Weitläufiges, licht­durchflutetes Bürogebäude-Atrium mit wenigen Menschen als Sinnbild für Stellenabbau bei Zalando
© Black Forest Labs / Flux

Zalando schrumpft den Berliner Sitz

Zalando will erneut Stellen an seinem Berliner Sitz abbauen, wie Zeit.de berichtet. Ein Sprecher habe entsprechende Pläne gegenüber dpa bestätigt. Das Handelsblatt beziffere den Abbau auf rund 200 Stellen. Schon 2024 seien in Berlin 450 Jobs weggefallen; der Erfurter Standort mit 2.100 Beschäftigten schließe bis Ende September. Parallel baue Zalando in Bukarest 60 Arbeitsplätze auf und plane wohl auch, Prozesse dorthin zu verlagern.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Zalando plant weiteren Stellenabbau in Berlin

Zalando steht offenbar vor einer erneuten Personalkürzung an seinem Berliner Sitz. Zeit.de berichtet unter Berufung auf dpa, ein Sprecher des Unternehmens habe entsprechende Pläne bestätigt. Nach Angaben des Handelsblatts geht es um rund 200 Stellen, die wegfallen sollen. Der Abbau soll demnach nicht über betriebsbedingte Kündigungen, sondern über einvernehmliche Aufhebungsverträge erfolgen.

Die geplante Kürzung reiht sich in eine Serie einschneidender Personalmaßnahmen ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte Zalando in Berlin 450 Arbeitsplätze abgebaut. Damit setzt das Unternehmen am Hauptstadtstandort erneut auf eine Verringerung der Belegschaft. Für die betroffenen Beschäftigten bedeutet der nun skizzierte Schritt, dass die Trennung offenbar im gegenseitigen Einvernehmen organisiert werden soll. Details zu einzelnen Bereichen, Funktionen oder Zeitplänen für die Aufhebungsverträge werden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Parallel dazu steht auch ein anderer Standort vor einer tiefgreifenden Veränderung: Der Standort Erfurt mit 2.100 Beschäftigten soll bis Ende September schließen. Diese Zahl verdeutlicht die Größenordnung der laufenden Umstrukturierung, ohne dass aus den vorliegenden Angaben hervorgeht, wie die Schließung im Einzelnen umgesetzt wird. Zusammen mit dem geplanten Stellenabbau in Berlin ergibt sich das Bild eines Unternehmens, das seine Organisations- und Standortstruktur weiter anpasst.

Während in Deutschland Stellen wegfallen beziehungsweise Standorte geschlossen werden, entstehen an anderer Stelle neue Kapazitäten. In Bukarest baut Zalando den Angaben zufolge 60 Arbeitsplätze auf. Zudem soll das Unternehmen planen, Prozesse dorthin zu verlagern. Welche Aufgaben konkret betroffen sind, bleibt offen. Der Vorgang zeigt jedoch, dass der Stellenabbau in Berlin nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern im Zusammenhang mit einer breiteren Neuordnung von Arbeit, Standorten und Prozessen steht.

Für die öffentliche Einordnung ist vor allem die Abfolge der Maßnahmen relevant: Nach dem Berliner Abbau von 450 Jobs im Vorjahr, der angekündigten Schließung des Erfurter Standorts und dem nun berichteten weiteren Abbau von etwa 200 Stellen in Berlin steht Zalando erneut im Fokus einer Debatte über Beschäftigungssicherung und Standortentscheidungen. Gesichert ist nach den vorliegenden Angaben: Das Unternehmen setzt bei der neuen Kürzung auf einvernehmliche Aufhebungsverträge; weitere Details bleiben abzuwarten.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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