner Stadtteillager werde von 2.525 auf 7.500 wachsen. Die Nachfrage ziehe vor allem in kleineren Städten jenseits der Metropolen an, die ausgabenstärkste Gruppe bleibe die Generation Z. Profitabel arbeite bislang kaum ein Anbieter: Der Ausbau der Logistik verschlinge bislang noch die Gewinne.

Indiens Online-Handel wächst bis 2030 auf 345 Mrd. Dollar, berichtet Whalesbook.com. Nach der Prognose des Analysehauses Infisum lege der Markt von 125 Mrd. Dollar 2024 um jährlich 18,4 Prozent zu. Fast die Hälfte des Zuwachses entfalle auf Sofortlieferdienste; deren Netz kleiner Stadtteillager werde von 2.525 auf 7.500 wachsen. Die Nachfrage ziehe vor allem in kleineren Städten jenseits der Metropolen an, die ausgabenstärkste Gruppe bleibe die Generation Z. Profitabel arbeite bislang kaum ein Anbieter: Der Ausbau der Logistik verschlinge bislang noch die Gewinne.
© Black Forest Labs / FluxBei rund 150 Pfund endet das Vertrauen: Bis zu diesem Betrag würden britische Konsumenten KI-Agenten eigenständig einkaufen lassen, zitiert Channelx.world eine Studie der MACH Alliance. Zwei Drittel der Befragten nutzten KI schon beim Suchen und Stöbern, unter Millennials sogar neun von zehn. Doch das Bezahlen wollten nur neun Prozent erlauben, bei teuren Anschaffungen sinke der Anteil auf vier Prozent. Millennials würden in diesem Fall die KI-Geldbörsen beim autonomen Einkaufen mit 235 Pfund ausstatten, die Babyboomer hingegen nur mit 67 Pfund.
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